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Andrea Dovizioso verrät: "Yamaha hat sich bei mir entschuldigt"

Zusammenarbeit statt Rücktritt: Andrea Dovizioso will sich gemeinsam mit Yamaha aus dem Formtief ziehen - "Sie sind sich der Realität sehr bewusst", so der Italiener

Die ersten vier Rennen der MotoGP-Saison 2022 liefen für Yamaha enttäuschend. Bis auf den zweiten Platz von Fabio Quartararo in Indonesien gab es keine Ausreißer nach oben. Im Gegenteil: Der Franzose war der Einzige unter den vier Yamaha-Piloten im Feld, der konstant in die Punkte fahren konnte.

Das war weder Teamkollege Franco Morbidelli noch Andrea Dovizioso aus dem Satellitenteam vergönnt. Darryn Binder muss man aufgrund seines Rookie-Status ausklammern. Trotzdem liegt er in der WM-Tabelle dank seiner Top-10-Platzierung in Indonesien noch vor dem weitaus erfahreneren Dovizioso.

Der Italiener drang als 14. in Katar und 15. in Austin bisher nur zweimal in die Punkteränge vor. Allerdings bremsten ihn zuweilen auch technische Probleme aus. Das kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Dovizioso bisher deutlich unter den Erwartungen geblieben ist - auch unter seinen eigenen.

Dovizioso winkt bei Rücktrittsgerüchten ab

In der internationalen Presse tauchten nach dem letzten Grand Prix deshalb Gerüchte über einen Rücktritt des 36-Jährigen noch während der Saison auf. Vor dem Wochenende in Portimao darauf angesprochen, kann er darüber allerdings nur lachen.

Gleichzeitig macht er aus der schwierigen Situation bei Yamaha keinen Hehl: "Ich habe immer gesagt, dass ich nicht hier bin, um einfach nur Rennen zu fahren. Insofern gefällt mir unsere Situation natürlich nicht. Ich bin sehr enttäuscht darüber, weil ich vorne mitfahren möchte", räumt Dovizioso ein.

"Ich denke, Yamaha befindet sich aktuell in einer schwierigen Lage. Es gibt immer noch die Möglichkeit, stärker zu sein. Fabio zeigt das ja in jedem Rennen, denn selbst wenn er zu kämpfen hat, kann er noch Siebter werden - und der Rückstand zum Ersten ist nicht so groß. Es ist also möglich, auf der Yamaha schnell zu sein."

Offene Gespräche mit Yamaha über Probleme

"Aber sie wissen selbst, und das bestätigen sie uns auch in den Meetings, dass Yamaha im Moment ein paar Probleme hat", betont der Italiener. "Ich hatte heute erst ein Treffen mit Yamaha, weil ich schon immer ein Techniktreffen mit ihnen, mit dem Projektleiter haben wollte. Und es ist schön, mit ihnen zu arbeiten, denn man kann offen reden und sie sind sich der Realität sehr wohl bewusst."

Andrea Dovizioso

Nicht nur Dovizioso fährt auf der aktuellen Yamaha M1 dem Spitzenfeld hinterher

Foto: Motorsport Images

Dovizioso verrät sogar: "Sie haben sich bei mir entschuldigt, nachdem in Austin 29 Sekunden zurücklag. Das ist gut, denn es zeigt, dass sie die Situation verstehen. Wir werden also weiter zusammen daran arbeiten, uns zu verbessern."

In welchen Bereichen gearbeitet werden muss, wisse Yamaha sehr genau, sagt der mehrfache Vizeweltmeister weiter. "Wie lange es dauern wird, bis wir etwas haben, kann ich allerdings nicht sagen, weil ich sie noch nicht so gut kenne."

Dovizioso wünscht aggressivere Entwicklung

"Ich hoffe, dass sie in einigen Bereichen etwas wirklich Aggressives versuchen werden, denn das halte ich in diesem Moment für sehr wichtig. Aber ich weiß nicht, ob und vor allem wann es passieren wird. Um bestimmte Dinge herzustellen, braucht es eben eine gewisse Zeit", hofft Dovizioso auf baldige Updates.

Dass ihm der Umstieg von Ducati auf Yamaha so viele Schwierigkeiten bereiten würde, damit hatte er bei seinem Entschluss, nach einem Sabbatical in die MotoGP zurückzukehren, nicht gerechnet. Denn als er 2012 im damaligen Tech-3-Team eine Yamaha fuhr, kam "Dovi" gut zurecht. Und im Vergleich zu heute habe sich die DNA des Motorrads kaum verändert: "Sie ist immer noch sehr ähnlich."

So sieht der 36-Jährige dieselben positiven Punkte, "aber die negativen sind größer geworden". In Kombination mit der Tatsache, dass die anderen Hersteller in der MotoGP deutlich zugelegt haben, befinde man sich jetzt in einer Situation, in der es schwierig sei, mit der aktuellen Yamaha M1 konkurrenzfähig zu sein.

Hinzu komme, dass er mit seinem Fahrstil noch nicht das volle Potenzial des Motorrads nutzen könne: "Dafür ist der fehlende Grip am Hinterrad ist zu groß." Deshalb nimmt sich Dovizioso für die verbleibenden 17 Saisonrennen vor allem zwei Dinge vor.

"Erstens müssen wir versuchen, uns weiter an das Motorrad anpassen. Das ist, was wir während der Rennwochenenden tun können, um die Lücke zu minimieren. Zweitens müssen wir mit Yamaha zusammenarbeiten, um das Motorrad weiterzuentwickeln, und zwar während der Saison." Klingt also (noch) nicht nach Rücktritt.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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