Danilo Petrucci: Lange Rallye-Zukunft mit KTM, oder MotoAmerica mit Ducati?

Danilo Petrucci bereitet sich mit KTM auf den Start bei der Rallye Dakar 2022 vor - Nun gibt es von Ducati ein neues Angebot für die MotoAmerica

Danilo Petrucci: Lange Rallye-Zukunft mit KTM, oder MotoAmerica mit Ducati?

Zwischen den MotoGP-Rennen bereitet sich Danilo Petrucci auf seinen Start bei der Rallye Dakar im Januar 2022 vor. Vor seinem letzten Heim-Grand-Prix in Misano war der Italiener drei Tage in Spanien und lernte dort die Navigationstheorie für die Wüste kennen.

Da der zweimalige Rennsieger keine Angebote aus der MotoGP oder der Superbike-WM bekommen hat, nahm er das Offroad-Angebot von KTM an. Nun ergab sich plötzlich eine neue Möglichkeit. Ducati will Petrucci für die MotoAmerica engagieren.

In den USA unterstützt Ducati das Warhorse-Team. Loris Baz war in diesem Jahr der Fahrer und wurde Meisterschaftsvierter. Der Franzose hat über die MotoAmerica die Rückkehr in die Superbike-WM geschafft. Baz fährt nächstes Jahr für Bonovo-BMW.

Den leeren US-Platz will Ducati mit Petrucci nachbesetzen. Diese Möglichkeit ergab sich im Laufe des Misano-Wochenendes. Sechs Jahre fuhr "Petrux" für Ducati in der MotoGP und hat 2019 das wichtige Heimrennen in Mugello gewonnen.

"Die Idee ist eben erst aufgekommen", sagt Petrucci zum Ducati-Angebot für die MotoAmerica. "Ich muss zuerst mit KTM darüber sprechen, da ich für sie teste und wir ein langfristiges Projekt haben. KTM hat mir im Vorjahr eine tolle Chance ermöglicht und tut das auch jetzt."

Trotzdem will er darüber nachdenken: "Es wären zwei Dinge, die mir gefallen würden. Die Dakar und in einem anderen Land zu leben. Natürlich würde ich gerne beides machen." In den kommenden Wochen wird es diesbezüglich Gespräche geben.

Erste Tests in der Wüste Dubais

Ob es für Petrucci tatsächlich möglich sein wird, im nächsten Jahr für KTM Rallyes zu fahren und für Ducati MotoAmerica, wird sich zeigen. Die Konzentration liegt derzeit auf den Vorbereitungen für die Rallye Dakar.

In der Woche vor dem Misano-Rennen war Petrucci in Barcelona, wo Jordi Viladoms (Teammanager des Rallye-Teams von KTM) eine Art Rallye-Schule hat: "Wir hatten ein großes Programm", berichtet Petrucci. "Wir sind die Navigation und das Equipment beim Motorrad durchgegangen. Der erste Tag war reine Theorie. Dann bin ich zwei Tage lang gefahren."

Toby Price

In Dubai wird Danilo Petrucci erstmals mit dem Rallye-Motorrad fahren

Foto: KTM Images

"Es war sehr aufregend. Jordi hat extrem viel Erfahrung bei der Dakar. Wenn man etwas nicht versteht, bleibt man stehen und spricht darüber. Ich habe viele Fragen gestellt. Es waren drei sehr gute Tage. Er war von meinem Speed überrascht."

"Es war normale Navigation in europäischem Gelände. Ich hatte aber noch nicht das Rallye-Motorrad zur Verfügung. Ich habe diese Art von Navigation schon im Vorjahr ausprobiert, also habe ich nicht bei null begonnen."

In der Woche nach Misano flog Petrucci nach Dubai, um mit dem kompletten Rallye-Team in der Wüste zu trainieren. "In Portimao kann ich dann mehr darüber erzählen, wie es in der Wüste mit dem richtigen Rallye-Motorrad läuft."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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