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Moto2 Mugello: Alex Marquez gewinnt, Marcel Schrötter wird Achter

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Moto2 Mugello: Alex Marquez gewinnt, Marcel Schrötter wird Achter
Autor:
02.06.2019, 11:07

Alex Marquez setzt sich in Italien gegen Lokalmatador Luca Marini durch - Tom Lüthi rettet einen Podestplatz, Teamkollege Marcel Schrötter wird durchgereicht

Alex Marquez hat beim Italien-Grand-Prix in Mugello das Moto2-Rennen gewonnen. Der Spanier dominierte das sechste Rennen der Saison und ließ seinem Sieg in Frankreich einen weiteren Triumph folgen. Luca Marini und Tom Lüthi komplettierten das Podium. Marcel Schrötter fiel im Rennen auf die achte Position zurück.

Zum Ergebnis

Pole-Setter Marcel Schrötter teilte sich die erste Startreihe mit Intact-Teamkollege Tom Lüthi und Marc-VDS-Pilot Alex Marquez. Mit Nicolo Bulega, Luca Marini, Mattia Pasini, Lorenzo Baldassarri gab es aber einige Italiener, die beim Heimspiel glänzen wollten und motiviert in den Italien-Grand-Prix starteten.

Lüthi gelang der beste Start. Der Schweizer bog als Führender vor Teamkollege Schrötter in die erste Kurve. Dahinter behauptete sich Marquez auf der dritten Position. Iker Lecuona (KTM) war das erste Sturzopfer des Rennens. Der Spanier wurde das Opfer einer Kettenreaktion in der ersten Schikane.

WM-Leader Lorenzo Baldassarri arbeitete sich in der ersten Runde von Startplatz 15 auf die elfte Position vor. Doch an der Spitze zogen die beiden Intact-Piloten dem Feld davon. Sieben Zehntelsekunden trennten Lüthi und Schrötter von Marquez. Doch das Feld rückte wenig später wieder zusammen.

Marcel Schrötter kämpft, fällt aber zeitig zurück

Schrötter zeigte Lüthi beim Anbremsen der ersten Kurve sein Vorderrad, zog aber zurück. Die Top 5 rückten zusammen. Hinter Lüthi, Schrötter und Marquez behaupteten sich auch Lokalmatador Luca Marini und Speed-Up-Pilot Jorge Navarro in der Spitzengruppe. Sam Lowes versuchte auf der sechsten Position, den Anschluss an die Führungsgruppe herzustellen, tat sich ohne Windschatten aber schwer.

Marcel Schrötter

Marcel Schrötter konnte seine Pole-Position nicht in ein Podium umwandeln

Foto: LAT

Marquez zog an Schrötter vorbei, der wenig später auf die vierte Position durchgereicht wurde. Auch Marini ging am Deutschen vorbei. Zwischen Schrötter und Navarro wurde es eng. Durch die Duelle konnten Lüthi und Marquez an der Spitze eine kleine Lücke herausfahren. Zu diesem Zeitpunkt konnte sich keiner der KTM-Piloten in den Top 15 behaupten.

Ein Drittel der Renndistanz war absolviert. Lüthi führte vor Marquez. Dahinter klaffte eine etwa eine Sekunde große Lücke zu Marini auf Position drei. Schrötter und Navarro wurden von Enea Bastianini und Lorenzo Baldassarri eingeholt.

Nicolo Bulega und Simone Corsi kommen zu Sturz

Für VR46-Pilot Nicolo Bulega war der Heim-Grand-Prix vorzeitig beendet. Der Schützling von Valentino Rossi konnte sein bisher bestes Moto2-Qualifying-Ergebnis nicht in ein gutes Rennergebnis umwandeln. Und auch Landsmann Simone Corsi kam noch vor der Renn-Halbzeit zu Sturz.

In der Verfolgergruppe, in der um den vierten Platz gekämpft wurde, geriet Schrötter immer stärker unter Druck. Der Deutsche kämpfte mit den Folgen der Fußverletzung, die ihm Schmerzen bereitet. Die hohen Temperaturen am Renntag waren keine Hilfe.

Alex Marquez übernimmt die Führung und entkommt

Le-Mans-Sieger Marquez übernahm die Führung und konnte sofort eine kleine Lücke zu Lüthi herausfahren. Marini drehte weiterhin auf Position drei einsam seine Runden. Dahinter wurde in einer fünf Fahrer starken Gruppe um Platz vier gekämpft.

Lüthi musste abreißen lassen und wurde zur Rennhalbzeit von Marini eingeholt. Der Italiener ging neun Runden vor Rennende am Schweizer vorbei und übernahm die zweite Position. Von hinten kam Navarro näher. Lüthi musste um den finalen Platz auf dem Podium kämpfen. Teamkollege Schrötter lag acht Runden vor Rennende auf Position sechs und musste die Attacken von Pons-Pilot Augusto Fernandez abwehren.

Fotostrecke
Liste

Luca Marini, Sky Racing Team VR46

Luca Marini, Sky Racing Team VR46
1/8

Foto: : SKY Racing Team VR46

Xavi Vierge, Marc VDS Racing

Xavi Vierge, Marc VDS Racing
2/8

Foto: : Gold and Goose / Motorsport Images

Teppei Nagoe, Honda Team Asia

Teppei Nagoe, Honda Team Asia
3/8

Foto: : Gold and Goose / Motorsport Images

Philipp Öttl, Tech 3

Philipp Öttl, Tech 3
4/8

Foto: : Gold and Goose / Motorsport Images

Mattia Pasini, SIC Racing Team

Mattia Pasini, SIC Racing Team
5/8

Foto: : Gold and Goose / Motorsport Images

Philipp Öttl, Tech 3

Philipp Öttl, Tech 3
6/8

Foto: : Gold and Goose / Motorsport Images

Xavi Vierge, Marc VDS Racing

Xavi Vierge, Marc VDS Racing
7/8

Foto: : Gold and Goose / Motorsport Images

Nicolo Bulega, Sky Racing Team VR46

Nicolo Bulega, Sky Racing Team VR46
8/8

Foto: : SKY Racing Team VR46

WM-Leader Baldassarri fuhr hinter Navarro auf der fünften Position und hatte nach einem bisher enttäuschenden Wochenende Chancen auf ein Podium. Es bildete sich eine Dreiergruppe um Platz drei, in der Lüthi mit Navarro und Baldassarri kämpfte. Ein Fehler von Navarro brachte Baldassarri auf die vierte Position.

Marcel Schrötter rutscht auf Position acht ab

An der Spitze kontrollierte Marquez das Rennen. Marini konnte den Rückstand nicht aufholen und musste aufpassen, dass die Verfolger nicht in Schlagdistanz kamen. Schrötter war zwei Runden vor Rennende auf die achte Position abgerutscht.

Die Positionen der Top 3 änderten sich nicht mehr. Marquez holte souverän den Sieg. Marini wurde vor den heimischen Fans Zweiter. Lüthi kam als Dritter ins Ziel und holte einige Punkte auf WM-Leader Baldassarri auf, der Vierter wurde. Rookie Enea Bastianini fuhr beim Heimspiel in die Top 5. Schrötter wurde auf Position acht abgewunken.

Die Stimmen der Top 3

"Das war diesmal ein bisschen einfacher als in Le Mans", bemerkt Sieger Marquez. "Ich habe einfach versucht, meinen Rhythmus zu fahren und bin sehr glücklich über diesen weiteren Sieg. Jetzt gilt es, so weiterzumachen, denn als nächstes steht mein Heimrennen an. Doch bevor es soweit ist, werde ich erst einmal diesen Sieg genießen."

Für Marini war das Podium in Mugello ein Befreiungsschlag: "Dieser Podestplatz bedeutet mir sehr viel. Ich bin sehr stolz auf diesen zweiten Platz. Mehr hätte ich nicht erwarten können. Der Beginn der Saison war echt schwierig. Wir haben aber inzwischen ein paar Veränderungen am Bike vorgenommen. Jetzt hoffe ich einfach, dass es so weitergeht und ich bei jedem Rennen um den Sieg mitfahren kann."

"Das war ein extrem langes Rennen", stellt Lüthi fest. "Ich war nicht zu 100 Prozent fit, hatte irgendwas im Essen. Hinzu kamen die hohen Temperaturen. Anfangs habe ich gepusht, hatte aber einfach keinen Grip. Als Alex einmal an mir vorbei war, konnte ich nicht dranbleiben. Es war das Gleiche wie in Le Mans. Letzten Endes konnte ich heute auch Luca nicht halten. Ich habe gekämpft, konnte aber einfach nicht attackieren. Das Gute ist, dass ich in der WM weiter im Spiel bin."

KTM-Debakel in Mugello

Lukas Tulovic (KTM) beendete das Rennen in Mugello mit 42 Sekunden Rückstand auf der 20. Position. Landsmann Philipp Öttl (KTM) kam direkt dahinter als 21. ins Ziel. Für KTM war der Italien-Grand-Prix ein absolutes Debakel. Brad Binder war als 15. bester KTM-Pilot und rettete einen WM-Punkt.

Der nächste Moto2-WM-Lauf findet in zwei Wochen in Barcelona (Spanien) statt.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Artikel-Info

Rennserie Moto2
Event Mugello
Subevent Rennen
Autor Sebastian Fränzschky