Kein Untergang im Regen: Dani Pedrosa mit Platz fünf happy

"Von eins auf den letzten Platz": Dani Pedrosas Befürchtungen im Regen bewahrheiten sich in Sepang nicht - Warum der Honda-Werksfahrer nicht unterging und positive Lehren zieht

Als es vor dem Start zum Grand Prix von Malaysia zu regnen begann, konnte es Dani Pedrosa nicht fassen. "Als ich den Regen sah, sagte ich mir: Es geht vom ersten auf den letzten Platz zurück", seufzt der Honda-Werksfahrer. Am Samstag hatte sich der Spanier bei Sonnenschein seine dritte Pole-Position der Saison gesichert und galt bei den heißen Temperaturen in Sepang als Mitfavorit für den Sieg. "Ich drückte die Daumen, dass die Strecke trocken bleiben würde. Fast wäre es passiert. Aber das war ein recht schockierender Sinneswandel."

Trotzdem ging Pedrosa auf nasser Strecke nicht komplett unter wie schon mehrmals in dieser Saison. Einerseits halfen die Streckentemperaturen von 33 Grad Celsius, andererseits verwendete er den weichen Hinterreifen. "Weil ich damit in Schräglage fahren konnte", erklärt der Routinier seine Herangehensweise. "Mit dem härteren Reifen wäre das nicht möglich gewesen. Da ich vorne startete, wusste ich, dass ich zumindest in den ersten Runden vorne dabei sein werde. Und dann sehe ich, wie ich die Situation managen kann."

Aus der Startrunde kam Pedrosa als Fünfter zurück. Diese Position hielt er auch alle 20 Runden bis zum Ziel. "Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, denn die Erwartungen für Regen waren ein Desaster. Deswegen ist dieser fünfte Platz recht positiv." Sein Ergebnis trug auch dazu bei, dass sich Honda schon beim vorletzten Saisonrennen den WM-Titel in der Herstellerwertung sicherte. In Valencia könnte sich Pedrosa auch noch den vierten Platz von Valentino Rossi in der Fahrertabelle schnappen.

Entscheidend für die bessere Regenleistung war ein neues Set-up. "Das habe ich noch nie zuvor probiert", merkt Pedrosa an, dass seine Crew in jüngster Zeit alles probiert, um ihm im Regen zu helfen. "Dieses Set-up und der weiche Hinterreifen haben mir Vertrauen gegeben, ich konnte in Schräglage fahren. Problematisch war, dass der Hinterreifen auf der Geraden stark durchgedreht hat, weil die Auflage des Reifens für unsere Motorleistung zu weich ist. Deswegen musste ich mit niedrigen Drehzahlen fahren und konnte das Gas nicht voll aufdrehen. Das hat im letzten Sektor eine Sekunde gekostet."

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Über diesen Artikel
Rennserien MotoGP
Veranstaltung Sepang
Rennstrecke Sepang International Circuit
Fahrer Dani Pedrosa
Teams Repsol Honda Team
Artikelsorte News