24h Le Mans 2017: Schlagbare und unschlagbare Rekorde

Der Streckenrekord ist im Qualifying für die 85. Auflage der 24 Stunden von Le Mans bereits gefallen. Im Rennen könnten weitere Rekorde geknackt werden, andere hingegen nicht.

5.410,713 Kilometer: Der Distanzrekord bei den 24 Stunden von Le Mans, aufgestellt im Jahr 2010 von Mike Rockenfeller, Timo Bernhard und Romain Dumas im Audi R15 TDI plus. Sie legten auf ihrem Weg zum Sieg 397 Runden zurück und schlossen mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 225,228 km/h ab. Dabei löschten Rockenfeller/Bernhard/Dumas den 39 Jahre alten Distanzrekord von Helmut Marko und Gijs van Lennep (Porsche 917K) aus dem Jahr 1971 aus.

Der bestehende Distanzrekord von 2010 ist einer der Rekorde, die 2017 am wahrscheinlichsten fallen werden. Nico Hülkenberg, Earl Bamber und Nick Tandy kamen 2015 im Porsche 919 Hybrid bis auf 2 Runden an diesen Rekord heran.

405 km/h: Der absolute Topspeed auf dem Circuit de la Sarthe in Le Mans. Aufgestellt wurde diese Marke im Jahr 1988 von Roger Dorchy auf der Hunaudieres-Gerade, die damals noch keine Schikanen aufwies. Dorchy saß in einem von einem Peugeot-Motor angetriebenen WM P88.

Aufgrund der seit 1990 existierenden Schikanen ist ein solcher Topspeed heute nicht mehr zu erreichen. Bis einschließlich des 3. Qualifyings steht der Topspeed der diesjährigen Le-Mans-Rennwoche bei 340 km/h, gefahren von Oliver Webb im Nissan-getriebenen CLM P1/01 von ByKolles Racing im Freien Training am Mittwoch. Beim Vortest am 4. Juni allerdings fuhr Roberto Lacorte im LMP2-Dallara von Villorba Corse 341 km/h.

18: Die meisten Siege für einen Hersteller bei den 24 Stunden von Le Mans, gehalten von Porsche. In den Jahren 2015 und 2016 gelang Porsche dabei jeweils das Doppel in Form des Le-Mans-Sieges und des Titelgewinns in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC).

9: Die meisten Siege für einen Fahrer bei den 24 Stunden von Le Mans, gehalten von Tom Kristensen. "Mister Le Mans" gewann 7 Mal mit Audi, einmal mit Porsche und einmal mit Bentley. Die Jahre, in denen Kristensen dem siegreichen Fahrertrio angehörte: 1997, 2000, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2008 und 2013.

9: Die meisten Podestplätze in Folge für einen Fahrer bei den 24 Stunden von Le Mans, gehalten von Emanuele Pirro. Der Italiener stand in den Jahren 1999 bis 2007 jedes Mal auf dem Podest und war dabei jedes Mal für Audi unterwegs.

5: Die meisten Pole-Positions für einen Fahrer bei den 24 Stunden von Le Mans, gehalten von Jacky Ickx. Der Belgier legte die Qualifying-Bestzeit in den Jahren 1975, 1978, 1981, 1982 und 1983 hin.

33: Die meisten Starts für einen Fahrer bei den 24 Stunden von Le Mans, gehalten von Henri Pescarolo.

66: Die längste Serie an Le-Mans-Teilnahmen in Jahren für einen Hersteller, gehalten von Porsche. Die deutsche Marke ist seit 1951 ununterbrochen bei den 24 Stunden von Le Mans am Start. Dabei kamen zusammengerechnet bislang 788 Prototypen und GT-Autos von Porsche zum Einsatz.

18,51%: Anhand der Historie der 84 bisherigen 24 Stunden von Le Mans die Wahrscheinlichkeit für den Rennsieg von der Pole-Position. Zuletzt fuhren Romain Dumas, Neel Jani und Marc Lieb im Jahr 2016 im Porsche 919 Hybrid von der Pole-Position zum Sieg.

40,74%: Anhand der Historie der 84 bisherigen 24 Stunden von Le Mans die Wahrscheinlichkeit für einen Ausfall des von der Pole-Position startenden Autos. Diese wenig schmeichelhafte Erfahrung wurde zuletzt von Toyota im Jahr 2014 mit Alexander Wurz, Stephane Sarrazin und Kazuki Nakajima gemacht.

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Rennserien Le Mans , WEC
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