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Styve Juif: "Der schwierigste Teil kommt noch"

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Styve Juif: "Der schwierigste Teil kommt noch"
Autor:
, Motorsport.com Switzerland
Übersetzung: Michael Bieri, Motorsport.com Switzerland
30.05.2019, 14:46

Styve Juif, der zusammen mit seiner Beifahrerin und Partnerin Cyliane Michel die ersten beiden Läufe der Clio R3T ALPS Trophy für sich entschieden konnte, rechnet damit, dass ihm seine Gegner bei den nächsten Rallyes, in erster Linie bei der Rallye du Chablais an diesem Wochenende, das Leben deutlich schwerer machen werden.

Der Franzose aus dem Grenzdepartement Doubs verfügt mit gerade mal 26 Jahren bereits über eine beachtliche Menge Erfahrung im Rallyesport, wo er 2012 am Steuer des Lotus Exige seines Vaters debütierte. Nach mehreren Rallyes mit dem britischen Auto entschied sich Styve Juif 2014 für den Wechsel auf den Peugeot 207 R3, mit dem er so gute Leistungen zeigte, dass er am Finale des französischen Rallye-Cups teilnehmen konnte. Dort siegte er sowohl in der Trophée Junior als auch in der Kategorie R3.

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Styve Juif, Cyliane Michel, Renault Clio RS

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Photo de: Martin Rizand

Im vergangenen Jahr entschied er sich allerdings für den Clio R3T und die Schweizer Meisterschaft Alps, die er damals zum ersten Mal bestritt. "Nach diesen Jahren mit dem 207 war es Zeit für einen Wechsel", sagte der Franzose gegenüber Motorsport.com. "Zudem bot sich dadurch die Möglichkeit, in einem Markencup fahren zu können, bei dem alle das gleiche Auto haben. Und das Paket ist sehr interessant, mit Boni, Benzin und Reifen, die uns zur Verfügung gestellt werden.“

"Das Niveau ist sehr hoch, was durch die Leistungen einiger Teilnehmer bei der Rallye du Mont Blanc Ende des Jahres bestätigt wurde. Das war schlussendlich der ausschlaggebende Punkt für die Clio R3T Alps Trophy."

"Es gab in dieser Saison zwar einige schöne Momente, aber insgesamt war es doch ziemlich schwierig mit all den Ausfällen.“

Tatsächlich sollte sich die Saison 2018 für Styve Juif und seinen Beifahrer Alex Florenson schwieriger gestalten als erwartet. Auf den beeindruckenden Start in die Meisterschaft mit dem Auftaktsieg bei der Rallye Pays du Gier folgte eine Serie Missgeschicke (Unfälle oder technische Probleme), die sie in der Meisterschaft zurückwarfen. Sie beendeten die Saison schlussendlich auf dem dritten Platz des Gesamtklassements.

Nach dieser ersten Saison entschied sich Styve Juif, ein zweites Jahr in der Trophy anzuhängen, um seine Ziele zu verwirklichen. "Das Auto hat sich im Vergleich zum Vorjahr enorm verbessert", fährt Styve Juif fort. "Wir haben vieles erneuert und ein Team [Juif Sport] gegründet, so dass wir zusätzliche Leute engagieren konnten, die uns unterstützen. Wir haben versucht, an alles zu denken, um so gut wie möglich vorbereitet zu sein. Dazu gehört auch, dass meine Partnerin [Cyliane Michel] nun auch meine Beifahrerin ist, was 2018 noch nicht möglich war. Wir haben in dieser Saison nun deutlich bessere Bedingungen als im Vorjahr.“

Cyliane Michel, Renault Clio RS, Juif Sport

Cyliane Michel, Renault Clio RS, Juif Sport

Und die Ergebnisse liessen nicht lange auf sich warten – ein Sieg bei der Rallye Pays du Gier zum Auftakt der Saison (genau wie im Vorjahr), der allerdings durch den Unfall von Nicolas Lathion und die Disqualifikation von Thibaud Mounard, der die Rallye ursprünglich als Sieger beendet hatte, begünstigt wurde. Beim Critérium Jurassien gelang Juif und Michel ein zweiter Sieg, diesmal diskussions- und fehlerlos mit hohem Speed und beeindruckender Konstanz. 

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Nach diesen ersten beiden Veranstaltungen belegen Styve Juif und Cyliane Michel momentan die Tabellenspitze (167 Punkte) vor Ismaël Vuistiner und Florine Kummer (143) sowie Karl-Friedrich Beck und Hans-Peter Loth (133).

Styve Juif weiss allerdings, dass mit dem dritten Saisonlauf, der Rallye du Chablais, ein harter Brocken ansteht. "Es stimmt, dass die Saison bislang sehr gut verlaufen ist, auch wenn wir bei der Pays du Gier viel Glück hatte", so der Franzose weiter. "Aber der schwierigste Teil kommt noch."

Bei der Rallye du Chablais an diesem Wochenende wird das Hauptziel darin bestehen, den ganzen Weg zu gehen und große Punkte zu sammeln, anstatt zu gewinnen.

Styve Juif.

"Die Chablais war im Vorjahr ziemlich schwierig für uns. Wir hatten ein Problem mit der Motoraufhängung und mussten den Grossteil der Veranstaltung mit einem speziellen Gurt zur Befestigung fahren und waren entsprechend vorsichtig unterwegs. Und bei der Rallye du Valais mussten wir gleich zu Beginn aufgeben. Das sind also zwei Veranstaltungen, die ich mit einem nicht ganz so guten Gefühl angehen werde."

Styve Juif, Cyliane Michel, Renault Clio RS

Styve Juif, Cyliane Michel, Renault Clio RS

"Bei der Chablais an diesem Wochenende ist das Hauptziel nicht unbedingt, zu gewinnen, sondern ins Ziel zu kommen und so viele Punkte wie möglich mitzunehmen. Natürlich würde ich gerne von Anfang an attackieren, aber ich denke, es ist besser, vernünftig zu sein und abzuwarten, denn wenn wir abfliegen, wird es uns das in der Meisterschaft teuer zu stehen kommen. Wenn wir in den Punkten ins Ziel kommen, bin ich schon sehr zufrieden.“

"Zudem ist die Chablais eine Rallye, die viele unserer Gegner besser kennen als wir. Einige haben sie bereits fünf oder sechs Mal bestritten. An diesem Wochenende werde ich mich vor allem auf Ismaël Vuistinier konzentrieren. Letztes Jahr war er sehr schnell unterwegs, ehe er von der Strecke abkam."

Aber Ismaël Vuistinier ist nicht der einzige, der die Siegesserie von Styve Juif beenden will. Auch Karl-Friedrich Beck, Nicolas Lathion und Thibaud Mounard legen es an diesem Wochenende darauf an, den aktuellen Tabellenführer auf den schönen Straßen von Le Chablais zu bezwingen. 

 
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