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Aprilia-Motorsportchef: "Bin froh, dass Aleix Espargaro Fortschritte spürt"

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Aprilia-Motorsportchef: "Bin froh, dass Aleix Espargaro Fortschritte spürt"
Autor:
Co-Autor: Lewis Duncan
22.02.2020, 11:48

Aprilia-Motorsportchef Massimo Rivola lobt die Einstellung von Aleix Espargaro - Dass der Spanier oft kritische Worte über Aprilia findet, sieht er ihm nach

Seit 2017 fährt Aleix Espargaro für Aprilia und diese drei Jahre waren von vielen technischen Problemen, Rückschlägen und nur wenigen Highlights geprägt. Den Frust über ausbleibende Fortschritte machte der Spanier regelmäßig in der Öffentlichkeit kund. Mit der neuen RS-GP 2020 ist im italienischen Team aber eine Aufbruchstimmung zu spüren.

Einerseits zeigte der neue Prototyp beim ersten Test in Malaysia Potenzial. Andererseits zeigen die Umstrukturierungen, die von Motorsportchef Massimo Rivola angestoßen wurden, langsam Wirkung. In seinem ersten Jahr als Aprilia-Verantwortlicher hat Rivola im Hintergrund einige personelle Veränderungen angestoßen.

"Ich bin froh, dass Aleix einen Fortschritt spürt", sagt Rivola im Gespräch mit 'Motorsport.com'. "Ich denke, die Piaggio Gruppe investiert jetzt mehr Ressourcen, wenn man den finanziellen Aspekt anspricht. Es ist eine mittel- bis langfristige Vision, die man von außen vielleicht nicht sieht."

Aleix Espargaro

Das neue Motorrad stellt für Aprilia einen Neustart dar

Foto: Motorsport Images

"Es gibt neues Personal mit unterschiedlichen Erfahrungen in Noale. Einige sind erst im November oder spät im Dezember zu uns gestoßen. Wir hoffen, dass sie im Laufe der Saison mehr beitragen können. Deshalb bin ich recht optimistisch, denn es sieht auch danach aus, dass das neue Motorrad gut auf die Welt gekommen ist."

Das neue Bike hat nicht nur einen neuen V4-Motor mit 90 Grad Öffnungswinkel, sondern jedes Detail wurde neu designt. Es bleibt abzuwarten, wie konkurrenzfähig Aprilia in den kommenden Monaten sein wird, denn Kinderkrankheiten treten bei einem komplett neuen Projekt für gewöhnlich immer auf.

Dovizioso und Ducati als Vorbild

Espargaro hat sich als Vorbild Andrea Dovizioso genommen. Der Italiener stieß zu Ducati, als die italienische Marke eine schwierige Phase durchlebte. Mit langer und mühsamer Aufbauarbeit schaffte es Dovizioso, mit Ducati auf die Siegerstraße zurückzukehren. Diesen Weg will Espargaro im Idealfall auch mit Aprilia schaffen.

"Es ist schön, wenn ein Fahrer sagt, dass er derjenige sein will, der für Aprilia Geschichte schreibt und uns von hinten nach vorne bringt", kommentiert Rivola die Einstellung von Espargaro. In der MotoGP hat Aprilia noch nie ein Rennen gewonnen. "Ob wir es schaffen werden, weiß ich nicht, aber wir wollen in diese Richtung gehen."

"Wir sind aber nicht verrückt und werden gleich auf das Podium kommen. Wir wollen gute Fortschritte machen und die gute Basis, die wir jetzt mit guten Leute haben, nicht zerstören. Für mich ist wichtig, dass wir wachsen", hält Rivola fest. "Eigentlich kann niemand sagen, dass man gewinnen wird, außer man hat vielleicht Marquez."

Massimo Rivola

Massimo Rivola lobt die Einstellung von Aleix Espargaro

Foto: LAT

Dass Espargaro oft kritische Worte über Aprilia getroffen hat, die aus PR-Sicht vielleicht nicht so willkommen sind, stört Rivola übrigens nicht: "Wenn man jemanden sieht, der alles gibt, dann gibt er alles. Und wenn jemand falsche Worte findet, dann wissen wir, dass das in diesem Moment seine Gedanken waren. Ich habe zum Beispiel mit Fernando [Alonso] gearbeitet, der auch oft heiß war."

Auch bei Aprilia laufen die Fahrerverträge mit Saisonende 2020 aus. Rivola möchte mit Espargaro und Andrea Iannone weitermachen. Bei Iannone hängt es davon ab, wie die Dopingaffäre ausgeht. "Wir kennen Aleix und wir wissen, dass er explodieren kann, wenn es nicht richtig läuft. Aber wir wissen auch, dass er uns alles gibt, wenn es gut läuft. Wir mögen ihn und er weiß, dass wir uns auf seinen maximalen Einsatz verlassen können."

Mit Bildmaterial von Aprilia Racing Team.

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Rennserie MotoGP
Autor Gerald Dirnbeck