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8h Sepang: Regen, Unfälle und Sieg für YART-Yamaha

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8h Sepang: Regen, Unfälle und Sieg für YART-Yamaha
Autor:
14.12.2019, 14:24

Regen beeinflusst die EWC-Premiere in Malaysia - Kollision zwischen Mike di Meglio und Michael van der Mark sorgt für Aufregung - Niccolo Canepa holt Sieg für YART

Das österreichische YART-Yamaha-Team hat die Premiere der Langstrecken-WM in Sepang (Malaysia) gewonnen. Wegen starkem Regen dauerte das Rennen statt acht Stunden lediglich etwas mehr als drei. Niccolo Canepa fuhr die verkürzte Distanz durch, während seine Teamkollegen zuschauen mussten. Der Italiener triumphierte schlussendlich souverän. Das Yamaha-Sepang-Team mit Franco Morbidelli, Hafizh Syahrin und Michael van der Mark wurde durch eine Kollision um ein Topergebnis gebracht.

Wegen extrem starken Regens musste der Start Samstagmittag (Ortszeit) verschoben werden. Nach einer Aufwärmrunde war klar, dass ein Rennen mit dem vielen Wasser auf der Strecke nicht durchführbar war. Die Teams zogen sich in die Box zurück. Dennoch galt das Rennen als offiziell gestartet.

Etwa zwei Stunden später gab es dann einen Versuch, das Rennen aufzunehmen. Die Fahrer fuhren hinter dem Safety-Car, doch sie signalisierten der Rennleitung, dass man bei diesen Bedingungen nicht fahren kann. Das Rennen wurde somit nicht freigegeben, sondern erneut unterbrochen. Im Laufe des Nachmittags lies der Regen dann nach.

Duell um die Führung: Di Meglio räumt van der Mark ab

Für die letzten drei Stunden wurde das Rennen schließlich doch freigegeben. Michael van der Mark (Yamaha-Sepang-Racing) führte das Feld an, aber der Niederländer wurde bald von Mike di Meglio (F.C.C. TSR Honda France) eingeholt und überholt. Es entbrannte ein Duell um die Spitze. Auf abtrocknender Piste konnte van der Mark wieder überholen und die Führung übernehmen.

Aber dann geschah die Szene des Rennens. Di Meglio versuchte in der Zielkurve, der Haarnadelkurve, zu überholen. Aber das Manöver ging schief. Di Meglio und van der Mark kollidierten. Beide gingen zu Boden. Di Meglio war rasch wieder auf den Beinen und konnte weiterfahren. Van der Mark brachte sein Motorrad an die Box zurück.

Mit drei Runden Rückstand konnte das Yamaha-Team das Rennen wieder aufnehmen. Die Sieghoffnungen waren aber geplatzt, bevor van der Marks Teamkollegen Morbidelli und Lokalmatador Syahrin überhaupt eine Runde fahren konnten. Sie starteten dennoch eine Aufholjagd und kamen noch auf Platz sieben ins Ziel. Morbidelli fuhr die schnellste Rennrunde.

Canepa triumphiert für YART im Alleingang

TSR-Honda behauptete die Führung, doch dann stürzte di Meglio ein zweites Mal. Dadurch erbte das österreichische YART-Yamaha-Team die Spitze. Canepa fuhr das komplette Rennen der Mannschaft mit der Startnummer 7 durch. Der Italiener musste auch mit technischen Problemen kämpfen. Eine Stunde lang funktionierte die Elektronik nicht. Er hatte keine Traktionskontrolle oder den Quickshifter zur Verfügung.

Canepa gelang es, das System neu zu starten. Die letzten beiden Stunden wurden unter Flutlicht auf abtrocknender Strecke absolviert. Statt der geplanten acht Stunden betrug die Renndistanz nur drei Stunden. Canepa drehte insgesamt 80 Runden. Seine Teamkollegen Karel Hanika und Broc Parkes legten keinen einzigen Meter zurück.

Nur ein anderes Team war im Ziel nicht von Canepa überrundet worden. Das war die Honda-Mannschaft mit der Startnummer 88, für die Zaqhwan Muhammad Zaidi, Andi Farid Izdihar und Somkiat Chantra fuhren. Platz drei auf dem Podest sicherte sich das BMW-Team #37 mit Ilya Mikhalchik und Markus Reiterberger.

Den vierten Platz im Gesamtklassement belegte das Team Moto Ain #96. Robin Mulhauser, Roberto Rolfo und Hugo Clere entschieden damit die Superstock-Wertung für sich. Platz fünf ging an Tabellenführer Suzuki-Endurance mit den Fahrern Vincent Philippe, Etienne Masson und Gregg Black. Rang sechs sicherte sich SRC Kawasaki-Frankreich mit David Checa, Erwan Nigon und Jeremy Guarnoni.

Das nächste Rennen der Langstrecken-Weltmeisterschaft EWC findet am 18. und 19. April 2020 in Frankreich statt. Dann gehen die berühmten 24 Stunden in Le Mans über die Bühne.

Mit Bildmaterial von FIM EWC.

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Artikel-Info

Rennserie FIM Endurance
Autor Gerald Dirnbeck