Testtag 24h Le Mans: Alonso vorne, Rebellion stark

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Testtag 24h Le Mans: Alonso vorne, Rebellion stark
Autor: André Wiegold
Co-Autor: Roman Wittemeier
03.06.2018, 16:49

Fernando Alonso ist für Toyota beim Vortest für die 24h von Le Mans die schnellste Zeit gefahren – Rebellion sprengt das Toyota-Duo an der Spitze

#8 Toyota Gazoo Racing Toyota TS050: Sebastien Buemi, Kazuki Nakajima, Fernando Alonso, Jose Maria L
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#7 Toyota Gazoo Racing Toyota TS050: Mike Conway, Kamui Kobayashi, Jose Maria Lopez, Fernando Alonso
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#11 SMP Racing BR Engineering BR1: Jenson Button
#11 SMP Racing BR Engineering BR1: Mikhail Aleshin, Vitaly Petrov, Jenson Button
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Beim Vortest für die 24h von Le Mans hat Fernando Alonso für Toyota die schnellste Runde in den Asphalt gebrannt. Der Spanier benötigte für seine schnellste Umrundung 3:19,066 Minuten. Insgesamt überzeugte der Ex-Formel-1-Weltmeister mit konstanten Stints und schnellen Trainingsrunden. Auf Platz zwei landete Mathias Beche im Rebellion-LMP1. Ihm fehlten nur 0,614 Sekunden auf den Toyota auf Platz eins. Den letzten Versuch, noch an die Spitze zu gelangen, musste Thomas Laurent im Rebellion aufgrund von Roten Flaggen abbrechen. Auf dem dritten Rang fuhr Kamui Kobayashi im Schwester-Toyota mit der Startnummer 7.

Während der Nachmittagssession blickten die Teamchefs immer wieder in den Himmel, da viele dunkle Wolken über den legendären Kurs im französischen Le Mans zogen. Ein echter Regenschauer blieb aber aus. In der Anfangsphase des zweiten Testteils fuhr Alonso beeindruckend die schnellste Runde und verdrängte somit seinen Toyota-Kollegen Kobayashi von Platz eins.

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Beche gelang es, das Toyota-Duo mit einer Rundenzeit von 3:19,680 Minuten zu sprengen – so schnell war ein Privatteam in Le Mans noch nie. Der zweite Rebellion, den Vitaly Petrow am schnellsten bewegte, landete hinter dem Toyota auf Platz vier. Die Top 5 komplettierte SMP. Die Sitzung musste zwischenzeitig für rund 15 Minuten unterbrochen werden, da der Funkverkehr zwischen der Rennleitung und den Sportwarten abgebrochen war.

Für Jenson Button lief der Test in seinem SMP-LMP1-Boliden mit der Startnummer 11 alles andere als nach Plan. Das Team arbeitete lange Zeit am Fahrzeug, weshalb die Fahrer nur vergleichsweise wenige Runden auf der Strecke absolvieren konnten. Am Ende landete das Auto auf dem fünften Rang.

Der ehemalige Formel-1-Pilot sagt: "In den ersten Kurven nach dem Dunlop-Bogen fallen die Kurven jeweils nach innen ab. Da lenkt das Auto quasi von ganz allein. Es fühlt sich an, als habe man als Fahrer überhaupt keinen Einfluss. Auf der langen Mulsanne-Geraden zieht der Wagen immer zu einer Seite, weil es öffentliche Straße ist, die nach außen abfällt. Wenn man dort die Seite wechseln möchte, dann muss man ganz schön hart arbeiten."

SMP-Teamkollege Stephane Sarrazin sagt über Button: "Jenson lernt schneller als viele andere. Er hat innerhalb kurzer Zeit richtig gute Schritte gemacht. Ich habe ihn gestern beim Trackwalk mitgenommen und ihm ein paar Stellen gezeigt, an denen es richtig gefährlich werden kann." Sarrazin habe dem erfahrenen Rennfahrer auch gezeigt, an welchen Orten man in Le Mans lieber nicht überrunden soll. Button habe alle Tipps "perfekt umgesetzt" und "beherzigt", so der SMP-Fahrer.

In der LMP2-Kategorie war der DragonSpeed-Oreca mit der Startnummer 31 am schnellsten. Nathanael Berthon umrundete den Kurs in 3:27,228 Minuten. Auf Platz zwei landete der Oreca von IDEC Sport. Die Top 3 komplettierte G-Drive mit der Startnummer 26, in dem Jean-Eric Vergne seine schnellste Zeit des Testtages in Le Mans fuhr.

In der GTE-Pro-Klasse, in der beim Vortest kein "Sandbagging" betrieben wurde, setzte sich Porsche durch. Patrick Pilet benötigte für seine schnellste Runde im Porsche 911 RSR 3:52,551 Minuten. Sein Markenkollege Frederic Makowiecki war nur 0,116 Sekunden langsamer. Er beendete den Vortest auf Rang zwei. Porsche besiegte damit die dominanten Fords, die am Morgen noch das Geschehen kontrolliert hatten.

Der schnellste Ford war der Ganassi-GT von Andy Priaulx, der für die Umrundung des Kurses 3:53,008 Minuten benötigte. In der GT-Am-Wertung setzte sich das Porsche Team von Dempsey gegen Spirit of Race und Clearwater durch. Aston Martin hatte an der Spitze kein Wörtchen mitzureden. Es wird aber davon ausgegangen, dass die Marke noch nicht ihr komplettes Potenzial gezeigt hat.

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