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MotoGP Portimao

Bagnaia erklärt: Darum hat er nach Sturz Schotter vom Kiesbett mitgenommen

Einige MotoGP-Fahrer kritisieren die mangelnde Qualität der Kiesbetten in Portimao - Die Steine sind zu groß, das Kiesbett zu hart - Man kann sich beim Sturz verletzen

MotoGP-Vizeweltmeister Francesco Bagnaia ist zu Beginn des zweiten Freien Trainings in Portimao (Portugal) gestürzt. Im Regen war dem Ducati-Fahrer auf der nassen Strecke in Kurve 3 schlagartig das Vorderrad eingeklappt. Bagnaia und seine Ducati purzelten ins Kiesbett. Zum Glück blieb der Italiener unverletzt.

Aber dann machte Bagnaia etwas Kurioses. Er sammelte mit seinen beiden Händen Steine aus dem Kiesbett auf. Nachdem er mit dem Moped zurück an die Box gebracht worden war, übergab er die Steine seinem Teammanager Davide Tardozzi.

Wie kam Bagnaia auf die ungewöhnliche Idee, Schotter zu seiner Box zurückzubringen? "Man muss sich nur alle Stürze auf dieser Strecke ansehen", erklärt der Sieger vom vergangenen Oktober. "Man erreicht die Kiesbetten hier bei hohem Tempo, weil die Strecke sehr schnell ist."

"Sobald man das Kiesbett erreicht, wird man wild herumgewirbelt. Man kann sich im Kiesbett verletzen. Ich finde, das ist nicht sicher genug. Für den Sturz, den ich hatte, ist das Motorrad auch viel zu sehr beschädigt. Die Steine sind viel zu groß."

"Es ist nicht so weich wie der normale Schotter. Darüber müssen wir in der Sicherheitskommission sprechen. Es geht um unsere Sicherheit, aber auch um die Motorräder. Schon im Vorjahr haben wir nach dem Sturz von Jorge Martin darauf aufmerksam gemacht."

 

Laut Bagnaia gibt es drei Strecken im Kalender, wo die Kiesbetten problematisch sind und die Verletzungsgefahr sogar hoch ist. Das sind neben Portimao noch Jerez und die neue Mandalika-Strecke in Indonesien.

Jack Miller und Aleix Espargaro stimmen zu

Sein Teamkollege Jack Miller hatte im Vormittagstraining einen harmloseren Ausrutscher und konnte gleich weiterfahren. Der Australier stimmt Bagnaia bei der Kritik an der Gestaltung der Kiesbetten zu: "Ja, wir werden das in der Sicherheitskommission zur Sprache bringen."

"Als ich am Donnerstag die Strecke abgegangen bin, habe ich in Kurve 8 einen sehr großen Stein herausgezogen. Außerdem ist dazwischen Gras gewachsen", schildert Miller seine Eindrücke und kommt zu dem Schluss: "Man hat sich um das Kiesbett also nicht gekümmert."

 

"Die Idee eines Kiesbetts ist, dass es flach ist und auch Luft in den Zwischenräumen hat, um absorbieren zu können. Mit dieser Art von Schotter und wie das Kiesbett derzeit aussieht, ist es nicht ideal. Das Motorrad wird auch viel mehr zerstört."

Auch andere Fahrer schlossen sich der Meinung von Bagnaia an. Die Kiesbetten standen Freitagabend beim Treffen der Sicherheitskommission auf dem Programm. Denn laut Ansicht der Fahrer ist das ein Sicherheitsthema.

"Ich hatte Glück, dass ich heute das Kiesbett nicht probieren musste", grinst Aprilia-Speerspitze Aleix Espargaro. "Aber viele Fahrer hatten in Jerez und in Mandalika Probleme. Das ist sehr gefährlich, denn man kann sich im Kiesbett schwer verletzen."

 

"Ich hoffe, sie können das lösen, wobei ich glaube, dass es nicht einfach wird. Bei vielen Strecken sind die Steine zu groß und das Kiesbett ist zu kompakt. Das macht es gefährlich. Vielleicht müssten die Kiesbetten ähnlich wie Randsteine standardisiert werden."

Aber warum gibt es in Portimao dieses Problem mit den Kiesbetten? Könnte es daran liegen, dass auch viele Autorennen auf dieser Strecke stattfinden und Autos eventuell andere Kiesbetten als Motorräder brauchen? Miller glaubt das nicht.

"Das weiß ich nicht, aber ich hätte mein Auto lieber in einem Kiesbett mit kleinen Steinchen und nicht großen, scharfkantigen", hält der Australier fest. "Wir werden darüber in der Sicherheitskommission sprechen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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