"Wir sind bereit": Teamchef Lingg nach MotoE-Feuer zuversichtlich

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"Wir sind bereit": Teamchef Lingg nach MotoE-Feuer zuversichtlich
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20.03.2019, 07:25

Die Brandkatastrophe in Jerez hat die MotoE ausgebremst, doch IntactGP-Teamchef Jürgen Lingg glaubt, dass die junge Rennserie daraus lernen kann

Vor knapp einer Woche fand der vom 13. bis 15. März geplante MotoE-Test in Jerez ein jähes Ende, als in der Nacht auf Donnerstag ein Feuer alle 18 Motorräder samt Equipment vernichtete. Noch ist die offizielle Brandursache nicht vollumfänglich geklärt, doch man geht davon aus, dass ein Kurzschluss in einer der Ladestationen das Feuer auslöste.

Trotz dieses Rückschlags soll die neue Elektro-Rennserie, für die in diesem Jahr fünf Rennevents angesetzt waren, stattfinden - wenn auch mit verändertem Rennkalender. Wie mittlerweile klar ist, können weder der Saisonauftakt in Jerez noch der Termin in Le Mans eingehalten werden. Erst muss Lieferant Energica nachproduzieren.

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"Wir müssen jetzt abwarten, wie sich die Dinge entwickeln", sagt Jürgen Lingg zu den jüngsten Ereignissen. Der Chef des deutschen IntactGP-Teams, das in der MotoE mit dem Schweizer Jesko Raffin antritt, bleibt zuversichtlich: "Außer, dass das erste Rennen in Jerez ausfällt, ändert sich für uns nicht viel. Wir sind bereit, sobald die Saison weitergeht."

MotoE-Brand hat sich nicht angedeutet

Vom Feuer, das kurz nach Mitternacht am Donnerstag ausgebrochen war, bekam der Teamchef selbst nicht direkt etwas mit. "Beim Frühstück in unserem Hotel, wo einige andere Teams ebenfalls übernachteten, war der Brand ein Thema. Zuerst konnte man es nicht glauben, aber leider war es wahr", erzählt er im Interview mit 'Motorsport.com'.

Neben den Motorrädern, die von Energica und der Dorna gesponsert werden, fiel auch die komplette Boxeneinrichtung der Teams den Flammen zum Opfer. "Für den entstandenen Schaden kommt die Versicherung auf. Natürlich sind auch Werte dabei wie z.B. hart erarbeitete Unterlagen und Dinge, die man einfach nicht ersetzen kann", sagt Lingg.

Dass es zu einem solchen Feuer kommen könnte, damit hatte niemand gerechnet. Anzeichen gab es laut dem IntactGP-Teammanager nicht: "Wir hatten kein großes Problem bis zu dem Unglück. Das Motorrad lässt sich gut fahren, lediglich die Ausdauer und Ladedauer der Akkus könnte besser werden. Das können wir aber nicht beeinflussen."

Jürgen Lingg: "Muss Herstellern Zeit geben"

"Es geht allen Teams gleich", erzählt er weiter, "da es sich ja bekanntlich um einen Cup handelt, jeder hat identisches Material. Man muss den Herstellern einfach Zeit geben, in Ruhe weiter zu entwickeln. Man darf nicht vergessen, dass wir erst am Anfang stehen mit einer neuen Technik." Lingg vertraut darauf, dass die Verantwortlichen daraus lernen werden.

Jürgen Lingg

Teamchef Jürgen Lingg zeigt sich für die Zukunft der MotoE weiter optimistisch

"Da es nicht beim Ladevorgang zu dem Feuer kam und wahrscheinlich ein Kurzschluss eines der Hochleistungsladegeräte entzündete, werden die Verantwortlichen mit Sicherheit dieses Ereignis in ihre Entwicklungsarbeit einbeziehen", sagt er und hofft, dass es bald weitergehen kann. Trotz des verkürzten Tests sieht Lingg großes Potenzial in der E-Rennserie.

Sein Fahrer Raffin habe bereits ein gutes Gefühl aufbauen können: "In der ersten Session am Morgen lag Jesko an fünfter Position, am Nachmittag war er auf neun. Kein schlechter Einstieg, vor allem gegen einige ehemalige MotoGP-Stars." Mit Sete Gibernau, Alex de Angelis, Randy de Puniet und Bradley Smith sind viele namhafte Piloten dabei.

Mit Bildmaterial von IntactGP/Alvaro Rivero.

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Rennserie MotoE
Autor Juliane Ziegengeist
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