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Cal Crutchlows Sinneswandel: Karriereende jetzt doch kein Thema

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Cal Crutchlows Sinneswandel: Karriereende jetzt doch kein Thema
Autor:
Co-Autor: Valentin Khorounzhiy
10.10.2019, 10:24

Die mäßigen Resultate führen bei Cal Crutchlow zu einem Sinneswandel - Ein Karriereende 2020 ist nun kein Thema mehr - Stattdessen will er sich zurückkämpfen

Seit Wochen philosophiert Cal Crutchlow, dass er seine Karriere womöglich Ende 2020 beenden könnte. Dann läuft sein Honda-Vertrag aus. Sportlich erlebt der Brite eine durchwachsene MotoGP-Saison 2019. Zweimal stand er als Dritter auf dem Podest. Ansonsten spielte er kaum eine Rolle im Spitzenfeld. Dazu fühlt sich Crutchlow mit der aktuellen Honda RC213V nicht wohl und hat auch mit körperlichen Problemen zu kämpfen.

Nun vollzieht Crutchlow aber einen Sinneswandel: "Ich will weitermachen, weil ich zeigen will, dass ich den Speed habe und gewinnen kann. Vielleicht läuft es momentan nicht großartig. Deshalb muss ich weitermachen. Wenn ich zufrieden bin mit dem, was ich erreicht habe, dann kann ich aufhören. Wenn nicht, dann muss ich zeigen, dass ich es immer noch kann."

"Nächstes Jahr höre ich eh nicht auf. Es hängt mehr davon ab, was sie im nächsten Jahr bringen, anstatt was wir in diesem Jahr noch tun können", spricht Crutchlow die 2020er-Honda an. Die Entscheidung für die Zukunft wird schon Anfang nächstes Jahr fallen, denn hinter den Kulissen haben die Gespräche bei allen Teams für 2021 bereits begonnen.

Markenwechsel für Crutchlow ausgeschlossen

Die momentan schwierige Phase will Crutchlow als Motivation nutzen, um sich wieder an die Spitze zu kämpfen. Er glaubt, dass er bei LCR und Honda bleiben kann "solange ich will". An einen Wechsel zu einer anderen Marke denkt der 33-Jährige nicht: "Wenn ich weitermache, dann plane ich einen Verbleib bei Honda." Für ein Yamaha-Kundenteam sowie für das Ducati-Werksteam ist er bereits gefahren.

Cal Crutchlow

Cal Crutchlow will nun doch über 2020 hinaus im LCR-Team bleiben

Foto: GP-Fever.de

Entscheidend für Crutchlow ist, dass Honda das neue Motorrad einfacher zu fahren macht. "Dieses Motorrad ist körperlich so anstrengend zu fahren, das kann man sich kaum vorstellen. Jorge hat das sofort gesagt und ich habe sofort mit ihm übereingestimmt und tue das noch immer. Das Motorrad hat immer noch seine Stärken. Aber beim Kurveneingang haben wir aufgrund der Instabilität der Motorbremse verloren."

Deswegen haben vor allem Lorenzo und Crutchlow mit der Honda so große Probleme, wie der Brite findet: "Im Vorjahr konnten wir tiefer in die Kurve bremsen und Kurvenspeed halten. Jetzt können wir immer noch spät bremsen, aber wir können nicht diesen Kurvenspeed fahren." Den neuen Prototypen für 2020 hat Crutchlow schon in Brünn und Misano getestet und erkannte Fortschritte. "Ich denke, das komplette Paket werden wir am Jahresende haben. Dann werden wir die Situation etwas besser verstehen."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie MotoGP
Autor Gerald Dirnbeck