Porsche holt zwei IMSA-Asse ins LMDh-Programm

Porsche setzt bei der Entwicklung seines LMDh-Boiden auf Routine: Dane Cameron und Felipe Nasr werden den noch zu benennenden Prototypen steuern

Porsche holt zwei IMSA-Asse ins LMDh-Programm

Dane Cameron und Felipe Nasr ergänzen ab 2022 den Werksfahrerkader von Porsche Motorsport. Das hat Porsche im Rahmen seiner Jahresabschlussfeier bekanntgegeben. Die Verpflichtung hatte sich bereits abgezeichnet, weil beide Fahrer auf der Nennliste für die IMSA Sportscar Championship 2022 fehlen.

Damit hat sich Porsche die Dienste zweier äußerst erfolgreicher IMSA-Stars gesichert. Der 33-jährige Amerikaner Cameron hat 2016 und 2019 den Titel in der IMSA Sportscar Championship gewonnen. Holte er die Meisterschaft im Jahr 2016 noch für Action Express Racing auf Corvette DP, war er 2019 bereits bei seinem auch künftigen Arbeitgeber Penske an Bord, damals allerdings noch mit Acura.

Der 29-jährige Ex-Formel-1-Pilot Nasr aus Brasilien sicherte sich 2018 und in diesem Jahr die Meisterschaft in der nordamerikanischen Langstrecken-Rennserie. Er saß beide Male auf einem Cadillac von Action Express Racing. Beiden Fahrern fehlt noch ein Sieg bei den 24 Stunden von Daytona.

Ab 2023 werden sie dazu die Chance bekommen, wenn Penske und Porsche zum Großangriff auf die IMSA und die Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) greifen. Für 2022 hat Porsche lediglich Testfahrten, aber keine Renneinsätze angekündigt. Zumindest in der WEC wären LMDh-Boliden schon 2022 startberechtigt.

Porsche verkündet auch eine weitere Personalie: Die Leitung des Projekts hat der erfahrene Schweizer Urs Kuratle übernommen. Das kommt nicht überraschend. Der frühere Sauber-Chefmechaniker ist seit 2013 bei Porsche und seit 2019 "Director Motorsport Operations", was Renn- und Testbetrieb beinhaltet.

"Wir arbeiten gemeinsam mit unserem Partner Penske konsequent an der Entwicklung des neuen LMDh-Prototypen und sind dabei im ständigen Austausch mit dem Chassis-Hersteller Multimatic", erklärt Porsche-Motorsportchef Thomas Laudenbach. "Im Januar beginnen wir mit intensiven Testfahrten, um für den Wettbewerb 2023 optimal gerüstet zu sein."

Neel Jani wird in Verbindung mit dem LMDh-Programm nicht erwähnt. De einzige Rolle, die Porsche ihm bislang offiziell zugespielt hat, ist als Ersatzfahrer in der Formel E. Jani hat angedeutet, dass er auch für einen anderen Hypercar-Hersteller antreten könnte.

Mit Bildmaterial von Porsche.

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