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"Er kann es besser": KTM kritisiert Pol Espargaro

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"Er kann es besser": KTM kritisiert Pol Espargaro
Autor:
Co-Autor: Maria Reyer
17.08.2018, 08:28

KTM kritisiert die Vorbereitung von Pol Espargaro und dass er nicht sein volles Potenzial nutzt. Die Erwartungen an Johann Zarco im nächsten Jahr sind groß.

Pol Espargaro verletzte sich bei einem Sturz im Aufwärmtraining für den Grand Prix von Tschechien. Dadurch musste der Spanier die Rennen in Brünn und Spielberg auslassen. Sein Start in Silverstone ist ungewiss. Espargaro war in Brünn in der dritten Kurve gestürzt, nachdem er zunächst langsame Runden gefahren ist und dann noch einmal für eine schnelle Runde attackieren wollte. Dieses unnötige Risiko im Warm-up hatte schmerzhafte Konsequenzen.

KTM-Motorsportchef Pit Beirer äußert deshalb auch Kritik an seinem Fahrer: "Bei Pol haben wir in jüngerer Vergangenheit ein paar Dinge gesehen, mit denen wir nicht zufrieden sind. Darüber müssen wir sprechen. Ich sehe bei ihm, dass er nicht sein volles Potenzial nutzt. Bei der Vorbereitung auf ein Rennen kann es Pol besser machen und er muss es auch besser machen. Ich glaube, Pol kann es besser machen." In den Wochen vor Brünn hatte Espargaro auch privat viel zu tun, denn es wurde die Hochzeit mit seiner Carlota vorbereitet.

 

Im kommenden Jahr wird Johann Zarco zu KTM stoßen und Espargaros Teamkollege sein. KTM erwartet sich viel vom Franzosen. Er soll neuen Schwung ins Team bringen. "Wenn man hört, wie sich Johann vorbereitet, dann kann das ein Vorteil sein. Und so wie Pol einige Kurven fährt, kann es auch Johann helfen", glaubt Beirer. "Das Level im Team wird auf beiden Seiten steigen." KTM erwartet, dass sich Espargaro und Zarco gegenseitig pushen und damit das komplette Projekt voranbringen können.

Probleme bei Zarco: Macht sich KTM Sorgen?

Allerdings erlebt Zarco seit einigen Wochen bei Tech-3-Yamaha eine schwierige Phase. Beobachtet das auch KTM mit Sorgenfalten? "Es war natürlich nicht schön zu sehen, dass er Probleme hat", sagt Beirer. "Es ist auch kein Geheimnis mehr, dass sich ein paar Dinge zwischen ihm und seinem Manager Laurent abgespielt haben. Ich hoffe, dass er wieder zu seiner Form findet, denn je stärker er in diesem Jahr ist, desto besser ist es dann für uns im nächsten Jahr."

Tech-3-Teamchef Herve Poncharal ist überzeugt, dass Zarco der richtige Fahrer für das österreichische Team ist: "Ich habe KTM immer gesagt, dass Johann der Fahrer ist, den ihr braucht, denn er wird nicht schreien, wenn man hinten liegt. Und er wird hart arbeiten, um nach vorne zu kommen. Pol kennt das Bike gut, aber Johann kennt jetzt die MotoGP auch recht gut. Es wird interessant sein, seine ersten Aussagen auf der KTM zu hören."

Johann Zarco, Monster Yamaha Tech 3, Tito Rabat, Avintia Racing, Alvaro Bautista, Angel Nieto Team

Johann Zarco, Monster Yamaha Tech 3, Tito Rabat, Avintia Racing, Alvaro Bautista, Angel Nieto Team

Foto: Gold and Goose / LAT Images

Die verletzungsbedingten Ausfälle von Espargaro und Mika Kallio haben auch Auswirkungen auf das Testprogramm. Kurzfristig wird Randy de Puniet bei den kommenden Testfahrten aushelfen. Bis Anfang November will KTM ein Paket schnüren. "Wir wollen jetzt viele Dinge testen, damit es dann ruhiger ist, wenn er und Tech 3 an Board kommen", erklärt Beirer. "Wir wollen nicht, dass er zehn verschiedene Motorradkonzepte im November testet." Zarco soll bei den Tests im November ein Basispaket haben und sich mit Hilfe des Set-ups an die KTM gewöhnen.

"Auf jeden Fall eine gute Arbeit , weil er es auch zeigt", nennt KTM-Teammanager Mike Leitner bei 'Laola1.at' seine Erwartungen an Zarco. "Besonders am Saisonbeginn war er sehr stark. Man kann von außen schwer einschätzen, warum die Resultate jetzt nicht mehr so gut sind. Ich freue mich riesig auf die Zusammenarbeit mit ihm. Ich glaube, er kann uns richtig wieder einen Boost geben und auch in Kombination mit Pol, dass der dann Zarco neben ihm sieht. Das wird ihn auch beflügeln und auch intern für einen guten Spirit sorgen."

Die Erwartungen an Zarco sind hoch. Derzeit will sich der zweimalige Moto2-Weltmeister mit KTM noch nicht beschäftigen: "Ich bin noch nicht in den Top 5, aber ich glaube daran, dass ich diese hohe Pace wiederfinden kann. Im Qualifying fühlte ich, dass ich nahe dran bin. Aber für jede Runde im Rennen muss ich daheim mit meinem Motorrad stark trainieren. Ich kenne meine Referenzpunkte zuhause und versuche mich immer zu verbessern. Auf diese Art bin ich konzentriert, um in den nächsten Rennen die Pace zu haben."

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