Die größten Toyota-Dramen bei den 24h Le Mans

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Die größten Toyota-Dramen bei den 24h Le Mans
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18.06.2017, 16:26

Der japanische Hersteller Toyota kam dem Gesamtsieg bei den 24h Le Mans schon mehrfach sehr nahe, doch irgendetwas ging immer schief. Wir blicken zurück.

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1994

1994
1/6

Foto: : Jean-Philippe Legrand

Von 1987 bis 1993 hatte sich Toyota mit nur einer Ausnahme stets werksseitig in Le Mans engagiert. Doch erst mit dem japanischen SARD-Privatteam hatte die Marke 1994 eine echte Siegchance. Im Toyota 94CV lagen Eddie Irvine, Mauro Martini und Jeff Krosnoff auf Kurs zur Sensation. Dann brach das Schaltgestänge – nur 90 Minuten vor Rennende. Krosnoff brachte das Auto zwar noch zurück an die Box und die Crew reparierte, aber der Sieg war dahin. Das Toyota-Fahrzeug belegte "nur" Rang 2 hinter dem siegreichen Dauer-Porsche.

1998

1998
2/6

Foto: : Jean-Philippe Legrand

Mit dem GT-One griff Toyota 1998 nach dem Le-Mans-Triumph und schlug sich mit Thierry Boutsen, Ralf Kelleners und Geoff Lees auch hervorragend. In der Schlussphase führte das Trio mit 40 Sekunden. Knapp 1,5 Stunden vor Rennende ging jedoch das Getriebe ein, da es nicht mehr mit ausreichend Öl versorgt wurde. Das Aus für den GT-One.

1999

1999
3/6

Foto: : Toyota Racing

Wieder hatte Toyota gute Chancen auf den Sieg im Langstrecken-Klassiker von Le Mans. Wieder sollte es am Ende nicht sein. Allan McNish, Thierry Boutsen und Ralf Kelleners kämpften mit dem führenden BMW V12 LMR, als das Fahrzeug in den Nachtstunden von einem Konkurrenten abgeräumt wurde. Auch das Toyota-Schwesterauto mit Ukyo Katayama, Toshio Suzuki und Keiichi Tsuchiya agierte glücklos: Nach einem harten Ritt über die Randsteine – eingeleitet durch ein gegnerisches Fahrzeug – trat ein Reifenschaden auf, womit die Siegchance dahin war.

2014

2014
4/6

Foto: : Eric Gilbert

Mit leichten Vorteilen gegenüber Audi kämpfte Toyota mit dem TS040 um den Sieg in Le Mans. Ein fehlerhafter Sensor legte Kazuki Nakajima aber auf der Strecke lahm. Besonders bitter: Der Defekt hatte sich angedeutet, Nakajima war bereits an die Box bestellt worden. Dort hätte eine Reparatur erfolgen können, die das Auto von Nakajima, Alexander Wurz und Stephane Sarrazin im Rennen gehalten hätte. So aber hatte Audi freie Fahrt zum Sieg.

2016

2016
5/6

Foto: : Alexander Trienitz

Sebastien Buemi, Anthony Davidson und Kazuki Nakajima hatten Porsche erst ein- und überholt. Der Toyota TS050 fuhr in Le Mans einem sicheren Sieg entgegen. Dann aber verlor Nakajima 6 Minuten vor Rennende (!) in Führung liegend plötzlich den Vortrieb. Die Luftzufuhr zwischen Turbolader und Ladeluftkühler war undicht geworden, Nakajima hielt auf der Zielgeraden an. Weil die letzte Runde des Fahrzeugs länger als 6 Minuten gedauert hatte, wurde Toyota mit Buemi, Davidson und Nakajima nicht mal klassiert.

2017

2017
6/6

Foto: : Nikolaz Godet / Motorsport.com

Fast 10 Stunden lang führte Toyota mit dem TS050 das Rennen an. Mike Conway, Kamui Kobayashi und Stephane Sarrazin stolperten dann aber über eine Safety-Car-Phase, denn nach deren Ende stellte sich ein Kupplungsproblem ein und ließ den Toyota im 1. Gang verharren. In den Porsche-Kurven kam schließlich das Ende: Ausfall! Auch das Schwesterauto kam nicht viel weiter: Nur eine halbe Stunde nach dem Zwischenfall stellten Nicolas Lapierre, Yuji Kunimoto und Jose-Maria Lopez ihr Fahrzeug nach einem Reifenschaden ab. Die Verkleidung war beschädigt worden, das Auto hatte gebrannt. Und strandete just an der gleichen Stelle wie die Teamkollegen…

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