Miguel Oliveira: Freue mich auf die 12 Stunden

Der amtierende Moto3-Vizeweltmeister Miguel Oliveira wird in der Langstrecken-Weltmeisterschaft an den 12 Stunden von Portimao teilnehmen. Motorsport.com sprach mit dem Leopard Moto2-Piloten.

Nach sechs Grand-Prix-Siegen und sieben weiteren Podesten ist der Portugiese Miguel Oliveira 2016 in die Moto2-Klasse gewechselt. Er teilt sich jetzt eine Box mit seinem letztjährigen Hauptkontrahenten Danny Kent. Beide fahren im Leopard Racing Team Kalex-Maschinen.

Das Team wird von den deutschen Kiefer-Brüdern geleitet, welche 2011 zusammen mit Stefan Bradl den Moto2-WM-Titel holen konnten.

Beim Italien Grand Prix von Mugello hat sich Oliveira ein paar Minuten für Motorsport.com genommen und über seine Umgewöhnung von der Moto3 an die Moto2-Klasse gesprochen – und über das Rennen der Endurance World Championship in Portimao, Portugal, wo er über 12 Stunden lang WM-Punkten hinterher jagen wird.

Der Umstieg von Moto3 auf Moto2 – wie läuft es bisher?

Miguel Oliveira, Leopard Racing
Schwieriger Umstieg in die Moto2.

Foto Toni Börner

 „Bisher war es ein bisschen schwierig. Mir fällt es ehrlich gesagt ein bisschen schwer, meinen Fahrstil schnell anzupassen, damit ich mit dem Motorrad schnell fahren kann. Auch war es nicht gerade ideal, mit zwei gebrochenen Fingern in die Test-Saison zu starten, das war nicht der beste Weg. Da war einfach kein Vertrauen da. Aber seit wir dann wieder zurück nach Europa kamen, habe ich ein paar relativ gute Rennen fahren können. Aber ich will natürlich noch besser werden.“

Dein Team ist ja nicht wirklich ein neues Team, aber sie waren schon ein paar Jahre nicht mehr in dieser Klasse unterwegs. Wie läuft das bei euch alles zusammen?
„Das funktioniert gut! Wir haben uns Zeit gelassen, um uns alle kennen zu lernen, bislang bin ich echt happy, wie Stefan [Kiefer] das Team führt, auch der Spirit in der Mannschaft passt. Sie sind richtig professionell und alles sehr fähige Leute.“

"Das ist ja, leider, die einzige Möglichkeit, bei der ich in Portugal, in meinem Land, ein Rennen fahren kann." - Miguel Oliveira

Nach dem Catalunya Grand Prix wirst du die 12 Stunden von Portimao fahren. Freust du dich darauf schon?
„Ja, absolut! Ich habe diese Woche Montag und Dienstag [vor dem Mugello GP] schon getestet, bin die R1 gefahren. Ich war ziemlich schnell und alles war gut, ich freue mich darauf. Das ist ja, leider, die einzige Möglichkeit, bei der ich in Portugal, in meinem Land, ein Rennen fahren kann. Darum habe ich auch gedacht, dass das eine tolle Sache wäre. Ohne Druck, ich will nur Spaß haben. Das ist eine ganz andere Geschichte als das, was wir hier beim GP machen. Aber ich bin bereit für diese Challenge.“

Was erwartest du von dem Rennen? Irgendwelche Ziele?
„Nein, ich will einfach nur Spaß haben. Soweit ich weiß ist noch nicht entschieden, wer der dritte Fahrer wird, das müssen wir noch abwarten. Aber ich glaube, dass wir ein gutes Team haben werden. Mein Teamkollege ist Miguel Praia und der ist auch verdammt schnell und hat sehr viel Erfahrung. Mal kucken. Ich bin sehr optimistisch für dieses Abenteuer, aber vor allem ist wichtig, dass wir den Fans in Portugal eine tolle Show zeigen werden und können.“

Machst du dir keine Sorgen, wenn du auf dem großen Motorrad so viel länger als hier fahren musst, fast eine Stunde?
„Nein, nein, nein. Nein, weil das habe ich am Dienstag schon mal gemacht und das war cool, es war halt anders.“

Einen Kommentar schreiben
Kommentare anzeigen
Über diesen Artikel
Rennserien FIM Endurance , Motorrad , Moto2
Fahrer Miguel Oliveira
Artikelsorte Interview
Tags _2, endurance, interview, kalex, kiefer racing, langstrecke, leopard, miguel oliveira, moto2, moto3, portimao, umstieg