"Viel zu hart": Tom Lüthi kritisiert Moto2-Reifen für Barcelona

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"Viel zu hart": Tom Lüthi kritisiert Moto2-Reifen für Barcelona
Autor:
Co-Autor: Gerald Dirnbeck
18.06.2019, 16:21

Intact-Pilot Tom Lüthi fuhr beim Katalonien-Grand-Prix der Moto2-Klasse auf den zweiten Platz und bleibt in der WM dran, kritisiert aber die Reifenwahl von Dunlop

Mit seinem vierten Podestplatz beim siebten Rennen der Moto2-Saison 2019 hat Tom Lüthi (Intact-Kalex) am Sonntag in Barcelona den Anschluss an den neuen Tabellenführer Alex Marquez (Marc-VDS-Kalex) gehalten. Marquez hat mit seinem dritten Sieg hintereinander die Tabellenführung vom gestürzten Lorenzo Baldassarri (Pons-Kalex) übernommen. Lüthi liegt aber nur sieben Punkte zurück.

"Die Weltmeisterschaft ist noch sehr lang, aber es ist natürlich gut, dass wir vorne mit dabei sind. Ich bin sehr glücklich, dass wir wieder richtig gut gepunktet haben", so Lüthi nach seinem zweiten Platz. So zufrieden der Schweizer mit dem Ergebnis ist, so unzufrieden ist er aber mit den Reifen.

Fotos: Moto2 in Barcelona

"Es war an diesem Wochenende für alle schwierig, den Hinterreifen zu managen. Er war viel zu hart", kritisiert Lüthi die von Reifenlieferant Dunlop getroffene Auswahl der Mischungen für den Katalonien-Grand-Prix und stellt einen Gefahrenaspekt heraus: "Das war wirklich nicht besonders sicher."

Alex Marquez, Jorge Navarro, Thomas Lüthi

Mit P2 hinter Alex Marquez hat Lüthi sieben Punkte Rückstand auf den WM-Leader

Foto: LAT

"Wir hatten alle den weichen Reifen drauf. Die harte Option, die zur Verfügung stand, war unmöglich zu fahren. Ich glaube, einer hat ihn im Training mal gefahren, das war's. Die weiche Option war auch viel zu hart. Deshalb war der Reifenverschleiß nie ein Thema."

"Die Balance war eher das Thema", so der Intact-Pilot weiter, "weil das Motorrad mit weniger Sprit natürlich leichter wurde. Es ging dann um den Reifendruck und wie der sich entwickelt. Das waren Faktoren, auf die wir aufpassen mussten und daran müssen wir noch arbeiten."

"Zu Beginn des Rennens war ich klar am schnellsten. Da kam lange nichts. Augusto [Fernandez] hat es mal mit der Brechstange versucht und hat mich fast abgeräumt. Ich hatte anfangs das Tempo, aber zur Rennmitte hatte dann Alex genau diesen Speed", so Lüthi.

Die nächste Station im Kalender ist am 30. Juni der TT Circuit in Assen. "Wir können zuversichtlich nach Assen reisen, denn wir haben viel gelernt und diese Erfahrung wollen wir mitnehmen. Es ist eine tolle Strecke, auf der ich schon einige Erfolge gefeiert habe", spricht Lüthi auf seine Podestplätze in den Jahren 2009, 2010 und 2017 an und ist guter Dinge: "Mal sehen, wie das Wetter dort sein wird und dann schauen wir weiter."

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Mit Bildmaterial von LAT.

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Autor Mario Fritzsche