24h Le Mans

Porsche testet 911 RSR wieder mit Zentralauspuff

geteilte inhalte
kommentare
Porsche testet 911 RSR wieder mit Zentralauspuff
Autor:

Der Porsche 911 RSR testete in Monza mit einer neuen, alten Auspuffführung - Freunde des Kreisch-Sounds sollten dennoch nicht in Euphorie verfallen

Porsche war mit dem 911 RSR bei einem Test in Monza wieder mit einer zentral geführten Auspuffanlage unterwegs. Die Abgasanlage dürfte bei vielen Fans Hoffnungen wecken, dass der bereits legendäre Kreisch-Sound der Variante von 2017 bis 2019 zurückkehren wird. Dem ist jedoch nicht so.

Viel mehr handelt es sich um eine Variante mit Schalldämpfer. Hintergrund: Es gibt in der GTE-Kategorie einen kleinen Markt für Kundenfahrzeuge. Kunden stehen jedoch mit den lauten Versionen des RSR teils vor Problemen, wenn es ums Testen geht. Gerade in Europa werden die Lärmvorschriften immer strikter und könnten so Testfahrten oder gar Renneinsätze verhindern.

"Wir planen, zehn Kundenfahrzeuge zu verkaufen und wollen sicherstellen, dass unsere Kunden auf so vielen Strecken wie möglich damit fahren können", sagt Pascal Zurlinden, Leiter Werksmotorsport bei Porsche, gegenüber 'Sportscar365'. "Wir haben uns entschieden, einen weniger lauten Auspuff zu entwickeln, um für die Zukunft gerüstet zu sein."

Porsche strebt für die neue Anlage zwar eine Homologation an. Ob sie künftig auch bei den Werksautos zum Einsatz kommt, ist aber noch unklar. Denn sie sorgt für mehr Gewicht an einem ziemlich ungünstigen Ort. Ein Grund der Verlegung des Auspuffs an die Seite beim Porsche 911 RSR-19 war das Einsparen von Gewicht hinter der Hinterachse.

Überhaupt wäre es bereits die vierte Auspuffvariante an Porsches 2017 eingeführten GTE-Boliden. Die ursprüngliche Auspuffführung mit zwei getrennt voneinander ins Freie führenden Auspuffrohren wurde schon nach zwei Rennen verworfen, weil sich aufgesammelter Gummibelag an den heißen Endrohren entzünden konnte.

Es folgte der Zentralauspuff, bei dem auch der Schalldämpfer rausflog. Ein Sound, von dem die Fans bis heute schwärmen. Dieser verschwand mit Einführung der 2019er-Evolution wieder, als der Auspuff seitlich ins Freie führte.

Auch diese momentan eingesetzte Variante ist so laut, dass Porsche für die Tests in Weissach einen DIY-Schalldämpfer verwenden musste, was sogar zu Spekulationen über einen Turbomotor führte. Die jetzt getestete Variante ist am ehesten mit früheren Modellen von 2007 bis 2016 zu vergleichen, als Porsche zumindest in Europa auf einen schallgedämpften Zentralauspuff setzte.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

Hygienekonzept 24h Le Mans 2020 mit Fan-Inseln und Maskenpflicht

Vorheriger Artikel

Hygienekonzept 24h Le Mans 2020 mit Fan-Inseln und Maskenpflicht

Nächster Artikel

"Unsere beste Performance": ByKolles neue Rebellion-Gefahr in Le Mans?

"Unsere beste Performance": ByKolles neue Rebellion-Gefahr in Le Mans?
Kommentare laden

Artikel-Info

Rennserie 24h Le Mans , WEC , IMSA
Autor Heiko Stritzke