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Cal Crutchlow schließt MotoGP-Rücktritt Ende 2020 nicht aus

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Cal Crutchlow schließt MotoGP-Rücktritt Ende 2020 nicht aus
Autor:
Co-Autor: Lewis Duncan
22.08.2019, 11:25

Ende 2020 laufen viele Fahrerverträge aus, auch der von Cal Crutchlow - Im Interview offenbart der Brite, dass die nächste MotoGP-Saison seine letzte sein könnte

Seit 2011 ist Cal Crutchlow als Stammfahrer in der MotoGP unterwegs, fuhr drei Jahre eine Yamaha, stieg auf Ducati um und pilotiert im LCR-Team das nunmehr fünfte Jahr in Folge eine Honda. Mit ihr fuhr der Brite 2016 beim Heim-Grand-Prix in Silverstone einen zweiten Platz ein. Vor seinem nächsten Heimrennen an diesem Wochenende hat 'Motorsport.com' Crutchlow zu einem Interview im Hauptsitz des britischen TV-Senders BT Sport getroffen und mit ihm über seine Pläne gesprochen.

Dabei offenbarte der MotoGP-Pilot, dessen Vertrag wie viele Ende 2020 ausläuft, dass die kommende Saison seine letzte in der Königsklasse sein könnte. "Es ist hart, weil ich körperlich das Gefühl habe, dass es mein letztes Jahr sein wird, aber ich mental das Gefühl habe, dass ich für immer weitermachen und Rennen fahren könnte", erklärt Crutchlow. "Aber das wird nie passieren."

"Nach meiner Verletzung im vergangenen Jahr, nach den Verletzungen, die ich über meine Karriere hinweg hatte, wird es immer schwieriger, in der Verfassung zu sein, von der ich denke, dass ich sie brauche, um wettbewerbsfähig zu sein", sagt der 33-Jährige weiter. 2018 zog er sich bei einem Sturz auf Phillip Island einen komplizierten Knöchelbruch zu und musste lange pausieren. Bis heute beeinträchtigt ihn sein rechter Fuß, der im Prinzip nur durch Metall zusammengehalten wird.

Crutchlow: "Ich bin immer noch schnell, das ist das Problem"

"Ich liebe das, was ich tue", betont Crutchlow im Interview. "Meine Entschlossenheit und meine Leidenschaft für den Sport sind ungebrochen. Die Hingabe, um wettbewerbsfähig zu sein, steckt noch immer in mir. Und ich spüre, dass das auch noch lange so bleiben wird. Aber ich bin auch der Typ Mann, der sagt, dass, wenn ich eines Tages aufwache und nicht motiviert bin, aufs Rad zu steigen, um mich auf die Rennen vorzubereiten, so wie ich es immer tue, es dann nicht mehr tun werde."

Denn dieser Sport sei schlichtweg zu riskant, um nur mit halbem Herzen dabei zu sein, sagt der Brite. "Das war bei mir noch nie der Fall. Aber ich weiß es nicht. Ich bin immer noch schnell, das ist das Problem. Ich komme auf jede Strecke und bin schneller als im Vorjahr. Das Problem ist, dass die Konkurrenz so groß ist. Ich werde nicht jünger, am Ende meines Vertrages bin ich 35."

Dass er, wenn er wollte, bei Honda bleiben und einen weiteren Vertrag mit dem Hersteller abschließen kann, dessen ist sich Crutchlow zu 100 Prozent sicher. "Es wurde bereits besprochen", verrät er. "Aber wir werden sehen, wie es läuft. Ich habe meine Karriere genossen, ich hatte gute und schlechte Zeiten, aber am Ende des Tages habe ich absolut meine 100 Prozent gegeben und das ist alles, was ich von mir verlangen kann, auch wenn ich nicht immer alles richtig gemacht habe."

Zusammenarbeit mit Honda: "Habe tolle Beziehung zu ihnen"

Was passiert, wenn Ende nächster Saison alle großen Verträge auslaufen, betrifft nicht nur ihn: "Die Frage wurde mir oft gestellt und ich sage immer wieder dasselbe - ich weiß es nicht. Und das heißt nicht, dass ich daran zweifle, ob ich es tun soll oder nicht. Ich werde nur sehen müssen, wie dieses Jahr endet und wie das nächste beginnt. Das gilt womöglich auch für vier andere Fahrer."

Cal Crutchlow

Mindestens bis Ende 2020 wird Crutchlow weiter für LCR-Honda antreten

Foto: BT Sport

Nun ist die Honda RC213V als physisch anspruchsvolles Motorrad bekannt und im Handling aggressiver als mancher Konkurrent. Für Crutchlow ist das aber nicht springende Punkt. "Ich weiß, was ich da fahre. Ich weiß, wie man damit fahren muss", betont er. "Offensichtlich weiß ich nicht, wie man das Bike so gut fährt wir Marc. Aber ich denke, ich bin der Einzige, der in der Lage war, den Hersteller zu wechseln und auf diesem Motorrad gut zu sein. Und ich mag das, denn es war nicht leicht."

Zugleich stellt Crutchlow klar: "Die Körperlichkeit des Fahrens mit der Honda wird nicht der Grund sein, warum ich jemals aufhören würde, denn ich werde einfach härter arbeiten, um es weiter tun zu können. Ich denke, dass Honda mit dem Motorrad einen fantastischen Job macht. Sie versuchen ihr Bestes in jedem Bereich, um sich zu verbessern. Der Motor ist in diesem Jahr sehr stark, viel stärker als in anderen Jahren. Wir arbeiten bereits an neuen Sachen für das nächste Jahr."

"Sie wissen, wie wichtig es in der MotoGP ist, früh mit der Arbeit an der Maschine des nächsten Jahres zu beginnen", fügt Crutchlow hinzu. "Ich mag das, ich arbeite gerne mit Honda, ich habe eine tolle Beziehung zu ihnen. Ich habe ihnen in den letzten fünf Saisons alles gegeben, und wenn ich nach der nächsten weiterfahren sollte, dann mit Honda. Das ist es, was ich sehen würde."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie MotoGP
Autor Juliane Ziegengeist