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Meilenstein für KTM: 100 Grand-Prix-Siege in der Motorrad-WM

Im Jahr 2004 sorgte Casey Stoner für den ersten KTM-Sieg in der 125er-Klasse - Nun bescherte Albert Arenas in Katar das runde Jubiläum - Moto3 bleibt für KTM wichtig

Meilenstein für KTM: 100 Grand-Prix-Siege in der Motorrad-WM

Meilenstein für KTM in der Motorrad-Weltmeisterschaft. Der Moto3-Sieg von Albert Arenas in Katar war der insgesamt 100. Triumph für die österreichische Marke. KTM hat Rennen in der 125er- und der 250er-Klasse gewonnen sowie in den Nachfolgeklassen Moto3 und Moto2. Fünfmal wurde KTM Konstrukteur-Weltmeister in der kleinsten Klasse.

"Dieser Sieg bedeutet uns viel, denn der Losail-Circuit war schon immer eine schwierige Strecke für unsere RC4", sagt KTM-Motorsportchef Pit Beirer. "In den vergangenen Monaten haben wir jeden Stein umgedreht und unser Motorrad weiterentwickelt. Es scheint, dass wir den Fortschritt mit einem komplett überarbeiteten Chassis und vielen kleinen Teilen beim Motor geschafft haben."

Die Geometrie des Stahl-Chassis wurde komplett geändert. Turning ist besser geworden und die Fahrer können schneller in die Kurve hineinfahren. Beim Motor hat man Erfahrungen aus der MotoGP einfließen lassen. Bei mittleren Drehzahlen ist nun etwas mehr Leistung vorhanden, wodurch die Beschleunigung am Kurvenausgang besser ist.

Albert Arenas

Albert Arenas hielt im Zielsprint Honda-Pilot John McPhee in Schach

Foto: Motorsport Images

Dadurch kann auch mit einer etwas längeren Getriebeübersetzung gefahren werden. In Summe half das Arenas in Katar, denn Honda-Pilot John McPhee konnte im Sprint zur Ziellinie nicht mehr aus dem Windschatten ausscheren und vor der Linie überholen. Es war der erste KTM-Sieg in Katar seit Jack Miller 2014.

"Wir müssen für unsere Konkurrenz in der Moto3-Klasse weiterhin ein starker Gegner sein, denn es ist eine wichtige Klasse für uns", betont Beirer. Seit diesem Jahr ist auch die Schwestermarke Husqvarna wieder mit zwei Motorrädern in der Moto3 vertreten. Größter Konkurrent ist Honda. In den vergangenen drei Jahren ging der Konstrukteurpokal nach Japan.

Schon zwischen 2003 und 2009 war KTM mit einem Werksteam in der Achtelliterklasse vertreten. Der erste Meilenstein gelang 2004. Casey Stoner eroberte in Sepang (Malaysia) den ersten Grand-Prix-Sieg für KTM. 2005 gewann man den ersten Marken-WM-Titel. Zwischen 2005 und 2008 waren die Österreicher auch in der 250er-Klasse am Start.

Ende 2009 zog sich KTM aus der WM zurück und kehrte 2012 in die damals neue Moto3-Klasse zurück. Viermal gewann man die Herstellerwertung (2012, 2013, 2014, 2016). Zwischen 2017 und 2019 war KTM auch mit einem Chassis in der Moto2-Klasse vertreten. Seit 2017 fährt man auch in der Königsklasse, wo man noch kein Rennen gewonnen hat.

Mit Bildmaterial von KTM.

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Rennserie Moto3
Autor Gerald Dirnbeck