24h Le Mans 2017: Toyota sagt neuen Streckenrekord voraus

Für das dreigeteilte Qualifying zur 85. Auflage der 24h Le Mans erwartet man im LMP1-Team von Toyota eine neue Rekordrunde auf dem Circuit de la Sarthe.

Am Wochenende ist es soweit: Die legendären 24 Stunden von Le Mans werden zum 85. Mal ausgetragen. Das Qualifying geht wie gewohnt in 3 Sessions über die Bühne, wobei die schnellste Runde aus einer dieser 3 Sessions die Pole-Position einbringt.

Der Streckenrekord auf dem in der aktuellen Konfiguration 13,629 Kilometer langen Circuit de la Sarthe in Le Mans steht bei 3:16,887 Minuten. Aufgestellt wurde die Fabelzeit vor 2 Jahren im Qualifying von Neel Jani im Porsche 919 Hybrid.

Für die diesjährige Auflage rechnet man im Lager von Porsche-Konkurrent Toyota aber mit einem neuen Streckenrekord. Beim offiziellen Vortest am 4. Juni fuhr Toyota-Pilot Kamui Kobayashi mit dem TS050 Hybrid bereits 3:18,132 Minuten. Im Qualifying in dieser Woche soll es laut Toyota noch deutlich schneller zugehen.

Kobayashi mit Test-Bestzeit "nicht zufrieden"

"Ich war mit meiner Runde nicht zufrieden", spricht Kobayashi im Gespräch mit Motorsport.com die Tatsache an, dass seine Test-Bestzeit nicht auf einer freien Runde zustande kam, sondern er stattdessen Autos überholen musste. "Ich glaube, der Rekord kann unterboten werden. Wir werden es versuchen", so der Japaner, der sich den #7 Toyota mit Mike Conway und Stephane Sarrazin teilt.

Teamkollege Sebastien Buemi, neben Anthony Davidson und Kazuki Nakajima einer der 3 Fahrer des #8 Toyota, stimmt Kobayashi zu. "Sofern es die Streckenbedingungen zulassen, kann es einen neuen Rekord geben. Ich glaube, wir könnten eine Zeit von 3:15 Minuten sehen", lehnt sich Buemi aus dem Fenster.

Toyota-Technikchef: Neuer Rekord "logisch"

Toyota-Technikchef Pascal Vasselon bezeichnet einen neuen Le-Mans-Streckenrekord sogar als "logisch". Hintergrund: Der Circuit de la Sarthe ist für die 85. Auflage der 24 Stunden von Le Mans an einigen Stellen neu asphaltiert worden.

So geht Vasselon trotz der Tatsache, dass die Aerodynamik der LMP1-Autos für 2017 beschnitten wurde, von besseren Rundenzeiten als in den vergangenen Jahren aus. "Wenn man sich die Trends vor Augen führt, sollte der bestehende Rekord geschlagen werden", meint der Toyota-Technikchef.

Seit der von Neel Jani im Juni 2015 gefahrenen Rekordrunde in 3:16,887 Minuten hat man nicht nur die Aerodynamik der LMP1-Autos beschnitten. Schon im vergangenen Jahr wurde die Motorleistung um 7 Prozent reduziert. Die Pole-Zeit 2016, die ebenfalls von Jani gefahren wurde, wurde mit 3:19,733 Minuten notiert. Dabei spielte aber nicht nur die reduzierte Motorleistung, sondern auch das Wetter eine Rolle.

Für diese Woche sieht die Wettervorhersage deutlich besser aus als es 2016 der Fall war. Man darf gespannt sein, ob Toyota mit der Ankündigung eines neuen Streckenrekords Recht behält und wenn ja, ob sogar wie von Buemi prognostiziert die Marke von 3:16 Minuten geknackt wird.

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Über diesen Artikel
Rennserien Le Mans , WEC
Veranstaltung 24h Le Mans
Rennstrecke Le Mans
Fahrer Kamui Kobayashi , Sébastien Buemi
Teams Toyota Racing
Artikelsorte News
Tags circuit de la sarthe, le mans, lmp1, pole-zeit, qualifying, rekord, rundenrekord, streckenrekord, toyota, vorhersage