Toyota-Präsident: Hybridtechnologie noch nicht reif für 24h Le Mans?

Nach den von Aus- und Zwischenfällen geprägten 24h Le Mans 2017 äußert Toyota-Präsident Akio Toyoda seine Zweifel an der komplexen Technologie der LMP1-Fahrzeuge.

In einem nach dem Rennen veröffentlichten Statement erklärte Toyoda: "Dieses Mal waren Porsche und Toyota nicht dazu in der Lage, mit unseren Hybridautos ohne Zwischenfall über die Distanz von 24 Stunden zu kommen."

"Sowohl das Siegerauto mit der Startnummer 2 als auch unsere Nummer 8 waren zu langwierigen Reparaturen gezwungen. Beide Fahrzeuge mussten sich ins Ziel kämpfen."

"Durch unseren Wettbewerb in der Langstrecken-WM haben wir große Fortschritte bei der Hybridtechnologie gemacht. Und bei den 6-Stunden-Rennen [der WEC] haben wir die Möglichkeiten immer gut zur Schau gestellt."

"Aber es könnte sein, dass diese Hybridtechnologie noch nicht bereit ist für die große Distanz der 24 Stunden von Le Mans", meint der Toyota-Präsident.

Er wolle allerdings am Hybridgedanken festhalten, betont Toyoda und sagt: "Elektrische Energie ist absolut notwendig, wenn Autos eine noch emotionalere Präsenz bekommen sollen."

Toyoda bezeichnet Le Mans als "wertvolles Labor", in dem die Hersteller sich auch in Zukunft den "Herausforderungen der Technik" stellen könnten, um ihre Technologien in einem "extremen Umfeld" zu erproben.

Deshalb verspricht Toyoda unmittelbar nach der erneuten Niederlage in Le Mans: "Wir werden unsere Technologien weiter verfeinern und weiterentwickeln. Wir setzen alles daran, immer bessere Autos zu bauen."

Ein klares Bekenntnis zu den 24h Le Mans 2018 gab es von Toyoda nicht.

Toyota versucht inzwischen seit einigen Jahrzehnten, die 24 Stunden von Le Mans zu gewinnen, aber bisher vergeblich. Schon mehrfach stand die japanische Marke kurz vor dem Gesamtsieg, scheiterte jedoch oft dramatisch.

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