"Fahrer macht den Unterschied": Marquez gewinnt Schlacht von Assen

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Autor: Gerald Dirnbeck
01.07.2018, 15:27

Marc Marquez spricht über das "verrückte" Rennen in Assen, die vielen Zweikämpfe und Berührungen mit anderen Fahrern. Und wie er den Unterschied gemacht hat.

1. Marc Marquez, Repsol Honda Team
1. Marc Marquez, Repsol Honda Team
Renn-Action: Marc Marquez, Repsol Honda Team, führt
Renn-Action: Marc Marquez, Repsol Honda Team, führt
Renn-Action: Marc Marquez, Repsol Honda Team, führt
Renn-Action: Marc Marquez, Repsol Honda Team, führt
1. Marc Marquez, Repsol Honda Team
Renn-Action: Marc Marquez, Repsol Honda Team, führt
1. Marc Marquez, Repsol Honda Team
1. Marc Marquez, Repsol Honda Team
Marc Marquez, Repsol Honda Team, Maverick Viñales, Yamaha Factory Racing
Bike of Marc Marquez, Repsol Honda Team, wing
Bike of Marc Marquez, Repsol Honda Team, wing
Marc Marquez, Repsol Honda Team
Marc Marquez, Repsol Honda Team
Polesitter Marc Marquez, Repsol Honda Team
Marc Marquez, Repsol Honda Team
Marc Marquez, Repsol Honda Team
Marc Marquez, Repsol Honda Team

"Bei so einem Rennen machen die Fahrer den Unterschied", sagt Marc Marquez nach seinem Sieg bei der TT in Assen. "Denn man muss sehr präzise sein, wann und wo man attackiert und wann man seine Position verteidigen muss. Das war sehr schwierig, denn es sind die Besten der MotoGP. Das Motorrad ist natürlich wichtig, aber der Fahrer ist wichtiger als die Maschine." Der MotoGP-Weltmeister untermauerte seine Klasse und setzte sich in einer epischen Schlacht durch.

Nach der 23. Runde hatte Marquez 0,3 Sekunden Vorsprung auf die Meute hinter ihm. Das war der entscheidende Zeitpunkt für die Attacke. "Als der Vorsprung 0,2 Sekunden betrug, konnte ich meine Linien fahren", so der Spanier über die Entscheidung. "Wenn man versucht seine Linien zu fahren, bereitet man die Kurven vor, aber dann überholt dich jeder. Als ich meine Linie fahren konnte, hatte ich die gleiche Pace wie im Training."

MotoGP Assen 2018:

Schlussendlich setzte sich der dominierende Fahrer des Wochenendes durch. Das erkennt auch Rossi nach seinem vierten Platz an: "Wie ich schon im Training gesagt habe, Marquez war der Stärkste. Heute hatte er den Spielraum, um alleine wegzufahren. Er entschied sich dazu, wegzufahren und hatte zwei Sekunden Vorsprung. Es ist schwierig, denn er ist schneller als alle anderen."

Im Duell mit Alex Rins fast gestürzt

Bis Marquez wegfuhr, war es ein kampfbetontes Rennen mit einer großen Spitzengruppe, das eher an die Moto3 erinnerte. "Ich weiß nicht, wie ich das beschreiben soll", lacht Marquez, der Spektakel bekanntlich liebt. "Es war ein verrücktes Rennen. Die Bedingungen waren sehr schwierig, weil der Wind in den schnellen Kurven sehr stark war. Wenn man hinter einem fuhr, war es einfacher, denn es war sehr schwer, einen Vorsprung herauszuholen."

 

Brenzlige Situationen gab es einige. Als er einmal von Alex Rins in einer Linkskurve überholt wurde, wäre Marquez fast gestürzt. Wie hat er das retten können? "Das weiß selbst ich nicht. Rins hat mich berührt, aber es war mein Fehler, denn ich war auf der Außenseite. Wenn du außen bist, hat der Fahrer innen den Vorteil. Ich wäre fast vom Motorrad geflogen. Selbst der Kupplungshebel war verbogen, ich versuchte ihn auf der Geraden zu richten. Es war verrückt!"

Im Duell mit Vinales kamen später beide von der Strecke ab. Sie konnten aber eine asphaltierte Fläche nutzen und trotz Platzverlust weiterfahren. "Mit Maverick hatte ich in Kurve 9 eine Berührung", schildert Marquez diese Szene. "Dabei habe ich die Bremse komplett gelöst, weil ich einen Schlag auf meinen rechten Arm bekommen habe. Es war schwierig, aber am Ende war ich clever und sehr präzise."

"Clevere" Attacke zum Schluss

Im ersten Renndrittel war das Rennen fast ein Abzug von Barcelona und Mugello. Jorge Lorenzo führte und Marquez verfolgte die Ducati. "Lorenzo hat extrem attackiert", sagt Marquez. "Wenn ich ihn überholt habe, hat er sofort zurück überholt und dann war es nicht einfach, den Rhythmus vom Training zu finden. Ich habe abgewartet und gegen jeden gekämpft." Es zeigte sich, dass viele Fahrer mit frischen Reifen zu Rennbeginn schnell waren – ähnlich wie im Qualifying.

 

Trotzdem war es ein langsames Rennen, denn die Zeiten waren großteils mehr als eine Sekunde langsamer als Marquez alleine fahrend im Training gezeigt hat. "Es war schwierig, gleichzeitig zu attackieren und zu verteidigen. Sobald man eine Attacke vorbereitet hat, wurde man überholt", sagt Marquez. "Das war für die Konzentration nicht einfach. Die letzten fünf Runden waren körperlich schwieriger, weil ich alles gegeben habe. Aber ich war wie im Training sehr konstant und es war kein Problem."

Als er dann zum Schluss die Chance sah, vorne seine Linien zu fahren, gab Marquez alles und sorgte für die Entscheidung. "Ich war clever", lacht er über die letzten Runden. Mit seinem vierten Saisonsieg vergrößerte Marquez seinen WM-Vorsprung auf 41 Punkte. Und in zwei Wochen findet das nächste MotoGP-Rennen auf einer seiner Paradestrecken statt. Seit er in der Königsklasse fährt, ist Marquez auf dem Sachsenring ungeschlagen. Er wird auf alle Fälle als WM-Führender in die Sommerpause gehen. "Die Weltmeisterschaft wird sehr schwierig", meint Rossi zu dieser Situation.

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