KTM: Dominique Aegerter erkennt die Stärken und Schwächen

Der Kiefer-Pilot lernt beim Testauftakt in Valencia die KTM-Moto2-Maschine kennen und weiß genau, was er bei den folgenden Tests verbessern muss.

In der kombinierten Zeitenliste des Moto2-Tests in Valencia tauchte Dominique Aegerter nur auf Position 16 auf, doch besonders aussagekräftig war der erste Schlagabtausch in Spanien noch nicht. Aegerter gewöhnte sich an die für ihn neue KTM und das neue Team und fuhr 115 Runden. Zusammen mit Kiefer möchte der Moto2-Routinier in der neuen Saison das Feld aufmischen. Nach dem Test in Valencia weiß der Schweizer, welche Vor- und Nachteile die KTM im Vergleich zur Kalex und Suter hat.

"Die Bedingungen bei diesem Test waren leider an keinem der drei Tage optimal. Am ersten Tag sind wir trotz Kälte und Dauerregen für einen Run rausgefahren. Bis auf Einstellungen hinsichtlich meiner Sitzposition auf dem Motorrad war aber nicht viel mehr möglich. Am Mittwoch war es zumindest trocken, doch die Temperaturen waren immer noch empfindlich kalt", berichtet Aegerter. "Trotzdem konnte ich gleich einige Pluspunkte erkennen."

"Das Motorrad ist auf der Bremse sehr stabil. Zudem bietet es viel Grip beim Beschleunigen aus der Kurve. Im Gegensatz dazu mangelt es noch an Kurvengeschwindigkeit. An dieser Sache haben wir am letzten Tag gearbeitet, was wir allerdings noch nicht restlos ausmerzen konnten. Außerdem fehlt auch noch ein bisschen etwas von meiner Seite, ich muss sicher noch mehr Risiko eingehen. Der Zeitplan des Tests war zudem nicht gerade hilfreich. Insgesamt standen pro Tag drei Sessions auf dem Programm", erklärt der Kiefer-Pilot.
"Am Vormittag war es wegen der kühlen Temperatur sinnlos, zu fahren. Also blieben nur zwei Sessions und die Dauer von etwas mehr als einer Stunde pro Einheit reicht einfach nicht, um größere Änderungen am Motorrad auszuprobieren. Daher konnten wir noch nicht an dem Feilen, was ich brauche, um auf anständige Rundenzeiten zu kommen. Allerdings standen die Rundenzeiten bei unserem ersten Test nicht wirklich im Vordergrund, auch wenn ich mich an dieser Position gar nicht gerne sehe", kommentiert Aegerter, der 1,666 Sekunden Rückstand auf Mattia Pasini hatte.

"Auf keinen Fall lasse ich mich jetzt verrückt machen, auch wenn alle gehofft hatten, dass ich schneller sein werde. Wie gesagt, es war unser erstes Rollout mit dem neuen Paket und ich brauche immer etwas Zeit, um ein gutes Gefühl aufzubauen, um auch ans Limit gehen zu können. Das Motorrad hat viel Potenzial und ich vertraue meinem Team, KTM und WP", betont der KTM-Pilot.

"Die Unterstützung von denen ist wirklich super, die Zusammenarbeit funktioniert bereits sehr gut. Nächste Woche geht es gleich mit dem nächsten Test auf einer anderen Strecke weiter. Hoffentlich sind die Temperaturen in Jerez deutlich angenehmer, sodass wir mit dem eigentlichen Setup beginnen können", so Aegerter.
Teammanager Jochen Kiefer stuft den Valencia-Test als positiven Auftakt ein: "Das erste Rollout mit unserem neuen Motorrad verlief einwandfrei. Hinsichtlich der Technik hat alles reibungslos funktioniert. Auf der anderen Seite lassen die Rundenzeiten noch etwas auf sich warten. Wir haben von KTM eine gute Basisabstimmung bekommen, die uns den Anfang erleichtert hat. Im Verlauf des Tests haben wir schon versucht, in verschiedene Richtungen zu arbeiten. In erster Linie galt aber unser Fokus dem neuen Motorrad, um dieses kennenzulernen und wie man damit umgeht."

"Es war nicht nur für Dominique alles neu, sondern auch unsere Mechaniker müssen sich noch besser damit vertraut machen. Von dem her werden wir auch beim nächsten Test in Jerez wieder mit der Basisabstimmung beginnen. Abgesehen davon war es aufgrund der Bedingungen schwierig, vernünftig zu arbeiten. Dominique hat trotzdem seinen Teil gut erledigt", lobt Kiefer. "Er ist viel gefahren und hat dem für ihn unbekannten Paket wichtige Erfahrungen gesammelt."

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Über diesen Artikel
Rennserien Moto2
Veranstaltung Moto2-Test in Valencia, Februar
Rennstrecke Circuit Ricardo Tormo
Fahrer Dominique Aegerter
Artikelsorte News
Tags TEST, dominique aegerter, ktm, moto2, valencia