Aerodynamik: Ducati laut Dall'Igna der Konkurrenz immer einen Schritt voraus

Ducati-Stratege Luigi Dall'Igna erwartet, dass die neuen Aerodynamik-Elemente an der Desmosedici früher oder später von der Konkurrenz kopiert werden

Aerodynamik: Ducati laut Dall'Igna der Konkurrenz immer einen Schritt voraus

Obwohl die Regeln in Sachen Aerodynamik mittlerweile wenig Spielraum für Innovationen lassen, konnte Ducati für die MotoGP-Saison 2021 erneut nachlegen. Die Italiener präsentierten eine Verkleidung mit neuen Aero-Elementen am Bug. Noch gibt es viele offene Fragen, welche Wirkung die Luftkanäle im unteren Teil der Verkleidung haben. Doch es muss einen Vorteil bringen, denn andernfalls hätte Ducati das Aero-Update nicht homologieren lassen.

Ducati-Rennleiter Luigi Dall'Igna sieht die 2021er-Verkleidung als Fortschritt an, wünscht sich aber weitere Erfahrungen auf anderen Strecken. Bisher konnte Ducati die neue Verkleidung ausschließlich auf dem Losail International Circuit testen.

"Sie funktioniert. Doch wir haben sie ausschließlich hier getestet. Es ist zu zeitig, um zu beurteilen, ob sie uns auf den anderen Strecken eine Vorteil bringt", kommentiert Dall'Igna im Gespräch mit der 'La Repubblica'.

Wann kopieren die anderen Hersteller die Ducati-Idee?

Dass die anderen Hersteller genau schauen, was Ducati über den Winter entwickelt hat und gegebenenfalls Kopien entwerfen, stört Dall'Igna nur bedingt. "Es wird eine Weile dauern. Und wenn sie dahinter gekommen sind, haben wir bereits etwas Neues gefunden", ist der Ducati-Corse-Chef überzeugt.

Luigi Dall'Igna

Luigi Dall'Igna ist der Konkurrenz immer einen Schritt voraus

Foto: Ducati

Ducati behauptet seit dem Start der Aero-Entwicklung in der MotoGP die Rolle des Vorreiters. Die Desmosedici war das erste MotoGP-Bike mit Flügelprofilen. Als die Konkurrenz die Ducati-Idee kopiert hatte, waren die Italiener bereits einen Schritt weiter. Diesen Vorsprung konnte Ducati über die vergangenen Jahre behaupten.

"Es ist ein Teil des Spiels", bemerkt Dall'Igna mit einem Blick auf die Kopien der Konkurrenz. "Hinsichtlich der puren Geschwindigkeit haben wir aber das Limit erreicht, denke ich", ist der Italiener überzeugt. Mit 362,4 km/h wurde beim Saisonauftakt in Katar ein neuer Topspeed-Rekord aufgestellt.

Bei weniger Wind ein Kandidat für den Sieg?

Trotz der Vorteile bei der Aerodynamik und der Motorleistung konnte Ducati beim Saisonauftakt aber nicht gewinnen. Der Sieg ging an Yamaha-Pilot Maverick Vinales. Johann Zarco (Pramac-Ducati) und Francesco Bagnaia (Ducati) komplettierten mit ihren 2021er-Desmosedicis das Podium.

"Der Wind kam uns in die Quere und ruinierte unsere Pläne", ärgert sich Dall'Igna. "Wir haben ein Motorrad, das auf Grund seines aerodynamischen Charakters sensibler auf Wind reagiert. Es ist keine Ausrede. Wir müssen diesen Aspekt verbessern. Wir konnten dennoch Zweiter und Dritter werden. Für Sonntag sind wir zuversichtlich."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

geteilte inhalte
kommentare
Auf den letzten Metern P2 verloren: Für Joan Mir überwiegt dennoch das Positive
Vorheriger Artikel

Auf den letzten Metern P2 verloren: Für Joan Mir überwiegt dennoch das Positive

Nächster Artikel

Morbidelli: "Konnten sehen, dass es ein Problem mit der Startvorrichtung gab"

Morbidelli: "Konnten sehen, dass es ein Problem mit der Startvorrichtung gab"
Kommentare laden