Rico Penzkofer: Pole Position nehmen, weiter hart arbeiten

Rico Penzkofers Penz13.com BMW Motorrad Team landete in Le Mans beim 24-Stunden-Klassiker der Langstrecken-WM auf der Pole Position. Im Rennen lief es nicht wie gewünscht.

Kenny Foray, Mathieu Gines und Lukas Pesek hatten für das Penz13.com BMW Motorrad Team die erste Le Mans Pole Position für eine BMW herausgefahren. Es war die zweite Pole für das Team von Rico Penzkofer nachdem Markus Reiterberger, Bastien Mackels und Pedro Vallcaneras vor zwei Jahren in Oschersleben die Endurance-Welt mit einer Superstock-Maschine überflügelt hatten.

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Leider aber sollte die Pole die große Leistung des Saisonauftakt-Wochenendes von Le Mans bleiben. Die Mannschaft fiel nach etwas über siebeneinhalb Stunden Rennzeit aus. Man gab – nachvollziehbarerweise – aus Sicherheitsgründen aus.

 „Es gab einen technischen Defekt an der Schwinge“, erklärte Penzkofer im Gespräch mit Motorsport.com. „Daraufhin ist Kenny leider gestürzt und – wir wissen es noch nicht genau warum. Es kann jetzt ein Problem mit der Schwinge gewesen sein, oder das Motorrad ist nach dem Sturz unglücklich auf den Kerbs gelandet. Das müssen wir erst noch untersuchen.“

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„Wir haben dann aber festgestellt, dass die Kette am vorderen Ritzel, welches nach dem Sturz wohl etwas verzogen war, am Motorgehäuse schliff“, so der Teamchef weiter. Dabei wurde ein Simmering beschädigt und Öl trat aus.

„Es war zwar nicht viel Öl, aber die Gefahr war groß, dass es mehr wird und auf den Hinterreifen kommt. Wir wollten weder einen Sturz eines unserer Fahrer, noch der anderen Teilnehmer im Rennen riskieren. Darum haben wir das Boxentor heruntergelassen“, schilderte Penzkofer.

Der Simmering hätte zwar getauscht werden können, allerdings war man sich nicht sicher, ob auch das Lager dahinter einen Schaden davon getragen hatte. Dies hätte ein blockierendes Getriebe und ebenfalls einen Sturz nach sich ziehen können.

Wir lassen uns aber jetzt nicht verrückt machen

Das erklärte Ziel von BMW Frankreich und dem Penzkofer-Team ist es, 2016 ein 24 Stunden-Rennen zu gewinnen. Nach dem Ausfall in Le Mans bleibt nur noch der Bol d’Or im südfranzösischen Le Castellet.

„Natürlich ist das Rennergebnis so nicht optimal und nicht zu verwerten“, weiß Penzkofer. „Und ich weiß natürlich, dass man sich an anderen kein Beispiel nehmen soll – hinsichtlich dessen, wie lange zum Beispiel Honda Endurance Racing oder Bolliger auf einen Sieg hinarbeiten. Auf der anderen Seite muss man dann aber SERT und SRC sehen, an denen man sich getrost ein Beispiel nehmen darf und sollte.“

„Wir lassen uns aber jetzt nicht verrückt machen. Egal, wie das Ding hier ausgegangen ist und wäre, wir wollten eh noch das Rennen in Oschersleben fahren. Zum einen natürlich, weil es das Heimrennen des Teams ist, zum anderen als Vorbereitung auf den Bol. Das Podest ist dort unser Ziel.“

„Die Langstrecke ist immer ein schmaler Grat. Am Freitag holst du noch die Pole, am Samstag bist du noch vor dem ersten Drittel raus. Das ist schade für alle beteiligten, aber über 24 Stunden musst du als erstes das Ziel sehen. Und wir wollen das Ziel als Erste sehen – aber das wird niemals ein Spaziergang. Das wird harte Arbeit, und der stellen wir uns jetzt.“

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Über diesen Artikel
Rennserien FIM Endurance , Motorrad
Fahrer Lukas Pesek , Kenny Foray , Mathieu Gines
Artikelsorte News