Ducati: "Lorenzo weiß um die Konkurrenzfähigkeit unseres Bikes"

Ducati-Boss Paolo Ciabatti ist überzeugt, dass sich Jorge Lorenzo trotz der (fehlenden) Ergebnisse von Andrea Dovizioso und Andrea Iannone keine Sorgen im Hinblick auf die MotoGP-Saison 2017 macht.

Ducati erlebt keine einfache MotoGP-Saison 2016. Andrea Dovizioso liegt bei Halbzeit mit satten 111 Punkten Rückstand auf Tabellenführer Marc Marquez (Honda) nur an neunter Stelle der Gesamtwertung. Teamkollege Andrea Iannone ist mit 107 Punkten Rückstand auf Marquez Achter.

Verglichen mit den hohen Erwartungen zu Saisonbeginn sind vier Ducati-Podestplätze (je zwei für Dovizioso und Iannone) nichts weiter als eine Enttäuschung. Iannones Sturz beim Saisonauftakt in Katar, die teaminterne Kollision in Argentinien, der Crash zwischen Dani Pedrosa und Dovizioso in den USA: All das waren herbe Schläge für das italienische Werksteam.

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Für die Saison 2017 hat sich Ducati die Dienste des dreimaligen und amtierenden Weltmeisters Jorge Lorenzo gesichert. Dass der Spanier angesichts der enttäuschenden Ergebnisse von Dovizioso und Iannone Zweifel an seinem Wechsel hegen könnte, glaubt man bei Ducati nicht – ganz im Gegenteil.

"Jorge ist ein sehr schneller und intelligenter Fahrer", lobt Ducati-Boss Paolo Ciabatti im Gespräch mit Motorsport.com seinen nächstjährigen Werksfahrer und ist überzeugt: "Er hat das Potenzial unseres Bikes erkannt."

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"Abgesehen von ein paar wenigen Ausnahmen, wie etwa den beiden Rennen in Spanien, als wir nicht genügend Grip aufbauen konnten, hat die Desmosedici immer gut funktioniert", bemerkt Ciabatti und fügt hinzu: "Jorge weiß um die Konkurrenzfähigkeit unseres Bikes und muss sich keine Sorgen machen. Die Arbeit am 2017er Motorrad passiert ohnehin mit Blick auf seinen Fahrstil."

Hinzu kommt, dass sich Lorenzo im Zuge seiner Gewöhnung an die Ducati und das ganze Team auf prominente Unterstützung verlassen kann. Ducati-Testfahrer Casey Stoner hat bereits anklingen lassen, dem Spanier unter die Arme zu greifen, wenngleich er nicht den Fahrlehrer für ihn spielen wird. Im Gegenzug lobte Lorenzo kürzlich das "unglaubliche Talent" Stoners.

Das Gespräch führte Oriol Puigdemont

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