Bagnaias Fehlstart: Wie schätzt er seine WM-Chance ein?

Das Ducati-Werksteam und Francesca Bagnaia blieben bisher unter den Erwartungen, doch der Italiener hofft, dass sich die Saison und damit seine Form normalisieren

Für Ducati-Pilot Francesco Bagnaia verlief der Start in die MotoGP-Saison 2022 nicht wie geplant. Nach einem Sturz in Katar und einem mageren Pünktchen im Regen von Indonesien gelang dem Italiener beim Grand Prix von Argentinien trotz schlechter Startposition immerhin seine erste Top-5-Platzierung des Jahres.

In der WM liegt er nach drei Rennen zwar nur auf Rang 14 und hat 33 Punkte auf den aktuellen Gesamtführenden Aleix Espargaro (Aprilia). Bei noch 18 zu fahrenden Rennen ist aber noch alles möglich, oder was meint Bagnaia selbst zu seinen Titelchancen?

"Ich hoffe es", sagt die Ducati-Hoffnung. "Klar ist, dass viele Fahrer schnell sind und die Rennen etwas eigentümlich waren. Katar war noch am normalsten. Aber Mandalika war komplett neu. Wir hatten andere Reifen als im Test und es war ein Regenrennen."

Bagnaia hofft auf normales Wochenende in Austin

"Auch auf der Strecke in Argentinien sind wir zwei Jahre lang nicht gefahren. Und im Vergleich zu 2019 waren es andere Reifen. Es gab nur drei Sessions, um das Motorrad zu verbessern - also wieder ein schwieriges Wochenende. Ich hoffe, dass wir in Amerika ein normales Wochenende haben werden", blickt Bagnaia voraus.

"Ich denke, im Moment brauchen alle Fahrer etwas mehr Zeit, um sich mit den Dingen zu beschäftigen. Sobald etwas mehr Ruhe einkehrt, werden wir auch mehr Konstanz bei den Fahrern sehen - oder bei mir? Ich weiß es nicht, aber so sehe ich das."

Vor allem nach Katar hatte Bagnaia moniert, dass er sich zu sehr auf das Testen neuer Teile und Modifikationen am Motorrad statt auf das eigentliche Rennwochenende habe konzentrieren müssen. Würde er angesichts dieser Aussage mehr Tests bevorzugen?

Ducati-Fahrer wünscht sich wieder mehr Testtage

"Ich würde es vorziehen, mehr Tests wie in der Vergangenheit zu haben - einen Tag in Valencia, zwei Tage in Jerez und dann sechs oder neun Testtage im Februar oder März", erklärt der Italiener. "Das einzige Problem ist, dass es schwierig sein wird, viele Testtage zu haben, wenn weitere Rennen in den Kalender kommen."

"Aber natürlich ist es besser, mehr Testtage zu haben, um bereit zu sein, oder die nötige Ruhe zu haben, um seine Arbeit zu beenden", so Bagnaia. Offizielle Tests gab es im Winter drei: Im November in Jerez, im Februar in Sepang und Mandalika - einer komplett neuen Strecke, die erst "sauber" gefahren werden musste.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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