ByKolles-Hypercar: Lieferprobleme und Zoll sorgen für Verzögerungen

ByKolles möchte nächste Woche erstmals sein neues Hypercar anschmeißen - Probleme mit den Lieferungen haben zu Verzögerungen geführt

ByKolles-Hypercar: Lieferprobleme und Zoll sorgen für Verzögerungen

Der Brexit macht ByKolles mächtig zu schaffen: Gegenüber 'Sportscar365.com' erklärt Teamchef Colin Kolles, warum es bei der Entwicklung des neuen Hypercars zu Verspätungen gekommen ist. Aufgrund des Ausstiegs von Großbritannien aus der Europäischen Union hat es Probleme auf den Lieferketten gegeben, weshalb der Motor des Autos erst kommende Woche erstmals laufen wird.

Eigentlich wollte ByKolles bereits im Herbst erste Tests abspulen und das Auto bewegen. Jedoch gab es Lieferprobleme, weshalb das Getriebe nicht rechtzeitig zur Verfügung stand. Da die Teile jetzt langsam alle eintreffen, wird sich der Rennstall um den Homologationsprozess kümmern. Entwicklungsfahrer Tom Dillmann hat seine Sitzprobe bereits hinter sich gebracht.

"Das Getriebe ist bereit, aber es gibt Probleme mit dem Zoll, da wir ein Getriebe zurückschicken wollen, um ein neueres zu bekommen", so Kolles. "Das wird kommende Woche passieren und dann können wir das Auto wie geplant anwerfen. Der Motor ist dafür bereit und Gibson arbeitet schon am Rennmotor, der im Februar oder März fertig sein wird. Der Testmotor ist bereit."

Das erste Roll-out des neuen Hypercars soll auf einen lokalen Flughafen in der Nähe von Greding erfolgen. Das österreichische Team ist in Bayern direkt an der A9 beheimatet. Jedoch schneit es aktuell eine Menge, weshalb abgewartet werden muss, bis sich die Bedingungen verbessern. Außerdem bereitet sich das Team auf den Saisonstart vor, jedoch sei es nicht einfach, Teile zu organisieren, da die Lieferketten unterbrochen seien, so Kolles.

Die Langstrecken-WM (WEC) startet am 18. März 2022 in Sebring, Florida. Ob ByKolles sein Fahrzeug bis dahin homologieren wird, steht noch nicht fest, da die Entwicklung ins Stocken geraten ist. "Wir klären das mit den Organisatoren", erklärt Kolles. "Es gibt eine Verzögerung, die nicht unter unserer Kontrolle war. Wir müssen das Auto noch homologieren und dabei muss alles korrekt laufen."

Zu "99 Prozent" wird Kolles das Auto für die volle WEC-Saison 2022 melden, jedoch steht jetzt erst einmal das erste Anwerfen des Motors, der erste Test und die Homologierung im Fokus. "Wir haben aktuell zwei Monocoques und werden bis Februar drei haben", so Kolles über einen möglichen Einsatz von zwei Autos, den er nicht bestätigen möchte.

Außerdem muss der Rennstall noch seine Fahrer für die WEC-Saison 2022 bekanntgeben. Neben Dillmann ist auch Esteban Guerrieri Entwicklungsfahrer des Hypercar-Teams. Jedoch hat bisher nur Dillmann eine Sitzproble im Hypercar absolviert. "Die Fahrer, die eine Chance bekommen, in diesem Auto zu sitzen, wissen es bereits", gibt sich Kolles verschlossen.

Mit Bildmaterial von ByKOLLES.

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