Aleix Espargaro beim Katar-Test Sechster: Wie stark ist Aprilia wirklich?

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Aleix Espargaro beim Katar-Test Sechster: Wie stark ist Aprilia wirklich?
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25.02.2019, 11:14

Aleix Espargaro fährt die neue Aprilia am zweiten Testtag in Katar in die Top 10 - Deutlich wichtiger wird aber die Rennsimulation, die er am Montag fahren will

Am Sonntag überraschte Aleix Espargaro am zweiten Testtag in Katar mit einem starken sechsten Platz. Dem Spanier fehlten knapp sechs Zehntelsekunden auf die Bestzeit von Alex Rins, und er konnte unter anderem Piloten wie Andrea Dovizioso, Jorge Lorenzo und Valentino Rossi hinter sich lassen. Espargaro ist damit natürlich "zufrieden", doch es dürfte klar sein, dass dieses Ergebnis auf keinen Fall repräsentativ ist.

Generell sind Testzeiten immer mit Vorsicht zu genießen - das gilt vor allem bei Teams wie Aprilia, die in den Vorjahren meistens weit von der Spitze weg waren. Bleibt also die Frage: Was ist dieser sechste Platz wert, und wie stark ist Aprilia wirklich? "Wir haben uns seit gestern [Samstag] sehr stark verbessert", berichtet Espargaro gegenüber 'MotoGP.com' und verrät: "Ich fühle mich auf dem 2019er-Bike immer besser."

"Ich muss sagen, dass es noch immer Luft noch oben gibt, vor allem bei meinem Gefühl. Ich muss eine etwas bessere Balance auf dem Motorrad finden. Ich habe das Gefühl, dass wir den Vorderreifen zu sehr belasten, und das ist nicht gut, denn vielleicht riskieren wir so zu viel. Aber es war viel besser als gestern", freut sich der Spanier, der laut eigener Aussage keine neuen Teile für die RS-GP testete.

Er erklärt, dass es für ihn vor allem darum geht, ein möglichst gutes Gefühl auf dem Motorrad aufzubauen. So sieht er zum Beispiel in den Bremszonen noch Verbesserungspotenzial. Am Montag, dem letzten Testtag in diesem Winter, möchte Espargaro eine abschließende Rennsimulation fahren. "Das wird für mich der wichtigste Teil der gesamten Wintertests", hebt er die Bedeutung der Rennsimulation hervor.

"Es ist natürlich schön, eine Runde zu fahren und damit Sechster zu werden", gesteht der Spanier. Eine "starke Rennsimulation" sei aber deutlich wichtiger, da sich dann zeigen werde, wie weit Aprilia tatsächlich von den Konkurrenten weg sei. Zumal die Zeiten von Andrea Iannone am Sonntag nicht wirklich dazu beigetragen haben, ein klareres Bild von der Stärke der RS-GP zu zeichnen.

Der Neuzugang wurde nur 16. und war mehr als eine halbe Sekunde langsamer als sein Teamkollege. "Ich bin mit unserer Arbeit zufrieden. Aber wir müssen uns auf jeden Fall noch etwas verbessern", resümiert der Italiener. Insgesamt habe man "positiv" gearbeitet und sei "nicht so weit weg" von den Gegnern. Auch Iannone habe sein Gefühl auf dem neuen Bike im Laufe der Testfahrten immer weiter verbessern können.

Außerdem testete er am Sonntag neue Winglets. Ein abschließendes Fazit will er hier allerdings noch nicht ziehen, die Winglets hätten Vor- und Nachteile. Den letzten Testtag möchte er unter anderem dazu nutzen, um weiter am Set-up zu arbeiten. Wie weit es für Aprilia 2019 wirklich nach vorne gehen kann, wird sich wohl erst beim Saisonauftakt in Katar im März zeigen.

Mit Bildmaterial von LAT.

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