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KTM zieht sich 2020 aus der Moto2 zurück, dafür kommt Moto3-Husqvarna

KTM wird im nächsten Jahr wieder Husqvarna in der Moto3-Klasse installieren - Als Konsequenz beendet man das Engagement als Chassis-Hersteller in der Moto2-Klasse

KTM zieht sich 2020 aus der Moto2 zurück, dafür kommt Moto3-Husqvarna

"Der Heim-Grand-Prix ist auch ganz besonders für strategische Entscheidungen", sagt KTM CEO Stefan Pierer beim MotoGP-Wochenende in Spielberg. Die österreichische Marke hat die Weichen für die Zukunft gestellt. Einerseits wird man sich langfristig bis 2026 in der Königsklasse engagieren. Andererseits stellt man das Engagement in den beiden kleinen Klassen neu auf.

In der Moto3 wird neben der Marke KTM ab 2020 auch Husqvarna vertreten sein. Das hat zur Folge, dass man sich als Hersteller aus der Moto2 zurückziehen wird. "Wir konzentrieren uns künftig auf MotoGP und Moto3", hält Pierer fest. "Wir werden unser Team mit Aki Ajo weiterhin unterstützen, aber wir werden als Hersteller aus der Moto2 aussteigen."

Somit wird es ab 2020 keine KTM-Motorräder mehr in der Moto2-Klasse geben. "Wir werden uns wieder stärker in der Moto3-Klasse engagieren, denn dort kommen wir her", so der KTM CEO. "Wir werden mit unserer Zweitmarke Husqvarna einsteigen. Es wird ein eigenes Bike sein und keine KTM, die auf Husqvarna getrimmt ist." Es wird ein Husqvarna-Team mit zwei Fahrern geben.

Stefan Pierer

KTM CEO Stefan Pierer installiert in der Moto3 zusätzlich die Marke Husqvarna

Foto: LAT

Husqvarna war schon 2014 und 2015 in der Moto3 vertreten. Damals war es technisch gesehen ein KTM-Motorrad. Nun will man die zweite Marke des Konzerns auch technisch eigenständig in der kleinsten WM-Klasse platzieren. "Natürlich ist das alles eine große Aufgabenstellung für die nächsten Jahre, was zur logischen strategischen Entscheidung führt, dass wir in der mittleren Klasse als Hersteller aussteigen werden", sagt Pierer.

Auch für die MotoGP-Zukunft wurden die Weichen in Spielberg gestellt, wie der österreichische Topmanager bestätigt: "Wir haben gestern gemeinsam mit Dorna entschieden, vorzeitig - also zwei Jahre vor Ablauf des laufenden Fünfjahresvertrags - den Vertrag noch einmal um fünf Jahre zu verlängern. Das heißt ab jetzt weitere sieben Jahre MotoGP." KTM ist der erste Hersteller, der den Vertrag bis inklusive 2026 verlängert hat.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie Moto2
Autor Gerald Dirnbeck