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Ciabatti über Petruccis Ziele 2019: "Muss nicht zeigen, dass er besser ist als Dovi"

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Ciabatti über Petruccis Ziele 2019: "Muss nicht zeigen, dass er besser ist als Dovi"
Autor:
Co-Autor: Oriol Puigdemont
08.01.2019, 11:06

Ducati-Sportdirektor Paolo Ciabatti spricht über die Erwartungshaltung im Team bezüglich Danilo Petruccis Ankunft - Manager glaubt an Vertragsverlängerung

Danilo Petrucci steht 2019 vor seiner bislang größten Herausforderung. Der Italiener wird zum ersten Mal in seiner achtjährigen MotoGP-Karriere in einem Werksteam fahren. Auf der Desmosedici muss er sich mit Vizeweltmeister Andrea Dovizioso messen und die Fußstapfen von Jorge Lorenzo ausfüllen. Doch sein größtes Ziel wird sein, den ersten MotoGP-Sieg einzufahren, meint Ducati-Sportdirektor Paolo Ciabatti.

"Danilo wird mit mehr Druck umgehen müssen und sein Ziel wird sein, zum ersten Mal zu gewinnen und immer in den Top 5 zu landen", prophezeit Ciabatti gegenüber 'Motorsport-Total.com'. Der Italiener weiß, dass sich sein Schützling erst an die Umstellung gewöhnen muss. Zwar durfte er bereits bei Ducati-Kundenteam Pramac ein Werksbike pilotieren, allerdings kommt mit dem Werksvertrag (für nur eine Saison) auch mehr Erwartung mit sich.

Zwar wird Petrucci Rot tragen, allerdings ist unklar, wie lange. Der Einjahresvertrag zeugt von einer gewissen Skepsis vonseiten Ducati gegenüber dem Quereinsteiger. Der erste MotoGP-Sieg ist für ihn 2019 eine Pflichtübung, will er sich im Team halten. Die ersten beiden Wintertests fielen vielversprechend aus. Petrucci schaffte Platz zwei in Jerez Ende November.

Ciabatti warnt Honda indirekt vor Teamduell

Seinen neuen Teamkollegen hängte er um zwei Zehntelsekunden ab. Allerdings sei es nicht Petruccis oberste Priorität, den Vizeweltmeister zu schlagen, stellt Ciabatti klar. "Danilos Ziel wird nicht sein, gegen Dovizioso zu gewinnen. Sollte er das schaffen, wäre das natürlich perfekt. Aber es geht für ihn eher darum, sein Selbstvertrauen aufzubauen, als zu zeigen, dass er besser ist als Dovi."

Ducati geht damit einen anderen Weg als Konkurrent Honda. Während die Verhältnisse bei den Roten klar sind, bahnt sich bei den Japanern ein Weltmeisterduell an. Jorge Lorenzo wird versuchen, Marc Marquez mit der gleichen Waffe zu schlagen. Diese interne Rivalität sei, so Ciabatti, nicht immer ein Vorteil: "Wenn man zwei so konkurrenzfähige Fahrer im Team hat, dann fokussiert sich einer vielleicht eher darauf, den Teamkollegen zu schlagen, als sich auf das größere Ziel des Teams zu konzentrieren", warnt der Sportdirektor.

Petrucci-Manager Alberto Vergani weiß ebenfalls, dass die Herausforderung in der bevorstehenden Saison größer wird. "Danilo hat noch keinen Grand Prix gewonnen, aber Jorge Lorenzo hat in zwei Jahren 25 Millionen kassiert - das ist der Unterschied zwischen den beiden Piloten. Ein Team, das diesen Betrag bezahlt, hat das Recht, viele Erfolge zu erwarten." Petrucci hingegen verdiene nun als ehemaliger Kundenpilot deutlich weniger. "Wenn er gewinnt, kommt das Geld von selbst. Er brauchte ein Siegpaket, das hat er jetzt", wird er bei 'corsedimoto.com' zitiert.

Einjahresvertrag kein Hindernis? Manager beruhigt

Pramac-Teamchef Francesco Guidotti gibt Vergani recht. "Ich muss klarstellen, dass der Gewinn einer MotoGP-Meisterschaft nur mit einem Werksteam möglich ist. Das hat mehrere Gründe, vor allem aber technische. Unsere Aufgabe ist es also, die vielversprechenden Fahrer zu fördern, wie wir es bei Andrea Iannone oder bei Petrucci gemacht haben", erklärt der Italiener bei 'GPOne.com'.

Manager Vergani hofft, dass sein Klient mindestens ein Rennen gewinnen wird und seine Konstanz verbessert. Sollte er auf einem Niveau mit Dovizioso fahren können, werde sein Vertrag auch verlängert, so Vergani. "Es muss klar sein, dass der Druck in einer Werksmannschaft größer ist, weil man erwartet, zu gewinnen, um bis zur letzten Etappe um den Titel zu kämpfen", ergänzt Guidotti.

Von Petrucci-Nachfolger, Moto2-Champion Francesco Bagnaia, ist der Pramac-Teamchef angetan. Nach den ersten Testfahrten landete der Italiener in den Top 10 (in Jerez). "'Pecco' hatte einen guten Start, sein Debüt war beeindruckend." Zwar möchte der Italiener noch nicht zu euphorisch werden, jedoch ist er sehr positiv gestimmt: "Was bei den Tests passiert, ist immer mit Vorsicht zu genießen, aber wir gehen eindeutig von einer sehr vielversprechenden Basis aus".

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