Porsche 911 RSR 2019 mit Turbo? Was Porsche wirklich getestet hat

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Porsche 911 RSR 2019 mit Turbo? Was Porsche wirklich getestet hat
Autor: Heiko Stritzke
03.10.2018, 08:36

Bilder eines Porsche 911 RSR mit einer kreativen Auspuffführung machten vor zwei Wochen die Runde - Was es mit dem angeblichen Turbo auf sich hat

Die Fans wurden vermutlich umsonst in Aufruhr versetzt: Bilder eines Porsche 911 RSR mit einer kreativen, nach vorne gerichteten Auspuffführung aus Weissach heizten bei 'Auto Motor und Sport' Spekulationen an, dass Porsche beim GTE-Modell ab 2019 auf einen Turbomotor setzen könnte. Der neue Bolide hätte im Rahmen der Porsche Reunion Ende September enthüllt werden soll.

Bekanntermaßen wurde am Laguna Seca Raceway ein neues Porsche-Modell enthüllt, allerdings ein 935 auf GT2-Basis. Was aber hat Porsche dann in Weissach getestet? Quellen aus dem Porsche-Umfeld geben gegenüber 'Motorsport.com' Entwarnung: Es habe sich schlicht um einen Saugmotor-Elfer gehandelt, der aufgrund seiner enormen Lautstärke im normalen WEC-/IMSA-Trimm mit dem seitlichen Auspuff schallgedämpft wurde. Einigen Anwohnern waren die ungedämpften RSR wohl etwas zu viel des Guten.

Der gänzlich andere Klang des Porsche 911 RSR ist ebenfalls einfach erklärt: Werden die Auspuffrohre nicht in der Mitte zusammengeführt, weichen die hohen Kreisch-Frequenzen einem sonoren Brummen. So war es auch beim aktuellen RSR mit Mittelmotor-Konzept in der ersten Version. Auch damals wurde dem Fahrzeug ein Turbomotor angedichtet.

#92 Porsche GT Team Porsche 911 RSR: Michael Christensen, Kevin Estre, Laurens Vanthoor

#92 Porsche GT Team Porsche 911 RSR: Michael Christensen, Kevin Estre, Laurens Vanthoor

Foto: JEP / LAT Images

Erst zu den 24 Stunden von Le Mans 2017 stellte Porsche die Abgasführung um, weil sich an den seitlich am Heck mündenden Auspuffrohren aufgewirbelte Gummireste entzünden konnten (so geschehen bei den 6 Stunden von Silverstone 2017). So entstand der bei den Fans so beliebte kreischende Sound des aktuellen, ungedämpften Boliden.

Porsche wird beim RSR-Modell vorerst beim Saugmotor bleiben. Noch bei den 24 Stunden von Le Mans 2018 verkündeten die RSR stolz "Sauger" (was in Anbetracht des "Sau"-Retrodesigns zu netten Wortspielen einlud) auf der Karosserie. Und aktuell hat Porsche gar keinen Grund, das RSR-Konzept umzustellen, schließlich hat der GTE-Bolide zum 70-jährigen Jubiläum gerade erst die 24 Stunden von Le Mans überlegen gewonnen und führt die Meisterschaft in der WEC-"Supersaison" 2018/19 momentan an.

Allerdings testet Porsche aktuell auch ein 911-Turbomodell: Den Porsche 911 GT2 RS für die neu geschaffene GT2-Klasse von Stephane Ratel.

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Autor Heiko Stritzke
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