Marcel Schrötter mit Platz vier nicht ganz happy: "Chance auf Podium war da"

Beim Moto2-Neustart in Portimao kämpft Marcel Schrötter um die Spitzenplätze und verpasst das Podest - Aron Canet bricht sich beim Sturz den linken Arm

Marcel Schrötter mit Platz vier nicht ganz happy: "Chance auf Podium war da"

Das Moto2-Rennen in Portimao wurde von einem Massenunfall überschattet. Ein plötzlicher Platzregen sorgte in der neunten Runde dafür, dass die Spitzenfahrer allesamt in Kurve 2 ausrutschten. Das Motorrad von Simone Corsi prallte auf jenes von Zonta van den Goorbergh und ging sofort in Flammen auf.

Insgesamt stürzten in dieser Situation elf Fahrer. Mit einer Ausnahme blieben alle unverletzt. Aron Canet, der zu diesem Zeitpunkt führte, brach sich beim Sturz die Speiche im linken Arm sowie den kleinen Finger. Er wurde am Montag in Barcelona operiert.

Marcel Schrötter war zu diesem Zeitpunkt im Mittelfeld und blieb sitzen. Beim Neustart über sieben Runden stand der Deutsche auf Startplatz acht. Joe Roberts stürmte von Beginn an auf und davon und holte sich souverän seinen ersten Grand-Prix-Sieg.

Dahinter kämpfte Schrötter mit Celestino Vietti, Jorge Navarro und Manuel Gonzalez um die restlichen Podestplätze. Schließlich kam der Deutsche als Vierter ins Ziel. "Die 13 Punkte für diesen vierten Platz nehmen wir gerne mit", sagt er als erstes Fazit.

Chance auf besseres Ergebnis war da

Trotzdem räumt Schrötter ein: "Es überwiegt ein wenig die Enttäuschung, zumal die Chance auf das Podium da war. In so einem Rennen ist sogar der Sieg nicht außer Reichweite. Okay, Roberts hat vom Start weg alles richtig gemacht und war nach einer Runde weg."

Marcel Schrötter

Ganz zufrieden ist Marcel Schrötter mit seinem Ergebnis nicht

Foto: IntactGP/FGlaenzel

"Bei dieser kurzen Distanz ist es kaum möglich, die Lücke zuzufahren. Ich habe dennoch alles gegeben, nachdem wir uns im ersten Rennen unheimlich schwergetan haben. Aus diesem Grund ist uns der Abbruch entgegengekommen."

"Bis zum Neustart konnten wir Modifikationen am Motorrad vornehmen und auch die Reifen wechseln. Irgendetwas muss mit dem ersten Satz nicht in Ordnung gewesen sein, weil in der ersten Runde nach dem Neustart war ich sofort über eine Sekunde schneller."

"Bevor es aber zum zweiten Mal losging, war es sehr schwer, sich darauf vorzubereiten", schildert Schrötter. "Kurz bevor die Boxengasse geöffnet wurde, hat es wieder leicht zu tröpfeln begonnen. Das hat nicht nur mich, sondern bestimmt alle anderen auch verunsichert."

Marcel Schrötter

Nach fünf Rennen ist Marcel Schrötter WM-Achter

Foto: IntactGP/FGlaenzel

"Keiner wusste, ob es nass oder nicht nass ist. Zum Umbauen des Motorrads war keine Zeit mehr. Die Rennleitung hat dann auch prompt entschieden, den Neustart als Regenrennen zu deklarieren. Wir fuhren also blind raus."

"Für mich war alles noch komplizierter, da mein Gefühl im ersten Rennen überhaupt nicht gut war. Es stellte sich also die Frage, wie ich dieses Sprintrennen angehen soll. Schließlich war meine Erleichterung groß, als ich sofort ein gutes Gefühl für das Motorrad aufbauen konnte."

"Am Ende des Tages hätte ich trotzdem auf dem Podium stehen müssen. Wir waren wirklich knapp dran. Daher bin ich enttäuscht, weil die Chance dazu groß war. Alles zusammen lief ein bisschen unglücklich, es hätte zu mehr reichen müssen."

Mit dem zweiten vierten Platz in Folge verbesserte sich Schrötter in der Fahrer-WM auf den achten Platz.

Mit Bildmaterial von IntactGP/FGlaenzel.

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