Makowieckis Motivation: "Lass dich bei Platz zwei nicht mehr blicken!"

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Makowieckis Motivation:
Autor: Heiko Stritzke
13.05.2018, 17:29

Frederic Makowiecki erhielt von seinen Teamkollegen eine ganz besondere Motivation für den Nürburgring-Schlussspurt: So holte er alles aus sich heraus

#912 Manthey Racing Porsche 911 GT3 R: Richard Lietz, Patrick Pilet, Frédéric Makowiecki, Nick Tandy
Race winner #912 Manthey Racing Porsche 911 GT3 R: Richard Lietz, Patrick Pilet, Frédéric Makowiecki, Nick Tandy
Podium: Race winners #912 Manthey Racing Porsche 911 GT3 R: Richard Lietz, Patrick Pilet, Frédéric Makowiecki, Nick Tandy
#912 Manthey Racing Porsche 911 GT3 R: Richard Lietz, Patrick Pilet, Frédéric Makowiecki, Nick Tandy
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Mit einer formidablen Fahrt krönte sich Frederic Makowiecki zum neuen Regenmeister der Nürburgring-Nordschleife. Im finalen 91-Minuten-Sprint rang der Franzose in seinem Manthey-Porsche #912 beim 46. 24 Stunden-Rennen Adam Christodoulou im Black-Falcon-Mercedes #4 (Engel/Christodoulou/Metzger/D. Müller) nieder. Dass ihm das gelang, hing mit einer ganz besonderen Motivation seiner Teamkollegen Richard Lietz, Patrick Pilet und Nick Tandy zusammen, wie er nach dem Rennen erzählt.

"Sie haben mir klar gemacht, dass sie nicht enttäuscht sein würden, wenn ich das Auto rausschmeiße", erzählt der Franzose, der seinen ersten Sieg beim 24-Stunden-Rennen feierte. "Aber sie meinten auch: 'Wenn du als Zweiter zurückkommst, lass dich hier besser nicht mehr blicken.' Ich dachte mir nur: 'Na, herzlichen Dank.'"

Doch letztlich zeigt er sich dankbar für diese Motivation. Sie erlaubte es ihm, die wirklich allerletzten Reserven zu mobilisieren: "Man weiß, dass man alles geben muss. Sie haben mir diese Motivation gegeben, zur Not auch über das Limit zu gehen und einen Unfall zu riskieren. Ich hatte immer den Support meiner Teamkollegen." Und so fuhr er teilweise zwischen Genie und Wahnsinn. Mehrfach stand der Porsche abenteuerlich quer, sein Überholmanöver zog er konsequent durch.

 

Rempelei jenseits des guten Bremspunkts

Tatort erste Kurve: Fred Mako bremst sich außen neben den Mercedes, Christodoulou hält auf der Innenbahn dagegen. "Als ich sah, wie spät er gebremst hat, dachte ich, er würde im Kiesbett landen", staunt der 37-Jährige. "Aber sein Auto scheint sehr gut zu verzögern. Ich war überrascht, dass er die Kurve überhaupt gekriegt hat."

Fotostrecke: Alle Sieger des 24h-Rennens auf dem Nürburgring

Adam Christodoulou gab den Kampf nicht auf und quetschte sich in Kurve 2 auf der Innenbahn rein. Dabei schob er den Porsche auf die Seite; Makowiecki zog im langen Bogen davon, während sich der Brite nach innen eindrehte. Makowiecki ist über den Rammstoß nicht böse: "Es war alles fair. Er ist zurückgekommen und hat mich berührt. Das ist okay, ich hätte es nicht anders gemacht. Das hat mich nicht schockiert."

Doch die Jagd war noch nicht vorbei: Christodoulou heftete sich an Makowieckis Heck und beide hetzten wieder am absoluten Limit durch die "Grüne Hölle" - und darüber hinaus. Es war Christodoulou, der den Fehler machte: Er untersteuerte in der Galgenkopf-Kurve geradeaus und schlug in die Leitplanke ein. Danach wurde er dem Porsche nie wieder gefährlich.

 

"Ich habe den Ausritt nicht mitbekommen", gibt Makowiecki zu. "Das Team hat mir gefunkt, dass er ein Problem hat und viel Zeit verloren hat. Aber ehrlich gesagt hätte mir das auch passieren können. Schaut euch nur den Abstand an - wir waren beide bereit, alles zu geben."

Alles geben war das ganze Rennen über das Motto der #912. So mancher hätte nach dem Zeitverlust von drei Minuten in der Anfangsphase aufgrund des Reifenschadens schon die Flinte ins Korn geworfen. Nicht so die Manthey-Mannschaft: "Unser Spirit war immer: 'Wir können es noch schaffen.' Denn wir hatten den Speed. Wir sind im Trockenen bis auf Platz zwei gefahren und haben den Abstand auf die #911 von 3:40 auf 2:30 Minuten reduziert. Wir haben wie die Hölle gepusht und nie aufgegeben. Dieser Spirit ist das absolut wichtigste."

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