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MotoE 2020: Fahrer, Teams und technische Änderungen

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MotoE 2020: Fahrer, Teams und technische Änderungen
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17.12.2019, 09:41

Nicolas Goubert zieht nach der ersten MotoE-Saison ein Fazit und erklärt, was sich 2020 ändern wird - Fahrer-Lineup steht, Rennkalender noch einmal angepasst

In sechs Rennen suchte die MotoE 2019 ihren ersten Weltcup-Champion und fand ihn beim Saisonfinale von Valencia in Matteo Ferrari, der sich den Titel gemeinsam mit dem Team von Fausto Gresini sicherte. Er gewann zwei der sechs Läufe, insgesamt gab es vier verschiedene Sieger im Laufe der Saison.

Nicolas Goubert, Exekutiv-Direktor der noch jungen Elektrorennserie, zieht nach dem ersten Jahr MotoE ein positives Fazit. "Wir haben unser Hauptziel erreicht, nämlich zu zeigen, dass es genauso unterhaltsam ist, ein Rennen mit Elektromotorrädern wie mit herkömmlichen Motorrädern zu sehen", sagt er gegenüber CNN.

"Wir hatten Rennen mit vielen Überholmanövern und Spannung bis zur letzten Runde", schwärmt Goubert weiter und verweist auch auf das wohlwollende Feedback von MotoGP-Fahrern. So hätten etwa Marc Marquez und Maverick Vinales Dorna-Boss Carmelo Ezpeleta gleich nach dem ersten Lauf zum MotoE-Rennen gratuliert.

Für 2020 verbesserte Bikes und neue Ladegeräte

Viele Fans stehen der neuen Rennserie jedoch weiterhin kritisch gegenüber. Und auch so mancher MotoGP-Experte kann sich dafür noch nicht erwärmen. So kritisierte ServusTV-Kommentator Alex Hofmann die MotoE erst kürzlich im TV und bemängelte den fehlenden Gänsehautfaktor im Vergleich zu den Verbrennern.

In der kommenden Saison wird die MotoE wieder im Rahmenprogramm der MotoGP starten. Bis dahin will Energica, Einheitslieferant der Elektromotorräder, weiter an den Bikes arbeiten, um diese schrittweise zu verbessern. "Für das nächste Jahr wird das Motorrad mehr Drehmoment bekommen", weiß Goubert.

Nicolas Goubert

Nicolas Goubert glaubt, dass sich die MotoE auch in Zukunft bewährt

Foto: LAT

Neben neuen Reifen werde außerdem an der Dämpfung der Vorderradgabel gearbeitet, verrät er. Eine weitere wichtige Änderung betrifft das Aufladen der Akkus. Während in dieser Saison Generatoren eingesetzt wurden, sollen künftig neue hocheffiziente Ladegeräte von Enel, Energieversorger der MotoE, verwendet werden.

MotoE-Rennkalender nachträglich angepasst

"Die neuen Ladegeräte werden nur eine sehr begrenzte Menge an Ökostrom aus dem Netz von Enel verbrauchen und jeder wird seine eigenen Batterien haben", erklärt Goubert gegenüber CNN zur Neuentwicklung. "Wir werden Solarmodule an diese Ladegeräte anschließen, um die Batterien aufzuladen."

Einen Rennkalender für die zweite MotoE-Saison gibt es bereits. Er wurde jüngst allerdings noch einmal angepasst. Waren ursprünglich sechs Renne geplant, stehen nun sieben auf dem Plan.

Der Auftakt wird Anfang Mai in Jerez stattfinden, darauf sollte eigentlich ein Rennwochenende in Le Mans folgen, das jedoch entfällt. In Assen und Spielberg wird aber gefahren. Zudem sind jeweils Double-Header in Misano und in Valencia geplant. Letzterer kam durch das Update hinzu.

Einige Teams setzten 2020 auf neue Gesichter

Auch das Fahrerfeld hat in den vergangenen Wochen immer weiter Form angenommen. Am Montag (16.12.) wurde die "Entry List" dann offiziell bestätigt.

Früh Nägel mit Köpfen machte Weltcup-Sieger Ferrari, der dem Gresini-Team treu bleibt und mit Alessandro Zaccone einen neuen Teamkollegen bekommt. IntactGP hat Jesko Raffin an die Moto2 verloren, mit Dominique Aegerter aber wieder einen Schweizer dazu gewonnen.

LCR hält an Niccolo Canepa fest und hat mit Xavier Ximeon einen neuen Mann an Bord, der zuvor für Avintia fuhr. Dort geht 2020 die Paarung Eric Granado und Xavier Cardelus an den Start. Marc VDS wird wieder mit Mike di Meglio antreten.

Lukas Tulovic findet Anschluss bei Tech-3-Racing

Hector Garzo, der ursprünglich bei Tech 3 weitermachen sollte, wechselt in der nächsten Saison zum Pons-Team in die Moto2. Lukas Tulovic und Tommaso Marcon bekommen die Plätze im Team von Herve Poncharal.

Pramac bleibt seinem Fahrerduo von 2019 mit Alex de Angelis und Josh Hook treu. Aspar, ehemals das Angel-Nieto-Team, setzt weiterhin auf Maria Herrara. Alejandro Medina Mayo ersetzt Nicolas Terol.

Pons musste nach dem Ausstieg von Sete Gibernau umdisponieren und holt mit Jordi Torres ein neues Gesicht in die MotoE. Die Ein-Mann-Teams von One Energy, SIC58 und Ajo ändern wiederum nichts. Bradley Smith, Mattia Casadei und Niki Tuuli treten auch in der kommenden Saison für sie an.

Fahrer und Teams für die MotoE-Saison 2020:

Gresini: Matteo Ferrari - Alessandro Zaccone

IntactGP: Dominique Aegerter

Tech 3: Lukas Tulovic - Tommaso Marcon

LCR: Niccolo Canepa - Xavier Simeon

Avintia: Xavier Cardelus - Eric Granado

Marc VDS: Mike di Meglio

Pramac: Alex de Angelis - Josh Hook

Aspar: Maria Herrera - Alejandro Medina Mayo

SIC58: Mattia Casadei

One Energy: Bradley Smith

Pons: Jordi Torres

Ajo: Niki Tuuli

Rennkalender für die MotoE-Saison 2020:

03. Mai: Jerez

28. Juni: Assen

16. August: Spielberg

12. und 13. September: Misano (Double-Header)

14. und 15. November: Valencia (Double-Header)

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Rennserie MotoE
Autor Juliane Ziegengeist