Fernando Alonso: Le Mans ist wie geschaffen für LMP1

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Fernando Alonso: Le Mans ist wie geschaffen für LMP1
Heiko Stritzke
Autor: Heiko Stritzke
04.06.2018, 09:51

Fernando Alonso drehte beim offiziellen Testtag für die 24 Stunden von Le Mans seine ersten Runden auf dem Circuit de la Sarthe: Anders als im Simulator

Die Generalprobe für die 24 Stunden von Le Mans 2018 ist ihm perfekt gelungen: Fernando Alonso markierte im Toyota TS050 Hybrid auf dem Circuit des 24 Heures (auch: Circuit de la Sarthe) die Bestzeit beim Vortest. Noch wichtiger war die Vorbereitung auf das Rennen. Der Toyota #8 mit den (ehemaligen) Formel-1-Fahrern Alonso, Sebastien Buemi und Kazuki Nakajima spulte 108 Runden in den zwei Sitzungen ab, was immerhin rund einem Drittel der Renndistanz in zwei Wochen entspricht.

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"Das hat richtig Spaß gemacht", strahlt der McLaren-Formel-1-Pilot nach einem intensiven Tag. "Das Auto fuhr sich von der ersten Runde an gut und alle waren auf Anhieb zufrieden. Es ging darum, sich mit der Strecke anzufreunden. Ich hatte sie schon im Simulator trainiert und mir Cockpitaufnahmen vorheriger Jahre angeschaut, aber im echten Leben ist es doch eben etwas anders. Die Strecke ist wie geschaffen für diese Autos!"

So lief der Le-Mans-Testtag:

Der Testtag war die einzige Gelegenheit, sich vor der Rennwoche auf die neuerdings 13,626 Kilometer lange Strecke einzuschießen. Alonso spulte von den 108 Runden deren 40 ab - zehn davon waren obligatorisch, weil er als Rookie gilt. Insgesamt spulte er 545 Kilometer ab, was knapp zwei Formel-1-Distanzen entspricht. Am Dienstag vor dem Rennen wird noch ein kleiner Funktionstest auf dem Circuit Bugatti durchgeführt. Danach heißt es gut eine Woche warten, bis am Mittwoch, den 13. Juni die 86. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans beginnt.

Das sagen Alonsos Teamkollegen zum Testtag

Sebastien Buemi: „Ein positiver Tag mit vielen Kilometern und ohne jegliche Pannen. Für mich war es ein wenig schwieriger, denn ich saß zum falschen Zeitpunkt im Auto und kam somit nicht auf eine besonders lange Distanz. Es hat aber gereicht, um ein Gefühl zu bekommen und Daten zu sammeln. Die werden wir nun analysieren und unsere üblichen Vorbereitungen zu machen. Wir haben nun eine Woche Zeit bis zum Rennen, um alles zu überprüfen und eine letzte Feinabstimmung vorzunehmen.”

 

Kazuki Nakajima: „In Le Mans wieder ins Auto zu klettern ist jedes Mal aufregend. Das Auto fuhr sich am Morgen recht gut, die Streckenbedingungen waren sogar überraschend gut. Das hat Spaß gemacht, doch am Nachmittag war es mit den vielen Safety Car-Phasen nicht so schön. Andererseits werden wir wohl auch im Rennen genug davon erleben, also hatte das auch seinen Nutzen.”

Stimmen aus dem Schwesterfahrzeug #7

Mike Conway: „Schön, wieder in Le Mans unterwegs zu sein, darauf warten wir schon lange. Das Auto ist stark und wir machen da weiter, wo wir letztes Jahr aufgehört haben. Wir konnten uns darauf konzentrieren, das Auto für das Rennwochenende abzustimmen. Das war ein positiver Einstieg und ich freue mich jetzt schon aufs Rennen. Das kann gar nicht schnell genug kommen.”

 

Kamui Kobayashi: „Ich denke, es lief heute ganz gut. Hauptaufgabe war es, das Auto und die Fahrer wieder auf diese Strecke ab- beziehungsweise einzustimmen und ich bin zufrieden, wie das gelaufen ist. Es war schön, wieder hier in Le Mans zu sein, auch wenn es nur der Testtag war - ohne die einzigartige Atmosphäre des Rennwochenendes. Es ist eine der besten Rennstrecken der Welt und mir macht es jedes Mal ungeheuren Spaß, hier zu fahren. Ich bin schon voller Vorfreude auf das Rennwochenende.”

Jose Maria Lopez: „Es war ein guter Test und für mich besonders schön, hierher zurückzukehren. Ich bin zwar zum zweiten Mal hier in Le Mans, fühle mich aber noch immer wie ein Neuling. Ich konnte es kaum erwarten, ins Auto zu steigen. Der Abbruch am Morgen hat mich etwas Zeit im Cockpit gekostet, dafür konnte ich dann am Nachmittag drei Stints fahren. Ich bin zufrieden und freue mich darauf, meine Arbeit im Rennen fortzusetzen.”

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