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Ducati: Weiterer Test für neues Chassis am Assen-Wochenende

Andrea Dovizioso hat in Assen erneut das neueste Update für die GP19 zur Verfügung - Danilo Petrucci und die Pramac-Piloten noch nicht

Ducati: Weiterer Test für neues Chassis am Assen-Wochenende

Das Ducati-Werksteam packte am Tag nach dem Grand Prix von Katalonien in Barcelona für den Testtag an gleicher Stelle ein neues Chassis aus. Andrea Dovizioso zeigte sich zufrieden, will es aber an diesem Wochenende auf dem TT Circuit Assen zunächst einem weiteren Test im Freien Training unterziehen, bevor er eine Entscheidung über einen möglichen Renneinsatz trifft.

"Das Chassis, das wir beim Test ausprobiert haben, werden wir auch hier probieren, um es noch besser zu verstehen. Es ist einfach wichtig, neue Dinge auf unterschiedlichen Strecken zu testen", sagt "Dovi", der nach seiner Nullnummer aufgrund des kontrovers diskutierten Vierfach-Sturzes in Barcelona mit 37 Punkten Rückstand auf WM-Spitzenreiter Marc Marquez (Honda) zur Dutch TT an diesem Wochenende kommt.

Doviziosos Teamkollege Danilo Petrucci hat nach zuletzt drei Podestplätzen in Folge, darunter sein erster Sieg, nur noch fünf Punkte Rückstand auf "Dovi" und lauert direkt hinter Suzuki-Speerspitze Alex Rins auf dem vierten Tabellenrang.

"Ich denke, ich kann auch hier wieder um das Podest kämpfen. Die Wettervorhersage ist gut und die Strecke gefällt mir auch gut. Es ist eine meiner Lieblingsstrecken", so Petrucci, der vor zwei Jahren beim bis heute letzten Sieg von Valentino Rossi knapp geschlagener Zweiter wurde. Damals saß "Petrux" noch auf einer Pramac-Ducati.

Miller freut sich auf die Richtungswechsel

Die aktuelle Speerspitze im Pramac-Ducati-Team, Jack Miller, ist bei den sieben bisherigen Saisonrennen 2019 entweder in die Top 5 gefahren oder aber gestürzt ist. In Assen hofft er eher wieder auf eine Top-5-Platzierung, denn er merkt an, dass "die Ducati hinsichtlich der Richtungswechsel in diesem Jahr besser geworden ist" und macht dies an einem konkreten Beispiel fest.

"Das haben wir in Texas [Austin] gesehen, wo es für uns in diesem Jahr wesentlich einfacher war. Und das wird uns hoffentlich auch hier helfen. Ich gehe jedenfalls nicht davon aus, dass uns die Richtungswechsel große Probleme bereiten werden", so Miller.

Jack Miller

Assen 2016: Als Marc-VDS-Pilot feiert Jack Miller seinen ersten MotoGP-Sieg

Foto: GP-Fever.de

An den TT Circuit Assen hat Miller ohnehin beste Erinnerungen, fuhr er doch auf dieser Strecke in der Saison 2016 seinen bislang einzigen MotoGP-Sieg ein. Damals saß "Jackass" noch auf einer Marc-VDS-Honda.

Inzwischen ist Miller Ducati-Pilot im zweiten Jahr. Das von Werkspilot Dovizioso beim Barcelona-Test probierte neue Chassis steht ihm aber noch nicht zur Verfügung. "Ich weiß nicht, wie der Plan aussieht, wann wir es bekommen", sagt der Australier, der im Pramac-Team als einziger eine GP19 fährt, gegenüber 'MotoGP.com'.

Bagnaia noch mit Nachholbedarf auf der Ducati

Millers Teamkollege Francesco Bagnaia fährt als Rookie mit dem Vorjahresmodell GP18, blickt dem Assen-Wochenende aber ebenfalls mit Zuversicht entgegen: "Ich mag die Strecke, denn sie ist auch für mich eine meiner Lieblingsstrecken. Ich finde nicht, dass man sagen kann, es wäre keine gute Strecke für Ducati."

"Es gibt ja hier nur ein, zwei harte Bremspunkte", spricht "Pecco" auf Kurve 1 und die Schikane vor Start/Ziel an. "Der Rest der Strecke ist sehr flüssig. Mit meinem Fahrstil bin ich in der Lage, in Kurvenmitte richtig schnell zu sein. Das sollte mir hier in die Karten spielen."

Allerdings gesteht Bagnaia auch, dass sein Fahrstil derzeit "noch nicht perfekt zur Ducati passt" und es diesbezüglich für ihn noch etwas zu tun gibt. Nach sieben Rennen seiner Rookie-Saison in der Königsklasse hat der Moto2-Weltmeister von 2018 erst eine Top-10-Platzierung, aber schon fünf Ausfälle auf dem Konto.

Weitere Co-Autoren: Mark Bremer. Mit Bildmaterial von LAT.

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Rennserie MotoGP
Event Assen
Autor Mario Fritzsche