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Guadagnini exklusiv: "Cairoli ist meine Referenz – ich will in der EMX250 in die Top 3"

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Guadagnini exklusiv: "Cairoli ist meine Referenz – ich will in der EMX250 in die Top 3"
Autor:
, Motorsport.com Switzerland
Übersetzung: Michael Bieri, Motorsport.com Switzerland
22.12.2019, 21:44

Mattia Guadagnini, EMX125-Champion, sprach in einem langen Interview mit Motorsport.com Schweiz über seine Erwartungen für die Zukunft.

Motocross erlebt derzeit wahrlich ein goldenes Zeitalter mit einer beeindruckenden Konzentration von MXGP-Champions. Neben Tony Cairoli sind in den letzten Jahren, aus den kleineren Kategorien mehrere Champions wie etwa Gajser oder Herlinge in die Königsklasse aufgestiegen – und in der kommenden Saison wird mit Prado ein weiteres grosses Talent dazustossen.

Im Sport sind wir jedoch immer auf der Suche nach neuen Namen und zu den vielversprechendsten jungen Leuten für die Zukunft gehört mit Sicherheit Mattia Guadagnini, der sich in der letzten Saison den Titel in der EMX125 und den Weltmeistertitel im Junioren-Motocross sichern konnte.

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Kannst du mir beschreiben, was du gefühlt hast, als du den Titel sichergestellt hast?

Ich verspürte natürlich grosse Freude, denn im letzten Jahr lag ich auf dem ersten Platz und bin wenige Runden vor Schluss gestürzt. Ich war ein bisschen demoralisiert, also wollte ich es dieses Jahr wieder gutmachen. Es war ein unbeschreibliches Gefühl, als es tatsächlich klappte. Ich war sehr glücklich, denn ich fuhr ein wirklich starkes Rennen, es war also ein bisschen was Besonderes.

Hat sich seither in der Art und Weise, wie deine Kollegen auf dich zugehen, etwas geändert?

Nein, es ist eigentlich alles gleich geblieben. Das Rennen, in dem ich den Titel holte, war mitten in der Europameisterschaft, also war es ein vorübergehender Moment und dann ging es zurück zur normalen Meisterschaft. Von daher hat sich nichts geändert. Für mich war es nur eine persönliche Befriedigung und ein Grund mehr, weiterhin alles zu geben.

Wann wusstest du, dass es mit dem Titelgewinn tatsächlich klappen würde?

Da es ein Einzelrennen war, war alles ein bisschen unberechenbar. Man weiss nie genau, mit wem man es zu tun hat, weil in diesen Rennen auch Fahrer aus  Amerika oder Australien antreten, und diese Fahrer sind hier nicht so bekannt. Also ist es nicht so einfach, das Niveau einzuschätzen. Aber da ich letztes Jahr Zweiter wurde, war ich zuversichtlich, dass ich es dieses Jahr schaffen könnte. Ich habe versucht, nicht zu viel über meine Konkurrenten nachzudenken und habe nur mein Bestes gegeben, indem ich das tat, was ich am besten kann.

"Meiner Meinung nach wird es in der nächsten Saison mindestens sechs oder sieben Fahrer geben, die um den Titel kämpfen können."

Was sind deine Ziele für die nächste Saison?

In der nächsten Saison werde ich die Kategorie wechseln und auf die 250er mit 4-Takt-Motor umsteigen. Ich werde die italienische MX2-Meisterschaft, die Internazionali d'Italia, die 250er-Europameisterschaft und mit ziemlicher Sicherheit auch einige Rennen in der MX2-Weltmeisterschaft bestreiten.

Ich weiss noch nicht wirklich, gegen welche Fahrer ich antreten werde, und natürlich ist ein Hubraum-Wechsel immer eine kleine Herausforderung. Das Ziel ist im Moment, mindestens unter die ersten drei der 250er-Europameisterschaft zu kommen. Nach den ersten Rennen werden wir sehen, ob das realistisch ist.

Motocross erlebt in Italien derzeit einen Boom. Welche Auswirkungen hat es also, eine Referenz wie Tony Cairoli im eigenen Land zu haben?

Er ist sicherlich ein Bezugspunkt für viele, besonders für uns Italiener. Er ist einer der wichtigsten Fahrer in der Geschichte des Motocross. Er hat uns zu verstehen gegeben, dass es jeder schaffen kann. Sicherlich ist es in vielen anderen Ländern, in denen Motocross grösser ist, einfacher, da man besser trainieren kann, aber er hat uns gezeigt, dass man es auch hier schaffen kann, wenn man nur will. Für uns ist es ein Ansporn zu wissen, dass man ein solches Niveau erreichen kann.

Kannst du uns eine Prognose für die nächste MXGP-Saison geben?

Das ist nicht ganz einfach, denn es kommen viele neue Fahrer aus der MX2. Dann sind da Herlings, Gajser, Tony und viele andere Piloten, die gegen Ende der letzten Saison sehr stark waren, beispielsweise Seewer und Coldenhoff. Meiner Meinung nach wird es in der nächsten Saison mindestens sechs oder sieben Fahrer geben, die um den Titel kämpfen können. Ich denke, die Favoriten sind jedoch Herlings, Gajser, Cairoli und Prado. Aber man weiss natürlich nie, wer wirklich die ganze Saison über fit bleiben kann.

Tony fährt mit seinen 34 Jahren immer noch auf enorm hohem Niveau. Wo siehst du dich selber in diesem Alter?

Er ist in seinem Alter immer noch auf hohem Niveau, während fast alle Fahrer in der Regel früh aufhören, weil Motocross ein harter Sport ist. Er fordert Opfer und man muss die ganze Zeit im Training bleiben.

Es ist nicht leicht, so lange das Tempo mithalten zu können. Seine Gegner sind 10-15 Jahre jünger, aber er schafft es offensichtlich, auch in seinem Alter in perfekter Form zu bleiben. Er ist allerdings im Moment der einzige, der das tun kann, also weiss ich nicht, ob ich es in seinem Alter noch tun kann. In der Zwischenzeit werde ich versuchen, in ein paar Jahren auf Top-Niveau zu kommen, und dann werde ich sehen, wie es weiterläuft.

Tony Cairoli, KTM MXGP

Tony Cairoli, KTM MXGP

Einige deiner Kollegen versuchen sich auch in anderen Motorsportdisziplinen. Gibt es etwas, das du neben dem Motocross ausprobieren möchtest?

Ich war schon immer mit der Enduro-Welt verbunden, weil mein Vater einige Rennen gefahren ist. Vor einer Weile habe ich an einem freien Wochenende ein regionales Meisterschaftsrennen gefahren und es ist gut gelaufen. Ich habe es nur zum Spass gemacht, aber es ist nicht ausgeschlossen, dass ich es in Zukunft erneut ausprobieren werde. Im Moment bevorzuge ich Motocross, aber man soll nie „nie“ sagen.

Ich habe mich noch nie auf vier Rädern versucht, aber auch das möchte ich für die Zukunft nicht ausschliessen. Im Moment will ich mir alle Türen offen halten.

Gibt es ein Motorrad, das dein Herz höher schlagen lässt?

In diesem Jahr bin ich mit der 125er gefahren und habe die italienische Meisterschaft mit der 2-Takt-250er gewonnen, und ich muss sagen, dass das ein sehr interessantes Motorrad ist. Ich mochte es wirklich. Ich glaube, das ist meine Lieblingsmaschine. Ab dem kommenden Jahr werde ich die 4-Takter fahren, also werde ich nicht mehr oft damit fahren, aber es gefällt mir sehr.

 
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Artikel-Info

Rennserie Motocross Italiano
Fahrer Mattia Guadagnini
Autor Antonio Russo