Dani Pedrosa und Co.: Diesen Piloten droht das MotoGP-Aus

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Dani Pedrosa und Co.: Diesen Piloten droht das MotoGP-Aus
07.06.2018, 09:31

Aktuell sind noch zehn MotoGP-Piloten ohne Vertrag für 2019 - Und nicht alle von ihnen werden für die kommende Saison noch einen Platz in der Königsklasse finden

Die laufende Woche hat viele offene Fragen im Hinblick auf die kommende MotoGP-Saison 2019 beantwortet. Dani Pedrosa muss Honda nach 18 gemeinsamen Jahren in der Weltmeisterschaft verlassen, Jorge Lorenzo übernimmt überraschend seinen Platz im Werksteam der Japaner und Danilo Petrucci steigt dafür von Pramac ins Ducati-Werksteam auf. Damit wird die Luft für Pedrosa und Co. langsam dünn.

Denn die drei Topteams (Honda, Ducati und Yamaha) sind nach den Entwicklungen in dieser Woche dicht. KTM hat ebenfalls bereits zwei Piloten für 2019 unter Vertrag, und somit gibt es nur noch zwei Werksbikes, je eins bei Suzuki und Aprilia, die für die kommende Saison verfügbar sind. Bei Suzuki wird Moto2-Pilot Joan Mir höchstwahrscheinlich unterschrieben, weshalb realistisch gesehen nur noch der Platz neben Aleix Espargaro bei Aprilia frei ist.

Aktuell gibt es mit Pedrosa, Andrea Iannone, Jack Miller, Tito Rabat, Alvaro Bautista, Takaaki Nakagami, Scott Redding, Bradley Smith, Karel Abraham und Tom Lüthi noch zehn aktuelle MotoGP-Piloten ohne einen Vertrag für 2019. Allerdings sind (abzüglich dem zweiten Suzuki-Motorrad für Mir) nur noch sieben Plätze frei. Wir liefern eine Übersicht darüber, wer in der MotoGP 2019 noch eine Zukunft hat.

Dani Pedrosa: Bedeutet sein Abschied von Honda auch das Ende seiner MotoGP-Karriere? Auszuschließen ist es nicht, denn ob Pedrosa, der im September 33 wird, noch einmal den Schritt in ein Kundenteam gehen wird, ist fraglich. Beim Suzuki-Werksteam ist die Unterschrift von Mir eigentlich nur noch Formsache, und an Aprilia dürfte der Spanier kein großes Interesse haben.

Bleibt theoretisch noch der Platz im neuen Yamaha-Kundenteam, mit dem eigentlich Lorenzo in Verbindung gebracht wurde. Das Projekt ist allerdings noch nicht ausgereift. Beim kommenden Rennen in Barcelona möchte Pedrosa zu seiner Zukunft Stellung nehmen, und ein Abschied aus der Königsklasse nach 13 Jahren ist durchaus möglich. Wie schnell sich die Dinge in der MotoGP ändern können, beweist allerdings der Wechsel von Lorenzo zu Honda.

Andrea Iannone: Seinen Abschied von Suzuki hat er bereits verkündet. Seitdem gilt er als heißester Kandidat auf die zweite Aprilia. Auch er könnte allerdings ein Kandidat für das neue Yamaha-Kundenteam sein. Jedenfalls ist es ziemlich wahrscheinlich, dass der 28-Jährige auch 2019 in der MotoGP fahren wird. Ob er dann auch ein siegfähiges Motorrad haben wird, ist aber eine andere Frage.

Andrea Iannone, Team Suzuki MotoGP

Andrea Iannone wird Suzuki verlassen, bleibt aber wohl in der MotoGP

Foto: Gold and Goose / LAT Images

Jack Miller: "Jackass" muss sich ebenfalls keine Sorgen um seine Zukunft machen. Offiziell bestätigt ist es zwar noch nicht, aber der Australier wird auch 2019 für Pramac fahren und dort eine GP19 mit Werksunterstützung erhalten. Er übernimmt damit den Platz im Team, der durch den Aufstieg von Petrucci frei wird. Sein neuer Francesco Bagnaia wurde bereits vor Monaten bestätigt.

Scott Redding, Bradley Smith: Für die beiden Briten könnte es hingegen eng werden. Smith ist im KTM-Werksteam bereits sicher raus, und auch das KTM-Kundenteam Tech 3 ist seit dieser Woche voll. Aprilia hat zwar noch keinen zweiten Fahrer bestätigt, doch die besten Karten dürfte Redding dort ebenfalls nicht haben. Daher ist es nicht unwahrscheinlich, dass mindestens einer der beiden die MotoGP am Ende des Jahres verlassen wird.

Tito Rabat, Takaaki Nakagami: Besser sieht es für die beiden aus. Rabat bringt das nötige Kleingeld - und zuletzt auch die sportlichen Leistungen - mit, um 2019 bei Avintia zu bleiben oder notfalls bei einem anderen Kundenteam anzudocken. Nakagami ist momentan der einzige Japaner in der Königsklasse, und sowohl die Dorna als auch Arbeitgeber Honda dürften großes Interesse daran haben, dass er 2019 in der MotoGP (und bei LCR) bleibt.

Thomas Luthi, Estrella Galicia 0,0 Marc VDS

Wie geht es für Tom Lüthi 2019 weiter?

Foto: Gold and Goose / LAT Images

Alvaro Bautista, Karel Abraham: Die Zukunft der beiden ist ebenso unsicher wie die des Angel-Nieto-Teams. Bleibt die Truppe von Jorge Martinez bei Ducati oder übernimmt das neue Yamaha-Kundenprojekt die Startplätze? In diesem Fall müssten sich beide wohl einen neuen Arbeitgeber suchen. Nicht auszuschließen, dass dann mindestens einer die MotoGP verlassen muss. Aktuell ist aber noch alles offen.

Tom Lüthi: Endet sein MotoGP-Abenteuer nach nur einem Jahr wieder? Die zuletzt schwierige Situation im Marc-VDS-Team hat seine Situation jedenfalls nicht verbessert. Zumal auch hier unklar ist, ob es das Team in der jetzigen Form 2019 noch geben wird. Auch hier könnte das neue Yamaha-Kundenteam die Startplätze übernehmen, falls Teambesitzer Marc van der Starten nach dem Ärger der vergangenen Wochen keine Lust mehr hat.

Und selbst wenn Marc VDS auch im kommenden Jahr in der MotoGP an den Start geht, stünde mit Alex Marquez bereits ein weiterer Moto2-Pilot in den Startlöchern, der auf einen Aufstieg in die Königsklasse lauert. In diesem Fall wäre für Lüthi 2019 eine Rückkehr in die Moto2 denkbar. Auch hier wird sich wohl erst in den kommenden Wochen (und vielleicht Monaten) zeigen, wie es weitergeht.

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