Ducati: Jorge Lorenzo erhält kein spezielles Chassis

Die 2018er-Ducati wird es laut Paolo Ciabatti nicht in zwei Versionen geben: Der Einstellbereich soll groß genug sein, um Jorge Lorenzo Anpassungen zu ermöglichen.

Obwohl die Ducati Desmosedici in der vergangenen Saison für sechs Siege gut war, gelang es Neuzugang Jorge Lorenzo nicht, die Erwartungen zu erfüllen. Der erfolgsverwöhnte Spanier beendete zum ersten Mal eine MotoGP-Saison ohne Laufsieg. Er stand deutlich im Schatten von Teamkollege Andrea Dovizioso, der bis zum Saisonfinale WM-Chancen hatte.

Es war offensichtlich dass Lorenzo die Anpassung an die Desmosedici einige Schwierigkeiten bereitete. Der flüssige Fahrstil des dreifachen MotoGP-Champions harmoniert nicht so gut mit dem Charakter der Ducati wie Doviziosos aggressiver Stop-&-Go-Stil. Deshalb kursierten Gerüchte, Ducati würde für die neue Saison ein spezielles Chassis bauen, um Lorenzos Wünschen nachzukommen. Ducati-Sportdirektor Paolo Ciabatti schließt eine Zwei-Chassis-Lösung aber aus.

"Es wird nicht zwei verschiedene Rahmen geben", stellt Ciabatti im Gespräch mit 'Bikesportnews.com' klar. "Es ist wahr, dass Jorge größere Schwierigkeiten hat, schnell in die Kurven einzubiegen und nach dem Lösen der Bremse die Geschwindigkeit zu halten. Doch das ist auch für Andrea ein Problem, der in dieser Phase aggressiver fährt."
"Jede Verbesserung wird beiden nutzen", ist der Ducati-Manager überzeugt. "Der neue Rahmen wird genügend Möglichkeiten für Anpassungen bereithalten. Die GP18 wird keine Kopie der Honda oder eine revolutionäre Änderung sein sondern eine Evolution. Immerhin gewannen wir 2017 sechs Rennen und waren bis zum Ende Kandidaten für den WM-Titel."

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Rennserien MotoGP
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