Vorschau 24h Dubai 2018: Startschuss zur Langstreckensaison

Mehr als 90 Starter, 25 GT3-Autos und ein buntes Starterfeld: Die 24 Stunden von Dubai sind das erste Kräftemessen in der Langstreckensaison 2018

Nicht einmal zwei Wochen nach Beginn des Jahres 2018 kommt es in der Wüste Arabiens zum ersten Schlagabtausch der noch jungen Langstreckensaison. Das 24-Stunden-Rennen von Dubai (11. bis 13. Januar) hat sich in den vergangenen Jahren als feste Größe im Rennkalender vieler Teams etabliert. "Die 24 Stunden von Dubai sind eine großartige Breitensport-Veranstaltung", sagt Audi-Kundensport-Leiter Chris Reinke. "Amateure teilen sich mit Profis das Cockpit, können sich mit ihnen messen und haben Chancen auf Klassenerfolge und auf den Gesamtsieg."

Auch 2018 lockt der Saisonauftakt der Creventic 24h-Series zahlreiche Top-Piloten und Teams aus der GT- und Tourenwagen-Szene (zur Startliste) nach Dubai - darunter auch etliche aus dem GT-Masters oder der VLN bekannte Teams. Insgesamt haben haben mehr als 90 Teilnehmer für das Rennen auf dem 5,390 Kilometer langen Dubai Autodrome gemeldet, davon insgesamt 25 in den Top-Klassen A6-Pro und A6-Am für GT3-Autos.

Black Falcon schickt gleich drei Mercedes-AMG GT3 ins Rennen, Grasser bringt zwei Lamborghini Huracan, Car Collection zwei Audi R8 LMS an den Start. Auch Mücke, WRT, HTP und Manthey sowie GT3-Asse wir Markus Winkelhock, Christopher Mies oder Bernd Schneider stellen sich der Herausforderung 24h Dubai.

Feuerwerk
Feuerwerk in Dubai

Foto: Alexander Trienitz

Sie alle haben vor allem ein Ziel: Die Titelverteidiger von Herberth stürzen. Im vergangenen Jahr hatte die bayerische Porsche-Mannschaft, unterstützt vom heutigen Formel-1-Piloten und damaligen Porsche-Werksfahrer Brendon Hartley das Rennen gewonnen. In diesem Jahr werden Daniel Allemann, Ralf Bohn und die Brüder Alfred und Robert Renauer am Steuer des Porsche 911 GT3 R vom amtierenden Meister des deutschen Porsche-Carrera-Cups Dennis Olson unterstützt.

"Ich freue mich auf den Start in Dubai", blickt Teamchef Alfred Renauer zuversichtlich auf das Rennen. "In den vergangenen Jahren waren wir hier immer stark unterwegs. Die Strecke kommt unserem Porsche entgegen und wir werden auch dieses Mal wieder alles geben."

Auch ein Exot, der sich in den vergangenen Jahren eine große Fanbasis erarbeitet hat, geht in Dubai an den Start. Das Team Lamba Perfromance setzt nach einer längeren Rennpause erstmals eine überarbeitete Version des Ford GT3 ein, der von Nico Verdonck, Frank Kechele, Csaba Walter und Daniel Keilwitz gesteuert wird.

Stark besetzt ist auch die Porsche-Cup-Klasse, wo 14 Teams gemeldet haben, darunter erfahrene Mannschaften wie MRS und Fach. Elf Fahrzeuge zählt die Starterliste in der Klasse GT4, in der unter anderem Freddie Hunt, der Sohn des Formel-1-Weltmeisters von 1976 James Hunt an den Start geht. Seine offizielle Rennpremiere feiert nach erfolgter Homologierung der Mercedes-AMG GT4, den die Teams HTP, Black Falcon und Besagroup einsetzen.

"Wir haben in der vergangenen Saison extrem viele Testkilometer mit dem neuen Rennfahrzeug absolviert, um bestmöglich aussortiert zu sein", sagt Mercedes-Kundensport-Leiter Stefan Wendl. "Die Herausforderung ist natürlich hoch, gleich im ersten Rennen einen 24-Stunden-Marathon in der Wüste Dubais zu bestreiten. Aber wir sind optimistisch, dass wir zusammen mit den Kundenteams ein erfolgreiches Rennen fahren werden."

#68 Black Falcon, Porsche 991 Cup: Saud Al Faisal, Saeed Al Mouri, Anders Fjordbach, Alexander Toril
#68 Black Falcon, Porsche 991 Cup: Saud Al Faisal, Saeed Al Mouri, Anders Fjordbach, Alexander Toril

Foto: Alexander Trienitz

Hart umkämpft wird auch der Klassensieg in der TCR-Klasse sein, wo 14 Autos an dern Start gehen. Einer der Top-Favoriten ist die deutsche Mannschaft Engstler, die eine Evo-Version des Volkswagen Golf GTi TCR einsetzt. Mit den schnellen Youngstern Luca Engstler und Florian Thoma, dem Nordschleifen-Ass Benjamin Leuchter und dem amtierenden Meister der internationalen TCR-Serie Jean Karl Vernay ist das Auto hochkarätig besetzt. Ebenfalls erstmals bei einem Rennen eingesetzt wird die neue Generation des von JAS entwickelten Honda Civic TCR.

Los geht die Action in Dubai am Donnerstag mit zwei Freien Trainings ab 8:00 Uhr MEZ. Das Qualifying, bei dem Tourenwagen und GT-Autos getrennt auf die Strecke gehen, startet am Nachmittag, ehe ab 19 Uhr Ortszeit ein 90-minütiges Nachttraining folgt. Der Rennstart erfolgt am Freitag um 11 Uhr MEZ, 24 Stunden später fällt dann die Zielflagge. Das Qualifying und Rennen ist im kostenlosen Livestream auf unserer Schwesterseite 'Motorsport-Total.com' zu sehen.

Das Wetter wird bei der 24 Stunden von Dubai 2018 keine Rolle spielen. Für alle Tage sind trockene Bedingungen, Sonnenschein und Höchsttemperaturen von knapp 25 Grad vorhergesagt.

Zeitplan 24h Dubai 2018:

Donnerstag, 11. Januar:
08:00-09:00 Uhr: Erstes Freies Training (nur für Tourenwagen)
09:15-10:15 Uhr: Zweites Freies Training (nur für GTs)
10:30-11:30 Uhr: Drittes Freies Training (alle Autos)
13:00-13:45 Uhr: Qualifying (Tourenwagen)
14:00-14:45 Uhr: Qualifying (GTs)
16:00-17:30 Uhr: Nachttraining (alle Autos)

Freitag, 12. Januar:
08:00-08:30 Uhr: Warm-up
11:00 Uhr: Rennstart

Samstag, 13. Januar:
11:00 Uhr: Zieleinlauf

Alle Zeiten in MEZ, Ortszeit +3 Stunden.

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Rennstrecke Dubai Autodrome
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