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MotoE-Test in Jerez trotz Coronakrise in Italien: "Respektlos" findet de Angelis

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MotoE-Test in Jerez trotz Coronakrise in Italien: "Respektlos" findet de Angelis
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Alex de Angelis findet es angesichts der Coronakrise "respektlos" den Italienern gegenüber, dass derzeit die MotoE einen dreitägigen Test in Spanien durchführt

In dieser Woche finden von Dienstag bis Donnerstag (10.-12. März) die ersten Vorbereitungs-Testfahrten der MotoE statt. Die Elektromotorräder sind an diesen drei Tagen in Spanien in Jerez de la Frontera unterwegs. Angesichts der angespannten Situation rund um CoViD-19 in Italien findet es Alex de Angelis "respektlos" den Italienern gegenüber, dass dieser Test stattfindet.

Von den zwölf MotoE-Teams sind elf in Jerez vor Ort. Nur SIC58 fehlt, denn es handelt sich um ein italienisches Team. Pramac und Gresini sind aber vor Ort, genauso wie einige der italienischen Fahrer, unter anderem Niccolo Canepa, Matteo Ferrari und eben de Angelis, der aus San Marino stammt.

Auf seiner Facebook-Seite äußert sich de Angelis in einem Posting kritisch darüber, dass dieser Test wie geplant stattfindet. Allerdings räumt der ehemalige MotoGP-Fahrer auch ein, dass niemand zur Teilnahme gezwungen wurde.

"Ich finde es nicht fair, dass wir hier in Jerez den MotoE-Test haben. Das ist respektlos den ganzen Italienern gegenüber, die hier arbeiten und stattdessen lieber zu Hause bei ihren Familien wären. Es stimmt, dass niemand dazu gezwungen ist, hier zu bleiben. Pramac würde uns jederzeit ein Ticket kaufen, um sofort nach Hause reisen zu können."

 

Weiter findet de Angelis, dass es vom Veranstalter der Rennserie sportlich nicht fair wäre, wenn die Teams und Fahrer aus anderen Ländern den Test fortsetzen würden. "Als wäre das Problem nicht so wichtig und weit verbreitet", schreibt der 36-Jährige. "Aber das ist meine persönliche Meinung." Das erste MotoE-Rennen ist derzeit für den 3. Mai im Rahmen des Grand Prix in Jerez geplant.

Einige technische Weiterentwicklungen

Aktuell sind die Elektromotorräder zum ersten Mal seit dem Saisonfinale in Valencia im vergangenen November wieder auf der Strecke. Öhlins hat eine neue Vordergabel entwickelt, die das Fahrverhalten der schweren Motorräder in Kurven verbessern soll. Michelin hat ebenfalls neue Vorder- und Hinterreifen entwickelt.

 

Die italienische Firma Energica, die alle Motorräder zur Verfügung stellt, hat an der Aerodynamik gearbeitet, um mit dem Luftfluss die Batterie besser zu kühlen. Dadurch soll auch der Ladevorgang beschleunigt werden. Insgesamt wurden technisch nur Details im Vergleich zur Premierensaison verändert.

Am ersten Testtag führte Eric Granado (Avintia) knapp vor MotoE-Meister Matteo Ferrari (Gresini) die Zeitenliste an. Bradley Smith (WithU) folgte als Dritter. Mike di Meglio (Marc VDS) und Niki Tuli (Ajo) rundeten die Top 5 ab. Bester Rookie war der Schweizer Dominique Aegerter (Intact GP) als Zehnter.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie MotoE
Autor Gerald Dirnbeck