Ducati: Die technischen Daten der 2018er-Desmosedici

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Ducati: Die technischen Daten der 2018er-Desmosedici
Autor: Sebastian Fränzschky
15.01.2018, 15:36

Feinschliff statt radikale Neuerungen: Luigi Dall'Igna entlockt dem V4-Motor ein paar weitere Pferdestärken, verzichtet aber auf spektakuläre Updates.

Bikes of Andrea Dovizioso and Jorge Lorenzo, Ducati Team
Detail Ducati MotoGP, Ducati Team
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Bikes of Andrea Dovizioso and Jorge Lorenzo, Ducati Team

Ducati hat am Montagvormittag als erster MotoGP-Hersteller das Motorrad für die Saison 2018 gezeigt. Besser gesagt wurde lediglich die neue Lackierung präsentiert, denn was sich unter dem Carbon-Kleid verbirgt, entspricht dem Stand von 2017. Da Ducati das Motorrad werbewirksam vor dem Auftakt der Vorsaisontests in Malaysia, Thailand und Katar zeigt, dürfte am technischen Paket noch die eine oder andere Neuerung folgen, bis die Lichter im März in Katar ausgehen.

Am bekannten Konzept hält Ducati aber ohne Zweifel fest. Mastermind Luigi Dall'Igna kündigte bereits vor einigen Monaten an, dass die 2018er-Desmosedici nur eine sanfte Evolution der erfolgreichen 2017er-Maschine wird, die für sechs Laufsiege gut war. Im Fokus der Entwicklung steht nach wie vor das Kurvenverhalten. Kurse wie Phillip Island deckten Ende 2017 deutlich auf, dass Ducati nach wie vor Defizite in diesem Bereich hat.

Doch die Arbeit am Fahrverhalten hielt Dall'Igna nicht davon ab, parallel an den Stärken zu tüfteln. Die Ducati-Piloten beklagten sich in der Vergangenheit gewiss nicht über Leistungsmangel. Die neue Desmosedici soll aber noch einmal mehr Leistung haben als ihre Vorgängerin. "Mehr als 250 PS" kommuniziert Ducati seit einigen Jahren. Allzu weit von der magischen 300-PS-Marke dürfte das V4-Triebwerk in der Praxis nicht mehr entfernt sein.

Im Aluminium-Chassis werkelt nach wie vor ein V4-Motor mit desmodromischer Ventilsteuerung. Ducati ist der einzige Hersteller, der diesen Weg geht. Die beeindruckenden Topspeed-Werte geben den Ingenieuren Recht. Aber auch die Fahrbarkeit konnte im Vergleich zu den Anfangsjahren deutlich verbessert werden.

Keine Experimente beim Thema Fahrwerk: Ducati bleibt auch in der Saison 2018 beim bewährten Alu-Chassis, das seit Ende 2011 eingesetzt wird. Die Federelemente entsprechen dem Stand von 2017. Ducati verwendete als erster Hersteller die Carbon-Federgabel von Öhlins. Honda und Yamaha zogen erst in der zweiten Saisonhälfte nach.

 

Die technischen Daten der Ducati Desmosedici:

Motor: wassergekühlter V4-Viertaktmotor mit 90 Grad Zylinderwinkel mit jeweils zwei obenliegenden Nockenwellen (DOHC) und desmodromischer Ventilsteuerung mit vier Ventilen pro Zylinder

Hubraum: 1.000 Kubikzentimeter

Leistung: mehr als 250 PS

Höchstgeschwindigkeit: über 350 km/h

Kraftübertragung: Ducati-Seamless-Getriebe (DST_Evo)

Sekundärantrieb: D.I.D.-Kette

Rahmen: Aluminium-Profilrahmen

Auspuff: Akrapovic

Treibstoff: Shell V-Power
Schmiermittel: Shell Advance Ultra 4

Federelemente vorn: Öhlins 48-Millimeter-Gabel

Federelemente hinten: Öhlins Federbein

Elektronik: Magneti-Marelli-ECU mit Dorna-Einheitssoftware

Reifen: Michelin 17 Zoll

Bremse vorn: Brembo, zwei 340 Millimeter Carbon-Bremsscheiben mit Vierkolben-Sätteln

Bremse hinten: Brembo, Stahl-Bremsscheibe mit Zweikolben-Sattel

Trockengewicht: 157 Kilogramm

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Autor Sebastian Fränzschky
Artikelsorte News