Die Stimmen zum MotoGP-Rennen in Brno

Was die Topstars der MotoGP-Szene nach dem turbulenten Grand Prix von Tschechen zu sagen hatten - plus Stimmen aus dem Moto2-Feld!

Cal Crutchlow – Sieger

Cal Crutchlow – Sieger
1/12

„Dieser Sieg bedeutet mir sehr viel. Ich hatte zwar gedacht, dass das ein anderes Gefühl sein würde, aber ich bin ja erst vor zwei Wochen Vater geworden, das ist mit nichts zu vergleichen. Versteht mich nicht falsch, ich habe viele Jahre nicht mehr gewonnen, sechs oder sieben, das ist also lange her und wirklich etwas ganz, ganz Besonderes. Ich freue mich, dass ich der Brite bin, der diese Durststrecke beendet hat! Ich freue mich auch für das LCR Honda Team, denn ich habe das Motorrad gestern im Training zerstört und wir haben bis Mitternacht gearbeitet, damit es für heute fertig ist. Ihnen das mit einem Sieg zurückzubezahlen, ist einfach großartig. Sie haben nie aufgegeben. Der Sieg hat lange gedauert und die Auslaufrunde war extrem emotional. Am Ende habe ich mit allen gespielt und wusste, dass ich in der Startaufstellung die richtige Reifenwahl getroffen habe. Ich habe gepusht, als ich pushen musste. Ich bin aus dem Häuschen.“

Valentino Rossi – 2. Platz

Valentino Rossi – 2. Platz
2/12

„Am Anfang war ich echt verzweifelt, weil ich dachte, dass wir einen Fehler gemacht hatten. Aber Runde für Runde wurde der härtere Hinterreifen besser und es war ein sehr langes Rennen, da muss man konzentriert bleiben und darf keine Fehler machen. Ich habe mit Platz zwölf angefangen quasi, daher war es ein tolles Rennen und ich freue mich über diese 20 Punkte – auch, weil ich jetzt zweiter in der WM bin und ich denke, dass wir heute einen tollen Job gemacht und die richtige Entscheidung getroffen haben.“

Marc Marquez – 3. Platz

Marc Marquez – 3. Platz
3/12

„Mit dem Ergebnis bin ich am Ende zufrieden, denn heute ist das Wichtige, dass ich meinen Vorsprung auf Platz zwei in der WM ausbauen konnte, denn ich habe nur vier Punkte an Valentino verloren, Jorge hat keine Punkte geholt. Wir haben gezeigt, dass wir im Nassen wie im Trockenen schnell waren. Dieses Jahr arbeiten wir wie Ameisen, machen ständig Fortschritte und mussten uns geistig noch nicht ein Mal umstellen dieses Jahr. Bei der Reifenwahl habe ich einen Fehler gemacht, aber hinterher ist man immer schlauer. Vielleicht war die harte Mischung vorn wie hinten wirklich die beste Wahl, aber ich hatte ein Flag-to-Flag-Rennen erwartet, weil hier die Strecke normal schnell trocknet. Das war heute aber nicht der Fall. Als ich sah, dass nur noch 10 Runden waren und die Strecke noch nass, habe ich angefangen, auf den Hinterreifen mehr zu achten. Ich habe gemerkt, dass Crutchlow und Rossi die schnellere Pace hatten, darum habe ich mich auf meine eigenen Rivalen konzentriert und den Kampf auch gewonnen.“

Loris Baz – 4. Platz

Loris Baz – 4. Platz
4/12

„Das war ein tolles Rennen und wir haben die richtige Reifenwahl getroffen. Da ich schwerer als die anderen Fahrer bin, muss ich immer die härtere Mischung nehmen. Das war heute perfekt. Man weiß nie, ob man die richtige Wahl getroffen hat, es kann ja auch immer wieder anfangen zu regnen. Aber ich habe mich von hinten Schritt für Schritt wieder vorgefahren, und wenn es noch ein paar Runden mehr gewesen wären, wäre noch mehr drin gewesen. Wir brauchen noch etwas mehr Erfahrung mit dem Reifen, das Bike war etwas hart und damit das Überholen schwer. Aber ich bin extrem happy und konnte mich so beim Team für den neuen Vertrag für nächstes Jahr bedanken.“

Hector Barbera – 5. Platz

Hector Barbera – 5. Platz
5/12

„Ich freue mich über unser gutes Rennen. Nach zwölf Runden hatte ich ein technisches Problem und musste die letzten zehn Runden mit weniger Leistung fahren. Ich habe alles gegeben, um vorne zu bleiben, ich habe die Reifen geschont, bin rund gefahren, aber dann kamen die Probleme. Trotzdem bin ich happy, dass wir bei jedem Rennen näher kommen. Früher oder später holen wir die Ergebnisse, die wir verdienen. Glückwunsch an Loris, ich freue mich wirklich für ihn – er ist ein guter Fahrer und ein noch besserer Mensch, dieses Ergebnis hat er gebraucht!

Danilo Petrucci – 7. Platz

Danilo Petrucci – 7. Platz
6/12

„Ich kann nicht sagen, dass ich besonders zufrieden bin, auch wenn der siebte Platz ein gutes Ergebnis ist. Es war ein komisches Rennen. Die Reifenwahl war entscheidend. Vielleicht hätten wir mit dem harten Vorderreifen eine Chance gehabt. Mein Ziel waren aber die Top 10, das habe ich mit Platz sieben geschafft.“

Tito Rabat – 10.Platz

Tito Rabat – 10.Platz
7/12

„Das ist ein sehr gutes Ergebnis, nach einem sehr schwierigen Wochenende mit vielen Problemen im Trockenen. Der Rennanfang war für mich schwer, denn ich konnte bei den schwierigen Verhältnissen nicht an der Gruppe vor mir dran bleiben. Aber ich blieb konzentriert und habe mich auf das Wetter eingestellt. Am Ende war unsere Reifenwahl, als die Strecke abtrocknete, einfach perfekt. Als ich zwei Runden vor Schluss Zehnter war, habe ich dann nur noch darauf geachtet, die Punkte zu holen. Jetzt freue ich mich auf den Test am Montag, um die Honda RC213V besser verstehen zu lernen. Im Moment riskiere ich zu viel, um so schnell wie die anderen zu sein. Ich muss schneller werden, aber das muss einfacher zu fahren sein.“

Pol Espargaro – 13. Platz

Pol Espargaro – 13. Platz
8/12

„Ich hatte schon im Warmup Probleme im Regen, für das Rennen konnten wir das Bike aber signifikant verbessern. Darum konnte ich am Anfang viele überholen. Als die Strecke abtrocknete, wurde es schwieriger, denn ich hatte weder Grip, noch Traktion. Ich habe versucht, keine Fehler zu machen und so viele Punkte wie möglich mitzunehmen. Ich glaube, dass wir heute nicht das volle Potenzial der Elektronik nutzen konnten, auch wären die härteren Reifen die besseren gewesen.“

Scott Redding – 15. Platz

Scott Redding – 15. Platz
9/12

„Ich war mit meinem Rennen sehr zufrieden, habe einen guten Start gehabt und es lief sehr gut. Ich hatte ein ausgezeichnetes Gefühl und hatte alles unter Kontrolle. Das Setup war einfach perfekt. Dann hat der Vorderreifen aufgegeben, trotzdem wären noch die Top 6 drin gewesen. Als er dann noch mal einbrach, hat mich das das Rennen gekostet.“

Bradley Smith – Ausfall

Bradley Smith – Ausfall
10/12

„Ein weiterer Nuller mit technischem Problem, das ist enttäuschend, gerade, weil mein Rennen bis da hin gut gelaufen war. Die erste Runde war ziemlich gut, ich habe viele Plätze gut gemacht und habe mich wohl gefühlt. Als es trockener wurde, konnte ich meine Pace erhöhen und härter pushen. Platz fünf oder sechs wäre drin gewesen.“

Jonas Folger – Sieger Moto2

Jonas Folger – Sieger Moto2
11/12

„Endlich hat es geklappt. Es war ein langes Rennen. Ich habe versucht, so wenig Fehler wie möglich zu machen. Was ziemlich schwer war, weil wir schnelle Zeiten gefahren sind und Alex (Rins) sehr stark war hinter mir. Für mich war klar, das ich auf Sieg gehe. Wir wussten nach dem Warm-Up, dass wir eine starke Pace haben. Ich wusste auch, dass ich mich auf dem Motorrad wohlfühlte. Es waren keine Chaos-Runden von mir im Warmup. Dementsprechend waren später im Rennen die Zeiten möglich. Es war eigentlich ein entspanntes Rennen, bis auf die letzten Runden, wo ich noch einmal ziemlich viel Risiko eingegangen bin, um die vier Sekunden rauszufahren. Der Grip war sehr gut und ich habe mich auch im Regen super gefühlt. Es hat heute alles gepasst! Der Sieg war wichtig für uns, die Punkte sind extrem wertvoll. Danke an mein Team, die einen großartigen Job gemacht haben. Wir haben genau die richtige Richtung eingeschlagen fürs Regen-Setup und haben heute gemeinsam ein starkes Rennen gezeigt. Auch wenn es ein Sieg im Regen war, stärkt uns das. Vor allem in der Meisterschaft, wo wir auf Rang vier vorgerückt sind. Das ist ein großartiges Gefühl. Jetzt sind die Karten neu gemischt und wir müssen alles daran setzten, den Platz zu halten.“

Sandro Cortese – Platz 23 Moto2

Sandro Cortese – Platz 23 Moto2
12/12

„Ich war Fünfter und habe mich so locker gefühlt. Aber was soll ich jetzt noch sagen? Es gibt nichts zu sagen. Ich bin extrem enttäuscht. Ich habe Pasini überholt, war vorbei, dann hat er mich abgeschossen. Ich konnte nichts machen. Bei diesen Bedingungen ist es im Rennen einfach sehr schwierig, das Risiko abzuschätzen. Vor allem in einer so schwierigen Saison, wie ich sie bisher hatte, will man etwas beweisen. Und dann ist man nur zwei Kurven von einem guten Ergebnis entfernt. Es tut mir sehr leid für mein Team. Wir hätten ein Erfolgserlebnis verdient. Aber wir wissen, dass wir eine starke Pace hatten und werden mit dieser Klarheit und mit hoher Konzentration beim nächsten Rennen erneut angreifen.“

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Über diesen Artikel
Rennserien MotoGP , Moto2
Veranstaltung GP Tschechien
Rennstrecke Brno Circuit
Artikelsorte Fotostrecke
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