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Ex-Teamchef Livio Suppo: "Casey Stoner war ein Diamant"

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Ex-Teamchef Livio Suppo: "Casey Stoner war ein Diamant"
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Livio Suppo arbeitete bei Ducati und Honda mit Casey Stoner und erkennt beim Australier einen wesentlichen Unterschied zu MotoGP-Champion Marc Marquez

Die MotoGP-Karriere von Casey Stoner ist eng verknüpft mit der von Manager Livio Suppo. Suppo war einer der Drahtzieher, um Stoner 2007 zu Ducati zu holen. Und auch vier Jahre später beim Wechsel zu Honda spielte Suppo eine entscheidende Rolle. Entsprechend gut kennt Suppo den zweimaligen MotoGP-Champion, der Ende 2012 zurücktrat.

"Er stieg so hoch ein, dass ich keine wirkliche Entwicklung sah, wie er das Motorrad fuhr. Sein Talent war unglaublich seit dem ersten Tag. Das änderte sich bis zum Ende nicht. Lediglich sein Gefühl änderte sich", stellt Suppo beim 'MotoGP RoundTable' bezüglich Stoners Entwicklung fest.

Im Vergleich zu Marc Marquez erkennt Suppo bei Casey Stoner einen Unterschied: "Marc entwickelt sich ständig und wird immer stärker. Casey war von Beginn an ein Diamant. Er konnte sehr gut oder sehr schlecht sein. Das hing von wenigen Details ab."

MotoGP 2007: Neue Regeln & ein neuer Titelkandidat

In der Saison 2006 debütierte Stoner im privaten LCR-Honda-Team. Suppo sah in Stoner eine Chance für Ducati und verpflichtete den damals 21-Jährigen für die MotoGP-Saison 2007. "Als wir mit Casey loslegten, hatte er erst ein Jahr in der MotoGP hinter sich. Er fuhr in dem Jahr für Lucio (Cecchinello) eine Honda. Er war ein junger Kerl, der froh war, für ein Werksteam zu fahren", erinnert sich Suppo.

Casey Stoner

Stoner ist der bisher einzige Fahrer, der mit der Ducati Desmosedici Weltmeister wurde

Foto: Hazrin Yeob Men Shah

"Er war der perfekte Fahrer, weil er gut drauf war. Er war bereit, mehr oder weniger jedes Motorrad zu fahren, auch wenn er nach dem ersten Test in Valencia 2006 dachte, seine Karriere ruiniert zu haben (lacht; Anm. d. Red.)", blickt Suppo zurück. Die ersten Runden mit der neuen 800er-Ducati vermittelten Stoner ein ungewohntes Gefühl.

"Der Unterschied zwischen der V5-Honda mit 1.000 Kubikzentimetern und der 800er-Ducati war natürlich riesig. Der Motor war viel spitzer zu fahren. Doch er war ein Genie beim Umgang mit dem Gas. Er passte sich sehr schnell an das Motorrad an", berichtet Suppo.

Casey Stoner und Ducati überraschen die Konkurrenz

Von Beginn der MotoGP-Saison 2007 war klar, dass Stoner zu den Favoriten gehört. Er gewann drei der ersten vier Rennen und ließ den Gegnern keine Chance. "2007 war eine traumhafte Saison - nicht nur auf Grund der Ergebnisse sondern auch wegen der Atmosphäre", erinnert sich Suppo.

"Er war ein junger Fahrer, der viel bessere Ergebnisse erzielte als erwartet. Beim Wechsel zu Honda in der Saison 2011 war es genau so", stellt Suppo fest, der nach seinem Wechsel von Ducati zu Honda dafür sorgte, Stoner zu verpflichten.

Der Honda-Neuling verliebt sich sofort in die RC212V

"Er war begeistert, für Honda zu fahren. Er liebte das Motorrad. Mit diesem Motorrad war alles möglich", kommentiert Suppo. Stoner bescherte Honda in der Saison 2011 den finalen Titel der 800er-Ära. Es war Hondas erster Titel mit der 800er-Maschine.

Als die RC213V die RC212V ersetzte, sah es zu Beginn danach aus, als ob Stoner erneut der große Favorit ist. Doch als Bridgestone die Reifen änderte, bekam besonders Stoner große Probleme. "In der Saison 2012, Caseys letzter Saison, hatte er stark zu kämpfen, als sie die Reifen änderten. Er hatte große Probleme mit Chattering", erklärt Suppo.

Casey Stoner

Honda RC213V: Chattering bereitete Stoner in der Saison 2012 Probleme

Foto: Repsol

"Er war verloren und es erschien unmöglich für ihn, das Problem in den Griff zu bekommen", blickt der damalige HRC-Teammanager zurück. Beim Frankreich-Grand-Prix in Le Mans verkündete Stoner seinen Rücktritt. "Ich denke, dass die Entscheidung, Ende 2012 zurückzutreten, einen Einfluss auf seine Leistungen hatte", bemerkt Suppo.

Stoner beendete seine finale MotoGP-Saison als WM-Dritter. Nach dem Sturz in Indianapolis musste er die Rennen in Brünn, Misano und Aragon auslassen. Er kehrte in Motegi zurück und schaffte es bei den finalen drei Rennen aufs Podium. Beim vorletzten Rennen, seinem Heim-Grand-Prix auf Phillip Island, holte er sich seinen 38. und letzten MotoGP-Sieg.

Mit Bildmaterial von Honda.

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Rennserie MotoGP
Autor Sebastian Fränzschky