Bradley Smith erstaunt: "Bradl hätte bestraft werden müssen"

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Bradley Smith erstaunt:
Autor: Heiko Stritzke
Co-Autor: Gerald Dirnbeck
07.08.2018, 05:55

Bradley Smith äußert wenig Verständnis für die Entscheidung der Sportkommissare, Stefan Bradl nicht zu bestrafen - Zweiter Vorfall in zwei Rennen

Er radelte sich am Sonntag erst einmal den Frust von der Seele und war nicht ansprechbar. Bradley Smith brach erst am Montag beim MotoGP-Test in Brünn sein Schweigen und äußerte sich dabei kritisch über Stefan Bradl, aber auch die Rennstewards. Diese entschieden nach der Kollision auf "no further action", verhängten also keinerlei Strafen. Andere Fahrer wie Jack Miller, Aleix Espargaro und Cal Crutchlow übten heftige Kritik an Bradl.

Dem schließt sich nun auch Smith an: "Stefan hat versucht, auf der Innenbahn vier Mann gleichzeitig zu überholen, ist weggerutscht und hat mich und Maverick aufgesammelt. Ich bin ziemlich baff von Stefans Aussagen, dass er nicht wisse, was passiert ist. Vielleicht sollte man ihm die Bilder mal zeigen und sein Gedächtnis ein wenig auffrischen."

Reaktionen auf den Bradl-Crash:

Tatsächlich existiert auf Youtube Bewegtbildmaterial aus der nach hinten gerichteten Kamera von Dovizioso, die zeigt, dass Bradl innen attackiert hat und ihm dabei das Vorderrad eingeklappt ist. Allerdings hat er auch nicht, wie von Crutchlow behauptet, auf dem Gras angebremst.

Besonders ärgerlich für Smith: Es ist schon das zweite Mal nach dem Sachsenring, dass er in einen Vorfall mit dem Honda-Testfahrer verwickelt wurde. Entsprechend kritisch bewertet er die Entscheidung der Sportkommissare: "Ich bin sehr überrascht. Auf dem Sachsenring hat er mich in Q1 im letzten Sektor aufgehalten, weil er auf seiner Outlap nicht nach hinten geschaut hat. Das hätte seine Warnung sein müssen, die glaube ich auch ausgesprochen wurde."

"Dann räumt er zwei Mann mit einem wirklich rücksichtslosen Manöver ab und kommt ungeschoren davon. Ich bin sehr erstaunt von der Entscheidung der Rennkommissare." Immerhin war Smith der einzige, der keine physischen Konsequenzen durch die Kollision erlitt: Anders als Vinales und Bradl konnte er am Testtag fahren. Hätte auch er sich verletzt, hätte KTM die in jüngerer Geschichte wohl einmalige Situation erleben müssen, dass beide Stamm- und der Ersatzfahrer verletzt wären…

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Artikel-Info

Rennserie MotoGP
Event Czech GP
Subevent Rennen
Fahrer Bradley Smith , Stefan Bradl
Teams Red Bull KTM Factory Racing , Team HRC
Autor Heiko Stritzke
Artikelsorte Reaktion