„Gutes Gespräch“ bei Gipfeltreffen zum Nordschleifen-Streit

Bei einem Gipfeltreffen kam es in dieser Woche zu einer Annäherung zwischen dem Deutschen Motor Sport Bund (DMSB) und dessen Kritikern. Die Lage an der Nürburgring-Nordschleife scheint sich dadurch entspannt zu haben.

Das ist zumindest die Auskunft, die Motorsport.com auf Nachfrage beim DMSB erhalten hat. Und auch die Interessensgemeinschaft Langstrecke Nürburgring (ILN) spricht von einem „guten Tag für den Motorsport“ und von einer „deutlichen Annäherung“.

Vertreter der Sportbehörde hatten sich zu Wochenbeginn mit den Sprechern der ILN und des Deutschen Sportfahrer-Kreises (DSK) in Frankfurt getroffen und in einem „guten Gespräch“ die bisherigen Streitpunkte diskutiert.

Es seien auch „konkrete Ergebnisse“ erzielt worden, die jedoch erst in der kommenden Woche publik gemacht werden sollen. Man habe es in jedem Fall geschafft, bei den wichtigsten Themen zu Kompromissen zu gelangen.

Die wichtigsten Themen, das sind einerseits der Nordschleifen-„Führerschein“ (DPN) des DMSB, andererseits die künftige Code-60-Regelung und deren Umsetzung sowie ein E-Learning-Tool zur Vorbereitung der teilnehmenden Fahrer mit Stichproben-Prüfung.

Im Dezember 2015 war die Fahrer-Arbeitsgruppe, die den DMSB beratend unterstützt, gegen die jüngsten Beschlüsse der Sportbehörde Sturm gelaufen, weil ihre Vorschläge nicht ohne Änderung übernommen worden waren.

Kurz darauf schlossen sich die führenden Nordschleifen-Teams zur ILN zusammen und drohten mit einem Boykott der Langstrecken-Veranstaltungen am Nürburgring, sollte kein Konsens erzielt werden.

DMSB-Präsident Hans-Joachim Stuck bezeichnete die Fahrer-AG und den Umgang mit diesem Expertengremium zuletzt als „sehr schwierig“ und meinte, „die Fahrer-AG hat über das Ziel hinausgeschossen“.

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