Ducati macht Druck: Marc Marquez denkt auch schon an 2019

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Ducati macht Druck: Marc Marquez denkt auch schon an 2019
Ruben Zimmermann
Autor: Ruben Zimmermann
26.09.2018, 06:58

Honda-Pilot Marc Marquez rechnet nicht damit, dass die Saison 2019 ein Selbstläufer werden wird - Er geht davon aus, dass Ducati sich noch einmal steigern wird

Der WM-Titel 2018 ist Marc Marquez kaum noch zu nehmen. Fünf Rennen vor Ende der Saison hat der Spanier 72 Punkte - umgerechnet fast drei Rennsiege - Vorsprung auf seinen engsten Verfolger Andrea Dovizioso. Doch obwohl der Honda-Pilot in diesem Jahr seinem fünften MotoGP-Titel in sechs Jahren entgegenfährt, rechnet er nicht damit, dass die kommende Saison 2019 ein Selbstläufer werden wird.

Nach seinem Sieg in Aragon erklärt er, dass er im nächsten Jahr auf Fortschritte hofft - sowohl an seiner Honda als auch bei sich selbst. "Natürlich kann ich mich verbessern. Ich bin ein Mensch, ich kann und will mich verbessern. Jedes Jahr lernt man etwas dazu", erklärt der 25-Jährige und stellt klar: "Wir müssen uns verbessern. Wir müssen arbeiten, wenn wir wieder um den Titel kämpfen wollen."

Großen Respekt hat Marquez vor allem vor Ducati. Die Italiener konnten in diesem Jahr bereits sechs Rennen gewinnen. Dem stehen sieben Erfolge von Honda gegenüber. Sehr weit sind die Roten also keinesfalls weg. "Unser Bike ist in den engen Kurven sehr stark. Und auch beim Bremsen fühlte ich mich auf dieser Strecke [in Aragon] sehr gut. Aber die Ducati ist es anderes Bike und erfordert einen anderen Fahrstil", erklärt Marquez.

"Vor allem wenn der Reifen neu ist, sind sie sehr stark. Daher starten sie auch immer aus der ersten Reihe oder von der Pole-Position", hebt der Spanier eine Stärke der Desmosedici hervor und erklärt: "Schon das vergangene Jahr haben sie gut abgeschlossen. Und in diesem Jahr haben sie vor allem in der zweiten Saisonhälfte an den kleinen Details gearbeitet. Sie sind überall schnell. Es ist anders, aber sie sind auf jeder Strecke schnell."

Während man bei Ducati in den vergangenen Jahren einige der einstigen Schwächen der Desmosedici ausmerzen konnte, ist ein großer Pluspunkt gleichzeitig geblieben: der Topspeed. Noch immer sind die Roten in dieser Hinsicht vorne. Im Rennen in Aragon führten am Sonntag mit Dani Pedrosa (341 km/h) und Cal Crutchlow (339,7) zwar zwei Honda-Piloten die Liste der Topspeeds an.

Doch Marquez stellt klar, dass man diese Werte nur dank des Windschattens erreicht habe. Auf die Frage, ob die Honda mittlerweile einen besseren Topspeed als die Ducati habe, stellt er daher klar: "Nein." Und so gibt es sowohl bei den Italienern als auch bei den Japanern noch einige kleine Baustellen im Hinblick auf 2019. Für Marquez steht jedenfalls fest, dass man ein "noch besseres Paket" braucht, um auch nächstes Jahr wieder ganze vorne zu stehen.

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