"Ein beeindruckendes Comeback": Lob von allen Seiten für Dani Pedrosa

Trotz langer Rennpause ist Dani Pedrosa in einigen Spielberg-Trainings schnellster KTM-Fahrer und kämpft ums Q2 - Laut Rossi hat er seine Qualitäten nicht verloren

"Ein beeindruckendes Comeback": Lob von allen Seiten für Dani Pedrosa

"Dani zeigt ein beeindruckendes Comeback", lobt Valentino Rossi seinen großen Konkurrenten vergangener Tage. "Er ist schnell und konkurrenzfähig. In FT4 war er Sechster. Dass er nach drei Jahren diesen Speed zeigt, ist sehr beeindruckend. Dafür möchte ich ihm gratulieren."

Dani Pedrosa erntete nach den beiden Trainingstagen zum Grand Prix der Steiermark von allen Seiten Lob für seine Performance. Als Wildcard-Starter war Pedrosa in allen Freien Trainings im Trockenen der beste KTM-Fahrer.

In FT3 verpasste der 35-Jährige die direkte Qualifikation für Q2 nur um wenige Hundertstelsekunden. Als in FT4 mit Rennabstimmung gefahren wurde, meldete sich Pedrosa auf Platz sechs. In Q1 verpasste er wieder nur knapp Q2 und qualifizierte sich als 14.

Rossi beobachtete Pedrosa auf der Strecke. Seiner Meinung nach hat er trotz der langen Rennpause nichts von seiner Klasse verloren: "Ich bin ihm gefolgt und er fährt den klassischen Pedrosa-Stil - sehr sauber. Er bremst hart, ist aber sehr geschmeidig. Es wirkt, als würde er ständig fahren."

Pedrosa: "Habe gesehen, was ich sehen wollte"

Ein bestimmtes Ergebnis steht für Pedrosa und KTM bei diesem Wildcard-Einsatz in Spielberg nicht im Vordergrund. Als Testfahrer wollte er Aspekte verstehen, die er während privater Testfahrten nicht erkennen kann, sondern nur im echten Wettbewerb an einem Rennwochenende.

Dani Pedrosa

Mit dem bisherigen Wochenende ist der KTM-Fahrer sehr zufrieden

Foto: Motorsport Images

"Ich muss zwar noch das Rennen fahren, aber ich habe bereits gesehen, was ich sehen wollte", sagt Pedrosa, ohne Details zu nennen. "Ich habe das große Gesamtbild erkannt, das mir gefehlt hat, wenn ich nicht Rennen fahre. Mir ist ziemlich klar, wie der nächste Schritt aussehen muss."

"Es ist gut, dass meine Pace mit den anderen Fahrern vergleichbar ist. Es geht so eng zu. Man muss nur einen kleinen Fehler machen. Man braucht eine perfekte Runde. Ich habe es probiert, aber es war schwierig, eine saubere Runde zu fahren. Das ist im Qualifying passiert."

"Es war ein langer Tag, denn diese Qualifying-Mentalität musste ich seit dem Vormittag haben. Ich hatte ein gutes Gefühl. Leider habe ich den direkten Q2-Einzug knapp verpasst. In Q1 war es schwierig, eine gute Rundenzeit zu fahren. Ich hatte nicht den Speed, aber trotzdem war es mit Q2 knapp."

Karriere zu früh beendet? Pedrosa bereut nichts

Ob es einen zweiten Wildcard-Einsatz im September in Misano geben wird, ist noch offen. Hat Pedrosa angesichts seiner Performance in Spielberg seine Karriere zu früh beendet? "Ich bereue nichts", winkt er ab.

"Es ist aber natürlich schön, wieder dabei zu sein. Das ist ein gutes Gefühl. Mein Speed ist immer noch vorhanden." Und diese Qualitäten sind auch für seine jungen Teamkollegen eine wichtige Hilfe. Brad Binder erlebte bisher ein schwieriges Spielberg-Wochenende.

"Dani ist sehr, sehr beeindruckend", sagt der KTM-Stammfahrer. "Auf der Strecke bin ich ihm nicht gefolgt, aber ich sehe seine Daten. Er fährt sehr, sehr gut. Er weiß was er tut und ist natürlich eine gute Referenz."

Aber auch für andere junge Fahrer ist es eine Ehre, die Strecke mit Pedrosa zu teilen. So sagt Fabio Quartararo: "Als ich in die MotoGP gekommen bin, war es schade, dass ich nicht mehr gegen ihn fahren konnte. Ich bin sehr beeindruckt. Er ist eine MotoGP-Legende. Ich freue mich sehr für ihn."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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